Für mich geht es bei einem Baustellenkonzept nur sekundär um den tatsächlichen Bedarf. Zunächst ist es wichtig das Angebot "wie normal" zu halten. Es hat ja im Normalen Netz einen Sinn, also muss jede Abweichung davon explizit über die Bau-Einschränkung begründbar sein.
Ich finde es sehr "unklug" so am Kundenbedarf/Reisendennachfrage vorbei zu planen. Ob das normale Liniennetz jetzt so wie es ist einen "Sinn" ergibt ist eine Frage über die man sehr lange philosophieren kann, Vieles ist historisch gewachsen.
Gerade im Städtischen Bereich finde ich es viel entscheidender in Verkehrsrelationen zu denken, wie in einem starren Liniennetz. Positive Beispiele sind da Mannheim/Ludwigshafen, wo für die anstehende Sanierung der Kurt-Schumacher-Brücke in Ludwigshafen und teilweise in Mannheim ein neues Liniennetz geschaffen wurde
https://www.vrn.de/mam/liniennetz/l...mannheim_ludwigshafen_aktuell_schematisch.pdf , München, Stuttgart und Frankfurt am Main.
Ich hätte die SEV Linie 14 von Anfang an von/nach Durlacher Tor fahren lassen, ggf mit noch einem Halt an der Bushaltestelle der Linie 125X am Hauptfriedhof. Am Durlacher Tor hat der Fahrgast vom SEV aus der Waldstadt deutlich mehr Anschlussmöglichkeiten und die Chance, dass ein Fahrgast aus der Waldstadt am Durlacher Tor zu seinem Ziel umsteigen muss/will ist sehr hoch, zudem bietet dr Knoten Durlacher Tor eine bedeutend höhere Aufenthaltsqualität für den Fahrgast wie die Haltestelle Hirtenweg die mehr oder minder "im Nichts" liegt. Das würde noch nicht mal die Gesamtreisezeit deutlich erhöhen. Dafür hätte man die Linie 2 und 4 am Europaplatz miteinander verknüpfen können.
Den zweiten Schritt hier argumentativ zuerst zu machen, "braucht man ja nicht", verletzt das Prinzip, dass wir eigentlich einen Jahresfahrplan im ÖPNV haben, den wir nur nötigenfalls durch Einschränkungen ändern (sollten). Und da steht für den Karl-Wilhelm-Platz eben 12 Züge die Stunde drin. Egal ob sie im konkreten Fall gebraucht werden oder nicht.
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Ich halte von dem Denken im Jahresfahrplan nur im SPNV etwas, wobei der je nach Strecke auch mehr oder minder nur dazu da ist die Abweichungen davon planen zu können.
Für Knielingen Nord ist seit dem 30.07.2026 die Buslinie 74 als verlässliche und einfach Alternative entfallen, da durch ein ALT ersetzt. Wenn da jetzt pro Stunde 20 Fahrgäste ein ALT buchen, kostet das die Stadt Karlsruhe mehr wie der eingestellte Linienbusbetrieb. Mal abgesehen davon, dass es dann in der Stadt Karlsruhe schnell an Txen mangeln dürfte.
Im städtischen ÖPNV und im Busverkehr geht es für mich immer um Verkehrsnachfrage, nicht um Jahresfahrpläne, das hat dort nichts verloren.
Der Fahrplan der Buslinie 106 (Ettlingen - Mörsch - Neuburgweiher) wurde zum 30.07.2026 auch am Wochenende und unter der Woche Abends neu gestaltet, weil der auf die Anschlüsse der S2 in Mörsch ausgerichtet ist und sich die Lage der S2 in Mörsch Abends und am Wochenende bedeutend geändert hat.