AVG Dreifach-Traktionen

Soweit ich weiß sind keine Dreifachtraktionen geplant. Wird durch die Haltestellengröße auch nicht möglich sein. Ein Zugverband aus drei ET2010 ist über 110m lang. Mit Ach und Krach könnte man alle Türen an den Bahnsteig bekommen, aber das ist Zentimeterarbeit. Im Linienbetrieb ist das ohne automatische Zugsteuerung kaum machbar. Am Marktplatz würde man ja zusätzlich dazu ins Gleisdreieck reinragen. Außerdem müsste man ja auch die Signalanlagen alle umbauen, da die ja am Ende der Bahnsteige dann nicht mehr einsichtig sind. Die Haltestellen Vergrößern ist auch sehr aufwändig, das hätte man beim Bau schon vorbereiten müssen. Was ich in einem Dokument mal gelesen hab ist die Idee eines "Anhängers" bzw. Beiwagens, welcher die 2s-Bahnen auf 100m verlängert. Ich bi mir aber sicher, dass es bei dieser Idee bleibt.
 

Dani1820

aus Karlsruhe
In der BoStrab-Verordnung steht bei
Paragraf 55 Abs. 2:

"Züge, die am Straßenverkehr teilnehmen, dürfen nicht länger als 75 m sein und müssen für andere Verkehrsteilnehmer in ausreichendem Maß erkennbar sein."

Also dürfen 3-Fachtraktionen nicht in der KA-City fahren und deswegen wird auch in Durlach, Albtalbahnhof und Rheinbergstraße/Wörth entkoppelt.
 

NET2012

aus Karlsruhe-Waldstadt
In der BoStrab-Verordnung steht bei
Paragraf 55 Abs. 2:

"Züge, die am Straßenverkehr teilnehmen, dürfen nicht länger als 75 m sein und müssen für andere Verkehrsteilnehmer in ausreichendem Maß erkennbar sein."

Also dürfen 3-Fachtraktionen nicht in der KA-City fahren und deswegen wird auch in Durlach, Albtalbahnhof und Rheinbergstraße/Wörth entkoppelt.
Am Straßenverkehr teilgenommen wird aber nicht, wenn es sich um Bahnübergänge handelt. Zudem gibt es ja die bekannte Ausnahmegenehmigung für den Streckenabschnitt Durlach Bahnhof bis Durlacher Tor.

Theoretisch machbar wäre es schon vom Durlach Bahnhof bis Yorckstraße Zugverbände aus 3 Wagen zu fahren, da bis Gottesauer Platz Ausnahmegenehmigung, danach Tunnel und dann erste Kreuzung mit IV erst an der Yorckstraße.

Im Regelverkehr lässt sich sowas allerdings schwer umsetzen, da wie bereits gesagt wurde die Bahnsteige lediglich 100m lang sind und dafür die Signale versetzt werden müssten.
 
Ist die Ausnahmegenehmigung denn seit den diversen Haltestellenumbauten nicht ohnehin wieder verfallen/aufgegeben worden?
 
Danke euch allen und echt schade, dass das nicht geht, jetzt wo man doch so schön die Bahnen vom sonstigen Verkehr getrennt hat. 2 Dreifachtraktionen in einer U-Haltestelle hätte schon was, und bis auf die Durchgängigkeit wäre unsere Stadtbahn dann länger als die "Rekordlänge" in Frankfurt :D Ich hoffe zumindest auf den Anhänger, von dem ich auch gehört hab. Wenn man bis 20X0 doppelt so viele Fahrgäste befördern will und nicht auf allen Linien einen 5 Minuten Takt realisieren kann, geht es doch eigentlich nur mit längeren Zügen.
 
Zudem gibt es ja die bekannte Ausnahmegenehmigung für den Streckenabschnitt Durlach Bahnhof bis Durlacher Tor.
Sicher, dass das bis Durlacher Tor war?
Soweit ich mich zurückerinnern kann, wurden die Dreifachtraktion(en) auf der S4 früher immer am Gottesauer Platz getrennt - also an der alten Haltestelle westlich der Kreuzung, wo jetzt die Tunnelrampe ist. Die morgendliche Dreifachtraktion der S4 war der einzige Eilzug des Tages, der am Gottesauer Platz gehalten hat. Und seit dem Haltestellenumbau passiert die Zugteilung am Durlacher Bahnhof.
Damit wäre das
Ist die Ausnahmegenehmigung denn seit den diversen Haltestellenumbauten nicht ohnehin wieder verfallen/aufgegeben worden?
durchaus eine wesentliche Frage...
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine Aufteilung der Dreifachtraktion an der Tullastraße fände ich sehr sinnvoll. Von dort aus könnte man den dritten Wagen über die Oststadtbahn weiter fahren lassen. Untermühlstraße und Weinweg lassen sich ja einfach verlängern. Weinweg war ja meines wissens vor dem Barrierefreien Umbau auch lang genug für drei Bahnen.
 

Dani1820

aus Karlsruhe
Eine Aufteilung der Dreifachtraktion an der Tullastraße fände ich sehr sinnvoll. Von dort aus könnte man den dritten Wagen über die Oststadtbahn weiter fahren lassen. Untermühlstraße und Weinweg lassen sich ja einfach verlängern. Weinweg war ja meines wissens vor dem Barrierefreien Umbau auch lang genug für drei Bahnen.
Weinweg und Untermühlstraße find ich nicht so wichtig, dafür kann man am Bf Durlach in die Linie 5 oder S5 umsteigen.
Ist doch eh nur für "Sesselpuppser" gemacht die Haltestelle Untermühlstraße.
 

NET2012

aus Karlsruhe-Waldstadt
Eine Aufteilung der Dreifachtraktion an der Tullastraße fände ich sehr sinnvoll. Von dort aus könnte man den dritten Wagen über die Oststadtbahn weiter fahren lassen. Untermühlstraße und Weinweg lassen sich ja einfach verlängern. Weinweg war ja meines wissens vor dem Barrierefreien Umbau auch lang genug für drei Bahnen.
Ja, Weinweg war für drei Wagen ausgelegt, da die EILZÜGE da eh nicht halten würde ich die Halte allerdings außen vor lassen.

An der Tullastraße müsste man allerdings bis mindestens zur Hälfte des Niederflurbahnsteigs vorfahren, damit der letzte Wagen an den Bahnsteig passt.
Weinweg und Untermühlstraße find ich nicht so wichtig, dafür kann man am Bf Durlach in die Linie 5 oder S5 umsteigen.
Ist doch eh nur für "Sesselpuppser" gemacht die Haltestelle Untermühlstraße.
An der Untermühlstraße ist auch ein recht großes Wohngebiet, welches durchaus Relevanz hat.
 

Mueck

aus Karlsruhe
Wie viele Dreifachtraktionen erreichen denn so aktuell Durlach über irgendeine Linie pro Tag? D.h. welche Relevanz hat die Frage überhaupt?
 
Hallo zusammen,

wenn wir gerade beim Thema sind. Ich meine mich zu erinnern, dass in der aktuellen Netzkonzeption (?) die Rede davon war, dass die Strecke der S5 von Wörth stadteinwärts bis zur Starckstraße auch eine Sondergenehmigung für Dreifachtraktionen erhalten soll. Weiß jemand was daraus geworden ist?

Viele Grüße

Tobias
 

gt670dn

aus Karlsruhe
Ich sehe dafür aktuell keinen Bedarf. Das könnten ja sowieso nur die Germersheimer Züge sinnvoll nutzen und die einzige Dreifachtraktion dort teilt sich in Wörth auf in 2x S51, 1x S52, was verkehrlich auch gut passt.
 
Die Netzkonzeption war in der Hinsicht schon beim Erscheinen eigentlich direkt veraltet, weil sich das für "Durlacher Allee bis Gottesauer Platz" mit den umgebauten Haltestellen ja erledigt hat (außer theoretisch mit Einschränkungen an der Tullastraße).

In Knielingen wäre das einfach ein automatischer Nebeneffekt, wenn man den barrierefreien Ausbau (wenn er dann mal kommt) so fortführt, wie man ihn an der Herweghstraße angefangen hatte, d.h. 2 Fahrzeuglängen 55 cm + 1 Fahrzeuglänge 34 cm. Wie sinnvoll Dreifachtraktionen dann verkehrlich real wären, ist dabei völlig egal, weil es beim Ausbau in der Form ja hauptsächlich darum geht, sich nicht die mögliche Bedienung von Knielingen mit Fahrzeugen des Gleichstromnetzes zu verbauen.
 
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