Ich habe den Eindruck, dass das Busnetz in Ettlingen in den nächsten Jahren wohl eher ausgedünnt —ähh sorry, „optimiert“— wird, in den Parteibeiträgen des Amtsblatts haben sich in den vergangenen Monaten mehrfach Stimmen geäußert, die entweder beim ÖPNV den Rotstift ansetzen wollen, oder den ÖPNV generell schlecht finden.
Im
gestrigen Amtsblatt (Seite 19) hat der SPD-Stadtrat René Asché (übrigens Mitglied im Arbeitskreis Klimaschutz) einen Beitrag verfasst, den man eigentlich nur im Mittleren Westen der USA oder alternativ im Deutschland der 1960er erwarten würde. Hier einige Auszüge:
- „Der überbordende Busverkehr mit veralteten Großbussen“
- „Luft- und Lärmbelastung, Straßenschäden und hohe Kosten“ (wurde tatsächlich als Kritikpunkt am Busverkehr genannt)
- „überdimensionierte Taktfrequenzen“
- „Die Taktfrequenz und die damit verbundenen Belastungen verdoppelten sich“
- „Erst nach Protesten unserer Fraktion […] wurde eines der beiden Fahrzeuge wieder gestrichen“ (gemeint war die Ausdünnung in Neuwiesenreben vom 20- auf einen 60-Minutentakt)
Und dann hat er auch noch behauptet, dass hier Solobusse mit 58 Sitzplätzen rumfahren würden. Für solche Sitzplatzkapazitäten braucht man allerdings schon Doppelgelenk- oder Doppelstockbusse.
Joa, zu so einem populistischen Schwachsinn fällt einem auch nicht mehr viel ein…