Kombilösung

Mueck

aus Karlsruhe
Normalerweise sollte man ja meinen, ein ordentlicher Trambetrieb habe immer ein Pärle Kletterweichen auf dem Hof liegen für alle Eventualitäten. Aber seitdem ich in den 80ern hierher kam, könnte ich mich nicht erinnern, hier in KA eine gesehen zu haben?
Aber inzwischen wird man sowas nicht mehr wollen, weil man Strecken lieber eine Weile stilllegt statt sie bei Baustellen eingleisig zu betreiben ...?
Zur Achslast: Anlässlich einer Diskussion bei ka-news habe ich kürzlich mal im TSNV-Quartett "geblättert" und dabei festgestellt, dass die Achslast bei den alten Zweiachsern auch nicht von schlechten Eltern war ... Nicht ganz so hoch wie bei den heutigen Stadtbahnen, aber recht beachtlich ... Richtig leicht bzgl. Achslast war zwischendrin nur die "Balsa ;)"-Holzklasse ...
 
Aber seitdem ich in den 80ern hierher kam, könnte ich mich nicht erinnern, hier in KA eine gesehen zu haben?
Aber inzwischen wird man sowas nicht mehr wollen, weil man Strecken lieber eine Weile stilllegt statt sie bei Baustellen eingleisig zu betreiben ...?
Ich kann mich zumindest an einen Einsatz von Kletterweichen erinnern. Und zwar in Durlach in der Pfinztalstraße vor der Maschinenfabrik; da wurde der eingleisige Abschnitt baustellenbedingt vom Rathaus bis kurz vor die Auer Straße verlängert. Das müsste Ende der 80er oder Anfang der 90er gewesen sein.
Heutzutage hat man Kletterweichen nicht mehr überall so gerne. Die hat man schon früher nur mit reduzierter Geschwindigkeit befahren dürfen und in Zeiten gestiegener Anforderungen an Sicherheit und Sicherheitsnachweise hat die eine oder andere Technische Aufsichtsbehörde (z. B. die im Süden des östlichen Nachbarbundeslands) die zulässige Geschwindigkeit in den letzten Jahren faktisch weiter abgesenkt - teilweise auf Schrittgeschwindigkeit, teilweise bis auf praktisch Null ;).
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke mir, dass es in Betrieben mit Zweirichtungsfahrzeugen oft Sinn macht Kletterweichen einzusetzen. Da aber in Karlsruhe bei der Straßenbahn im Regelbetrieb nur "vorwärts" gefahren werden kann bietet sich das wahrscheinlich nur in Fällen wie von bauigel angesprochen an, wo ein Eingleisiger Abschnitt geschaffen oder verlängert wird. zum Wenden bräuchte man Zweisystemer, die vielleicht für kurze Baustellenlinien wie die 6E von Tullastraße zu Ostendstraße von den S-Bahn-Linien abgezogen werden können. Ich denk mal nicht, dass man da ne ganze Tramlinie auf Zweisystemer für ne Baustelle umstellen will. Fraglich ist dann das natürlich noch mit der Achslast. Meistens ist ein SEV dann wahrscheinlich ein SEV wirtschaftlicher/einfacher.
 
Das würde mich tatsächlich auch sehr interessieren. Mir ist das diese Woche beim Vorbeilaufen aufgefallen, als gerade an der Oberleitung gearbeitet wurde. Ich würde fast vermuten, dass man während der Sperrung in den Sommerferien trotzdem testen will im
Tunnel und dann auf Zweisystemer zurückgreift. So kann man dennoch testen. Auch wenn das sicher eine teure Teststrategie ist.. das erscheint mir aber momentan die einzige sinnige Idee.
Kurzes Update: Mittlerweile ist zwischen den Gleisen weiter Richtung Poststr. etwas vor der Kreuzung ein Schild „Stop bei Rangierfahrten“ aus Richtung Tunnel eingerichtet worden. Das scheint die Vermutung zu bestätigen.
 
Oben