Rastatter Tunnel: Testfahrten

Der Sinn hinter fahrplanbasierter Infrastrukturplanung wie dem D-Takt oder dem Zukunftsfahrplan ist ja einen Ausblick, einen Horizont zu haben nachdem man Investitionen die Jahrzehnte beeinflussen ausrichten kann. Das ist ganz bewusst unabhängig von kurzfristigen politischen Strömungen zu sehen, auch sollten die in die Gegenrichtung laufen, sonst kommt man ja nie vorwärts.
 
Im Prinzip ja, nur wenn das Geld knapper wird muss man prioisieren. Auch wenn es letztlich vernünftig ist die fernere Zukunft nicht zu vernachlässigen so zählt bei den Wählern doch mehr was in naher Zukunft eine deutlich wahrnehmbare Verbesserung bringt.
 
Ist das erste Mal seit der Bundestagsanfrage 1980(!) -damals wurde Ende 80er Jahre genannt - dass ich einen konkreten Termin für eine Bauabsicht sehe. Realistisch könnte er für die Beseitigung des BÜ L566 sein - in Abhängigkeit davon, wie sich die Tunnelfreigabe auf die Schließzeiten auswirkt. Aber an Gleistrassenbau glaube ich erstmal nicht bevor die anderen Planungsabschnitte in Betrieb sind.
In den Bü Mörsch, bzw genauer in seine Sicherungstechnik, hat der Bund gerade sehr viel Geld investiert um den in das ETCS Level 2 für den Tunnel Rastatt und das umgebaute ESTW Bashaide und Forchheim zu integrieren. Das Geld wird man jetzt nicht "wegwerfen" durch eine Bü Beseitigung wegen verlängerter Schrankenschießzeiten.
Man muss in den nächsten 5 Jahren froh über jede Baumaßnahme bei der Schieneninfrastruktur, die überhaupt noch finanziert und umgesetzt wird.
 
Da es noch keine Konkrete Ausführungsplanung (für 2,3 oder 4 Gleise) gibt ist ein Baubeginn in den nächsten 5Jahren sowieso weitgehend ausgeschlossen. Aus der Planfeststellung für den Ausbau der L566 (Planfeststellung rechtskräftig) wurde der BÜ ausgeklammert.
Bzgl. Geld für die Bü-ETCS-Ausrüstung:
Für die Havarie Umfahrung in Rastatt die nächstes Jahr wieder zurück gebaut wird hat man auch noch mal Geld in die Hand genommen die Signalanlagen für wenige Monate auszutauschen. Wenn die betriebliche Notwendigkeit da ist, ist es eben so dass man auch für kurzzeitige Lösungen in die Hand nehmen muss.
 
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Bzgl. Geld für die Bü-ETCS-Ausrüstung:
Für die Havarie Umfahrung in Rastatt die nächstes Jahr wieder zurück gebaut wird hat man auch noch mal Geld in die Hand genommen die Signalanlagen für wenige Monate auszutauschen. Wenn die betriebliche Notwendigkeit da ist, ist es eben so dass man auch für kurzzeitige Lösungen in die Hand nehmen muss.
Die neuen Signale zwischen Rastatt Süd und Rastatt waren für das neue ESTW und die vorbereitete ETCS Level 2 Ausrüstung notwendig. Die Signale werden ja bei der Rückverlegnung der Rheintalbahn nicht verschrottet, bzw sind dann nicht mehr erforderlich. Die sind mit Schraubbolzen auf dem Fundament befestigt, da werden an der neuen Stelle neue Fundamente gegründet und die Signale auf den neu gebauten Fundamenten wieder aufgesetzt und verschraubt. Das ist eine Sache von 1-2 Tagen pro Signal und schon seit vielen Jahren Standard.
 
Die neuen Signale zwischen Rastatt Süd und Rastatt waren für das neue ESTW und die vorbereitete ETCS Level 2 Ausrüstung notwendig. Die Signale werden ja bei der Rückverlegnung der Rheintalbahn nicht verschrottet, bzw sind dann nicht mehr erforderlich. Die sind mit Schraubbolzen auf dem Fundament befestigt, da werden an der neuen Stelle neue Fundamente gegründet und die Signale auf den neu gebauten Fundamenten wieder aufgesetzt und verschraubt. Das ist eine Sache von 1-2 Tagen pro Signal und schon seit vielen Jahren Standard.
Nun, für eine provisorische Strecke die nur 5 Jahre in Betrieb bleibt die Signaltechnik nach der Hälfte der Zeit komplett zu ersetzen (mit neuen Kabelkanälen und Leitungen) dürften einiges mehr Kosten als Signale an und ab zu schrauben.
Kosten, die durch ein unglückliches Timing entstehen.
Aus meiner Sicht das selbe Thema wie beim Bahnübergang.
Die Brücke dort hätte schon in den 80er Jahren gebaut werden sollen und wurde bis heute und darüber hinaus verschleppt.
Die Mehrkosten für eine viergleisige Ausführung der Brücke sollen gegenüber der zweigleisigen bei ca. 1,4 Millionen Euro liegen.
Ich vermute, dass für den ganze Aufwand der in den letzten Jahren in den BÜ mit der Sicherungstechnik gesteckt wurde dieser Betrag mehr als ausgeschöpft sein dürfte. Die Kosten durch die Stauzeiten, die der modernisiere BÜ verursacht hat noch gar nicht berücksichtigt.
 
Von welchem Bü zwischen Rastatt Süd und Rastatt habt ihr es gerade?
Da sind die BÜs ja inzwischen alle weg (abgesehen von so einem Baustellenübergang).
Es geht um den BÜ der L566 nahe der Bashaide und die Kosten-Argumentation, dass dort gerade für die ETCS-Integration des BÜ investiert wurde - als Grund dort nicht eine zeitnahe Beseitigung des BÜ anzustreben.
Als Gegenargument ziehe ich den Vergleich zur Havarie-Umfahrung Niederbühl, dass man dort auch für nur 2,5 Jahre Nutzungszeit in neue Signaltechnik investiert hat.
Aus meiner Sicht in beiden Fällen durch geschickteres Timing vermeidbare Ausgaben.
 
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