VBK Sommerbauarbeiten Hagsfeld/Waldstadt, Brauerstr und Durlach

Zumindest bis zum 30.07.2026, wie es jetzt ist habe ich noch nicht beobachtet, wurde am Turmberg bei den Buslinien quasi immer mit Linienwechsel gearbeitet. Sprich der Bus der als Linie 23 aus Stupferich kam ist dann nach kruzem Aufenthalt als Linie 26 zum Geigersberg gefahren, oder der Bus der als Linie 21 aus Grötzingen Nord kam ist dann als Linie 24 weiter nach Hohenwettersbach gefahren.
Die Kombination sind normalerweise 21+26 und 23+24.

Wenn man da anfängt einzelne Linien zu verlängern muss das von den Wendezeiten und den Fahrzeugumläufen auch passen.
Ab der Phase 2 werden sich auch so alle Umläufe ändern. Dadurch das die Linie 21 bis zum Bahnhof Durlach fährt, und am Turmberg nicht mehr zu Linie 26 wird. Dadurch das die Linie 24 ab Aue über den Bahnhof zum Turmberg fährt, gibt es keine Durchbindung mit der Linie 23.
 
Ich frage mich bei einigen Phasen eher, welchen Sinn die Linie 5 überhaupt hat. Fast überall gibt es Parallelverkehr. Auf der Kriegsstrasse ist eh nie viel los und der Südosten könnte problemlos auch mit einer umgebogenen Linie 3 oder 4 erschlossen werden.
 
Ja, natürlich sind ja Sommerferien und ein immer noch ein 10 Minuten Takt...
Und ich hatte schon im Normalfall nie das Gefühl, dass an der Haltestelle übermäßiger Bedarf wäre. Nicht umsonst ist die S2 durchgefahren bzw. Deren Umbau wurde nicht forciert....
Da wäre vermutlich der Abschnitt durch die Südstadt hinsichtlich Kapazität schlimmer.
 
Für mich geht es bei einem Baustellenkonzept nur sekundär um den tatsächlichen Bedarf. Zunächst ist es wichtig das Angebot "wie normal" zu halten. Es hat ja im Normalen Netz einen Sinn, also muss jede Abweichung davon explizit über die Bau-Einschränkung begründbar sein.

Den zweiten Schritt hier argumentativ zuerst zu machen, "braucht man ja nicht", verletzt das Prinzip, dass wir eigentlich einen Jahresfahrplan im ÖPNV haben, den wir nur nötigenfalls durch Einschränkungen ändern (sollten). Und da steht für den Karl-Wilhelm-Platz eben 12 Züge die Stunde drin. Egal ob sie im konkreten Fall gebraucht werden oder nicht.

Edit: Das gälte ja sogar nicht nur für den Karl-Wilhelm-Platz, sondern eben auch die Kriegsstraße, das ist Innenstadtlage!
 
Zuletzt bearbeitet:
Immerhin ist die Auskunft für P3 kreativ, wenn ich wir mit Kinderwagen in die Stadt wollen.
Exemplarische Suche vom Schlossplatz, Durlach bis zum Marktplatz, Karlsruhe ohne Treppen und Rolltreppen, Dauer 35 min.

Anhang anzeigen 1179
Wenn auf diese Idee viele kommen könnte es in den Bussen kuschelig werden, vor allem mit mehreren Kinderwagen.
Und 30 min hört sich besser an, als am Bahnhof Durlach mit Unterführung und Co klar kommen zu müssen (wann wird Bahnhof Durlach vbk eigentlich endlich barrierefrei?)
 
Für mich geht es bei einem Baustellenkonzept nur sekundär um den tatsächlichen Bedarf. Zunächst ist es wichtig das Angebot "wie normal" zu halten. Es hat ja im Normalen Netz einen Sinn, also muss jede Abweichung davon explizit über die Bau-Einschränkung begründbar sein.
Grundsätzlich verstehe ich diesen Ansatz, finde die Argumentation allerdings nicht ganz schlüssig.
Denn auch zwei Linien auf der Karlstraße zum Hbf (2&3) haben im normalen Netz einen Sinn, genauso wie eine Linie im 10 Minuten Takt zwischen Hbf und Durlacher Tor (2). Und diese werden ohne Ersatz gestrichen, obwohl dort keine unmittelbare Baustelle ist. Das sind doch ebenfalls nur indirekte Folgen, wie auch eine Änderung des Linienverlaufs der 4 wären.

Generell sollte bei der Planung solcher Baumaßnahmen der Fokus nicht auf starrer Bürokratie, sondern mehr auf Pragmatismus liegen. Ein bedarfsgerechter Nahverkehr wäre für Kund*innen viel mehr wert. Ich sehe halt wenig Sinn dahinter, dass manche Linien aus allen Nähten platzen (3&S2), während andere Linien Luft durch die Gegend fahren. Davon hat doch auch die VBK nichts. Und aktuell ist nunmal die Linie 5 größtenteils leer, sowie die Linie 2 zwischen Schillerstraße und Rheinhafen. Und daher halte ich das aktuelle Konzept, das wohl ja noch einige Zeit Bestand haben wird, für ziemlich kundenunfreundlich.
 
Denn auch zwei Linien auf der Karlstraße zum Hbf (2&3) haben im normalen Netz einen Sinn, genauso wie eine Linie im 10 Minuten Takt zwischen Hbf und Durlacher Tor (2). Und diese werden ohne Ersatz gestrichen, obwohl dort keine unmittelbare Baustelle ist. Das sind doch ebenfalls nur indirekte Folgen, wie auch eine Änderung des Linienverlaufs der 4 wären.
Das ist richtig. Als zudem direkt betroffener finde ich das ja ebenfalls nicht gut. Dann lass es doch nicht noch mehr machen als eh schon.

(Man kann sich streiten ob man den Schlenker über ZKM als "echte" zwei Linien auf der Karlstraße ansehen kann).
 
Auf der Strecke Marktplatz - Poststraße gibt es durch die fehlende Linie 2 teilweise Taktlücken von 10 Minuten, und das im Berufsverkehr. Irgendein Ersatz wäre definitiv nötig gewesen, denn diese miserable Frequenz ist für diese wichtige Strecke nicht sonderlich qualitativ.
Zumal es mit dem 2er in der HVZ schon eng wird, wenn die S1/S11 aufgrund falscher Sparsamkeit das ein oder andere Mal nur in Einfachtraktion aufschlägt... wenn da nicht ggf. ne S7 oder S8 zum Hbf kommt is das echt kein Vergnügen und führt auch zu sehr langen Haltestellenaufenthalten...
 
Für mich geht es bei einem Baustellenkonzept nur sekundär um den tatsächlichen Bedarf. Zunächst ist es wichtig das Angebot "wie normal" zu halten. Es hat ja im Normalen Netz einen Sinn, also muss jede Abweichung davon explizit über die Bau-Einschränkung begründbar sein.
Ich finde es sehr "unklug" so am Kundenbedarf/Reisendennachfrage vorbei zu planen. Ob das normale Liniennetz jetzt so wie es ist einen "Sinn" ergibt ist eine Frage über die man sehr lange philosophieren kann, Vieles ist historisch gewachsen.

Gerade im Städtischen Bereich finde ich es viel entscheidender in Verkehrsrelationen zu denken, wie in einem starren Liniennetz. Positive Beispiele sind da Mannheim/Ludwigshafen, wo für die anstehende Sanierung der Kurt-Schumacher-Brücke in Ludwigshafen und teilweise in Mannheim ein neues Liniennetz geschaffen wurde https://www.vrn.de/mam/liniennetz/l...mannheim_ludwigshafen_aktuell_schematisch.pdf , München, Stuttgart und Frankfurt am Main.

Ich hätte die SEV Linie 14 von Anfang an von/nach Durlacher Tor fahren lassen, ggf mit noch einem Halt an der Bushaltestelle der Linie 125X am Hauptfriedhof. Am Durlacher Tor hat der Fahrgast vom SEV aus der Waldstadt deutlich mehr Anschlussmöglichkeiten und die Chance, dass ein Fahrgast aus der Waldstadt am Durlacher Tor zu seinem Ziel umsteigen muss/will ist sehr hoch, zudem bietet dr Knoten Durlacher Tor eine bedeutend höhere Aufenthaltsqualität für den Fahrgast wie die Haltestelle Hirtenweg die mehr oder minder "im Nichts" liegt. Das würde noch nicht mal die Gesamtreisezeit deutlich erhöhen. Dafür hätte man die Linie 2 und 4 am Europaplatz miteinander verknüpfen können.
Den zweiten Schritt hier argumentativ zuerst zu machen, "braucht man ja nicht", verletzt das Prinzip, dass wir eigentlich einen Jahresfahrplan im ÖPNV haben, den wir nur nötigenfalls durch Einschränkungen ändern (sollten). Und da steht für den Karl-Wilhelm-Platz eben 12 Züge die Stunde drin. Egal ob sie im konkreten Fall gebraucht werden oder nicht.

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Ich halte von dem Denken im Jahresfahrplan nur im SPNV etwas, wobei der je nach Strecke auch mehr oder minder nur dazu da ist die Abweichungen davon planen zu können.
Für Knielingen Nord ist seit dem 30.07.2026 die Buslinie 74 als verlässliche und einfach Alternative entfallen, da durch ein ALT ersetzt. Wenn da jetzt pro Stunde 20 Fahrgäste ein ALT buchen, kostet das die Stadt Karlsruhe mehr wie der eingestellte Linienbusbetrieb. Mal abgesehen davon, dass es dann in der Stadt Karlsruhe schnell an Txen mangeln dürfte.

Im städtischen ÖPNV und im Busverkehr geht es für mich immer um Verkehrsnachfrage, nicht um Jahresfahrpläne, das hat dort nichts verloren.
Der Fahrplan der Buslinie 106 (Ettlingen - Mörsch - Neuburgweiher) wurde zum 30.07.2026 auch am Wochenende und unter der Woche Abends neu gestaltet, weil der auf die Anschlüsse der S2 in Mörsch ausgerichtet ist und sich die Lage der S2 in Mörsch Abends und am Wochenende bedeutend geändert hat.
 
Ob das normale Liniennetz jetzt so wie es ist einen "Sinn" ergibt ist eine Frage über die man sehr lange philosophieren kann, Vieles ist historisch gewachsen.
Das ist richtig. Dann ist es aber nicht plötzlich Aufgabe einer Baustellensituation sowas in der "größeren Gesamtheit" neu zu bewerten, um im Endeffekt Dinge zu verschlechtern? Darum ging es ja, ersatzloser Entfall der Linie 5, weil könnte man ja auch anders abdecken, dass irgendwo eine Linie fährt. Ja, kann man. Aber es ist halt nicht nötig durch die Baustelle. Also kann man es damit auch nicht begründen. Und nur weil die Gartenstraße, Hagsfeld, Waldstadt oder Durlach gesperrt sind sind auf der Kriegsstraße sicher nicht mehr oder weniger Leute mit einem Beförderungsbedürfnis.

Würde man sich dazu entscheiden, dass auf der Kriegsstraße in den Ferien generell nur eine Linie reicht, dann okay, dann wäre das eine (politische) Entscheidung die unabhängig der spezifischen Baustelle entsteht.

Es geht nicht darum am Bedarf vorbeizuplanen oder nicht, es geht darum bei einer Baustelle das Regelangebot minimal in Frage zu stellen. Nur da wo ich Zwänge habe. Weil alles andere eigentlich ein Problem für eine Aktualisierung des Grundfahrplans ist.

Positive Beispiele sind da Mannheim/Ludwigshafen, wo für die anstehende Sanierung der Kurt-Schumacher-Brücke in Ludwigshafen und teilweise in Mannheim ein neues Liniennetz geschaffen wurde
Gut, okay, das geht auch über mehrere Jahre. Hatte man in Karlsruhe auch schon mit der Kombilösung, man erinnere an die Sperrung der Ettlinger Straße. Das ist dann eben ein neues Grundkonzept.
Dafür hätte man die Linie 2 und 4 am Europaplatz miteinander verknüpfen können.
Wie denn das? Wolfartsweier - Oberreut, also die 4 nach Wolfartsweier?
Ich halte von dem Denken im Jahresfahrplan nur im SPNV etwas, wobei der je nach Strecke auch mehr oder minder nur dazu da ist die Abweichungen davon planen zu können.
Es gibt auch im SPNV unterjährige Änderungen eines Grundplans, das ist schon richtig. Aber das sind ja dennoch Änderungen die "bis auf weiteres" gelten werden.
Baustellenplan ist hingegen eine "Pflasterlösung" die einen Zeitraum weniger Wochen überbrückt. Also wo das Ablaufdatum von vorne herein feststeht. Und es sollte da zumindest mal nicht grundlos schlechter werden in gar nicht betroffenen Bereichen.
 
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