Betriebsstörungen im Straßenbahn Netz

So viel zum Gerücht:


"Ab Samstag, 10. Juli 2021, 04:00 Uhr

stehen voraussichtlich wieder so viele Schienenfahrzeuge zur Verfügung, dass alle fahrplanmäßigen Einschränkungen nach der Verunreinigung durch die Vergussmasse wieder aufgehoben werden können.

Somit verkehrt unter anderem die Linie 5 werktags tagsüber wieder im 10-Minuten-Takt.
Zudem können montags bis freitags auf den Linien S2, 3, 4 und 8 wieder alle Eilzug- bzw. Schulfahrten angeboten werden.

Lediglich der Streckenabschnitt der Linie 2 zwischen dem Abzweig Moltkestraße und Knielingen Nord bleibt vorerst weiterhin gesperrt. Hier verkehrt weiterhin ein Schienenersatzverkehr mit Bussen."
 
Aber wenn der GutAchter sagt, er kommt im nächsten halben Jahr, kann man unmöglich so lange die Strecke sperre. Wie will man das den Bewohnern nach bereits 4 Monaten Sperrung im vergangenen Herbst erklären, insbesondere den Senioren, die nicht einfach den Bus nehmen können. Diese Frage sollten sich die VBK auch mal stellen
Je nachdem, wer den Gutachter bestellt, kommt der üblicherweise (um zu vermeiden, dass er Beteiligte bereits kennt oder sich zukünftige Aufträge von ihnen erwartet) von etwas weiter her - wenn man denn einen findet. Ich habe in den letzten 14 Monaten wegen Schwierigkeiten wie Reisebeschränkungen oder fehlende Übernachtungsmöglichkeiten für Ortstermine solche Anfragen nach Gutachten abgelehnt; wer nicht schnell genug 'nein' gesagt hat, hat noch Aufträge auf dem Schreibtisch liegen.
Bei dem einen Gutachten, das ich im März noch angenommen habe, war der Ortstermin erst so spät möglich, dass die erste Stellungnahme erst nach 8 Monaten fertig war. Da hat jetzt ein Jahr lang keiner was repariert, damit die Baufirma nicht die Möglichkeit hat, in Zukunft die Gewährleistung abzulehnen (oder es zumindest lang und breit zu versuchen), weil jemand anderes an der Anlage rumgewerkelt hat. Bei allen, die öffentliche Mittel verbauen, sind da die entsprechenden Vorgaben recht eindeutig. Ohne grünes Licht vom Aufsichtsrat oder sogar vom Gemeinderat wird da niemand abweichen.
Und ich bin mir noch nicht ganz im Klaren, wie ich in der nächsten Zeit mit Anfragen umgehe. Die Glaskugel, die mir sagt, welchen Reise- und Übernachtungsaufwand ich für eventuelle Gerichtstermine im Spätjahr oder Winter treiben muss, ist leider noch sehr trübe🔮...
 
Je nachdem, wer den Gutachter bestellt, kommt der üblicherweise (um zu vermeiden, dass er Beteiligte bereits kennt oder sich zukünftige Aufträge von ihnen erwartet) von etwas weiter her - wenn man denn einen findet. Ich habe in den letzten 14 Monaten wegen Schwierigkeiten wie Reisebeschränkungen oder fehlende Übernachtungsmöglichkeiten für Ortstermine solche Anfragen nach Gutachten abgelehnt; wer nicht schnell genug 'nein' gesagt hat, hat noch Aufträge auf dem Schreibtisch liegen.
Bei dem einen Gutachten, das ich im März noch angenommen habe, war der Ortstermin erst so spät möglich, dass die erste Stellungnahme erst nach 8 Monaten fertig war. Da hat jetzt ein Jahr lang keiner was repariert, damit die Baufirma nicht die Möglichkeit hat, in Zukunft die Gewährleistung abzulehnen (oder es zumindest lang und breit zu versuchen), weil jemand anderes an der Anlage rumgewerkelt hat. Bei allen, die öffentliche Mittel verbauen, sind da die entsprechenden Vorgaben recht eindeutig. Ohne grünes Licht vom Aufsichtsrat oder sogar vom Gemeinderat wird da niemand abweichen.
Und ich bin mir noch nicht ganz im Klaren, wie ich in der nächsten Zeit mit Anfragen umgehe. Die Glaskugel, die mir sagt, welchen Reise- und Übernachtungsaufwand ich für eventuelle Gerichtstermine im Spätjahr oder Winter treiben muss, ist leider noch sehr trübe🔮...
Das ist mir schon klar, dass sowas nicht von einem auf den anderen Tag geht, aber deshalb darf man doch die Strecke nicht einfach auf unbestimmte Zeit sperren. Ich als Passagier, von welchem dieser Saftladen im Jahr über 500 € abzapft, habe die billige Scheiße nicht in die Gleise gebaut und habe daher auch kein Verständnis für eine so lange Sperrung. Tut mir leid, aber bekomme ich deshalb Geld zurück? Nein natürlich nicht.
 
Auch wenn es dich ärgert, natürlich darf man genau deshalb die Strecke erstmal sperren.

Selbst die VBK gibt den Schaden im Millionenbereich an. Die Verantwortlichen dürfen in der Beweissicherung keinen Fehler machen. Scheinbar ist man sich sicher das der Ursprung in diesem Abschnitt liegt, also wird nicht gereinigt und die Schadstellen beseitigt bis die Beweissicherung abgeschlossen ist.

Ich habe keine Ahnung wie lange so eine Beweissicherung benötigt, aber wenn der Gutachter die Arbeit aufgenommen hat wird es relativ schnell gehen. Eine Schließung der Strecke bis zu einem etwaigen Gerichtsurteil ist glaube ich weder notwendig noch ist das angestrebt. Allein der SEV wird wöchentlich fünfstellige Mehrkosten produzieren. Den geeigneten Gutachter zu finden dürfte aktuell der Knackpunkt sein, weshalb es diesen offenkundig noch nicht gibt.
 

Mueck

aus Karlsruhe
Ist das wirklich die einzige Stelle?
Ich dachte, rund um den Tivoli und Zündhütle-BÜ wären mindestens auch noch Kandidaten ...
 
Weiß ich nicht, aber man vermutet scheinbar den Ursprung im Bereich diesen Streckenasts. Alle anderen Stellen können sich auch als Folge diesen Ursprungs herausgestellt haben. Immerhin sind die Bahnen noch Stunden durch das ganze Netzt gefahren und haben den Dreck verteilt.
 

ralf

aus Südstadt
Alle Bahnen der Linie 2, welche ich in letzter Zeit gesehen habe, haben "Knielingen Nord" geschildert. Direkt nach der Trennung von 2 und 6 sind mir aber welche begegnet, welche "Haus Bethlehem" geschildert haben. Warum schildert man nicht das korrekte Ziel, wenn es doch angezeigt werden kann? Optimalerweise hätte man die Anzeige inzwischen mit "SEV von Klinikum nach Knielingen Nord" ergänzen können.
 
Alle Bahnen der Linie 2, welche ich in letzter Zeit gesehen habe, haben "Knielingen Nord" geschildert. Direkt nach der Trennung von 2 und 6 sind mir aber welche begegnet, welche "Haus Bethlehem" geschildert haben. Warum schildert man nicht das korrekte Ziel, wenn es doch angezeigt werden kann? Optimalerweise hätte man die Anzeige inzwischen mit "SEV von Klinikum nach Knielingen Nord" ergänzen können.
Habe ich mich auch schon gefragt. Erst in der Kurve nach der Yorckstraße wechselt es auf „E Haus Bethlehem“. Vorher steht „2 Knielingen Nord (oben) und SEV ab Moltkestraße (unten)“. Auch an den DFI von Wolfartsweier bis Yorckstraße steht Knielingen Nord, was bei so manchen Fahrgästen schon zu Verwirrungen geführt hat. Lustig wird es dann an der Haltestelle Moltkestraße/Städt. Klinikum in der Moltkestraße, wenn auf der DFI „SEV Ettlinger Tor“ anstatt Knielingen Nord steht 😂😂
 

ralf

aus Südstadt
Habe ich mich auch schon gefragt. Erst in der Kurve nach der Yorckstraße wechselt es auf „E Haus Bethlehem“. Vorher steht „2 Knielingen Nord (oben) und SEV ab Moltkestraße (unten)“. Auch an den DFI von Wolfartsweier bis Yorckstraße steht Knielingen Nord, was bei so manchen Fahrgästen schon zu Verwirrungen geführt hat. Lustig wird es dann an der Haltestelle Moltkestraße/Städt. Klinikum in der Moltkestraße, wenn auf der DFI „SEV Ettlinger Tor“ anstatt Knielingen Nord steht 😂😂
Auf den Bahnen, die ich beobachtet habe, stand nur Knielingen Nord und nichts mit SEV. Das an der Haltestelle Moltkestraße ist mir einmal beim Vorbeiradeln aufgefallen, was mich auch verwundert hatte. Bei den anderen Haltestellen im Bereich Moltkestraße/Siemensallee steht "Haltestelle aufgehoben. Bitte benutzen Sie den SEV am Fahrbahnrand."
 
Weiß ich nicht, aber man vermutet scheinbar den Ursprung im Bereich diesen Streckenasts. Alle anderen Stellen können sich auch als Folge diesen Ursprungs herausgestellt haben. Immerhin sind die Bahnen noch Stunden durch das ganze Netzt gefahren und haben den Dreck verteilt.
Vielleicht ist es ja auch so, dass fehlerhafte Vergussmasse auf mehreren Streckenabschnitten eingebaut wurde, aber die Begutachtung von einem dieser Streckenabschnitte für die Beweisführung ausreicht. Der Streckenast nach Knielingen Nord wäre dann eben unter den betroffenen derjenige, den man sich am ehesten leisten kann so lange gesperrt zu lassen, bis der Gutachter kommt.
 
Vielleicht ist es ja auch so, dass fehlerhafte Vergussmasse auf mehreren Streckenabschnitten eingebaut wurde, aber die Begutachtung von einem dieser Streckenabschnitte für die Beweisführung ausreicht. Der Streckenast nach Knielingen Nord wäre dann eben unter den betroffenen derjenige, den man sich am ehesten leisten kann so lange gesperrt zu lassen, bis der Gutachter kommt.
Sind wir etwa Bürger 2. Klasse oder wie darf ich deine Aussage jetzt verstehen ?
 
Sind wir etwa Bürger 2. Klasse oder wie darf ich deine Aussage jetzt verstehen ?
Ich denke niemand bei den VBK hält jemanden für Bürger zweiter Klasse. Fakt ist, es ist ein erheblicher finanzieller Schaden entstanden. Die VBK wollen nun keine Schnellschüsse. Was wäre wenn die VBK übereilig schnell reinigen würde und im Anschluss durch langjährige Gerichtsverfahren sie auf den Kosten sitzen bleiben würden? Was wäre dann für ein Aufschrei in der Stadt? Gerade momentan in der durch Corona sowieso angespannten Finanziellen Lage, wären weitere Einsparungen kaum vermeidbar. Ich denke da vor allem an eine 5 im 20 Minuten Takt oder auch an eine 2 die nur bis Neureuter Straße im 10 Minuten Takt fahren könnte. Deshalb gilt abwarten und keine voreilige Taten wagen. Desweiteren gibt es einen SEV und in Knielingen ist die S5 nicht weit. An der Herweghstraße je nach Wagentyp der S5 auch barrierefrei in Stadtrichtung. Ich denke daher ist es vertretbar den Streckenast so lange wie nötig gesperrt zu halten. Ich verstehe den Unmut generell aber 1. Wie erwähnt einen guten SEV gibt es und 2. In Knielingen ist die S5 nicht weit. Dazu gibt es an der Hertzstraße Anschluss zum Bus in die Nordweststadt und dem Entenfang. Daher hält sich der Ausfall der Strecke wirklich in Grenzen.Die Rüppurer Straße gesperrt zu lassen wäre weit verheerender gewesen. ..
 
Ich denke niemand bei den VBK hält jemanden für Bürger zweiter Klasse. Fakt ist, es ist ein erheblicher finanzieller Schaden entstanden. Die VBK wollen nun keine Schnellschüsse. Was wäre wenn die VBK übereilig schnell reinigen würde und im Anschluss durch langjährige Gerichtsverfahren sie auf den Kosten sitzen bleiben würden? Was wäre dann für ein Aufschrei in der Stadt? Gerade momentan in der durch Corona sowieso angespannten Finanziellen Lage, wären weitere Einsparungen kaum vermeidbar. Ich denke da vor allem an eine 5 im 20 Minuten Takt oder auch an eine 2 die nur bis Neureuter Straße im 10 Minuten Takt fahren könnte. Deshalb gilt abwarten und keine voreilige Taten wagen. Desweiteren gibt es einen SEV und in Knielingen ist die S5 nicht weit. An der Herweghstraße je nach Wagentyp der S5 auch barrierefrei in Stadtrichtung. Ich denke daher ist es vertretbar den Streckenast so lange wie nötig gesperrt zu halten. Ich verstehe den Unmut generell aber 1. Wie erwähnt einen guten SEV gibt es und 2. In Knielingen ist die S5 nicht weit. Dazu gibt es an der Hertzstraße Anschluss zum Bus in die Nordweststadt und dem Entenfang. Daher hält sich der Ausfall der Strecke wirklich in Grenzen.Die Rüppurer Straße gesperrt zu lassen wäre weit verheerender gewesen. ..
Die vielen älteren Menschen in meiner Nachbarschaft, haben aber massive Probleme mit dem Bus, da die Sturzgefahr erhöht ist. Viele Arzttermine sind jedoch leider nicht vermeidbar und somit sind sie auf eine funktionierende Straßenbahnverbindung angewiesen
 
Sind wir etwa Bürger 2. Klasse oder wie darf ich deine Aussage jetzt verstehen ?
Natürlich nicht. Aber so ist nur ein Außenast des Netzes betroffen, so hart es für die dortigen Anwohner auch ist, und bei der Rüppurrer Straße wäre es fast das ganze Netz. Nur ein Außenast des Straßenbahnnetzes wäre zwar auch am Zündhütle betroffen gewesen, dafür aber auch der Autoverkehr auf der Südtangente-Ost und zudem die Umsteigeverbindungen von/zu diversen Buslinien, die die Bergdörfer bedienen.

Ältere Fahrgäste, die schlecht zu Fuß sind, gibt es übrigens auch anderswo, auch dort, wo ganz regulär nur eine Buslinie und keine Straßenbahn verkehrt. Trotzdem geht die Welt nicht unter.
 

dob205

aus Karlsruhe, im schwäbischen Exil mit S4-Anbindung
Letztlich sehe ich es auch wie lima, dass das Gutachten sorgfältig gemacht werden muss. Somit muss die VBK nicht auf den Kosten sitzenbleiben, was gerade im Hinblick auf die Taktungen, einer eventuellen Verlegung der 4 in den Stadtbahntunnel im Falle doch ausreichender Kapazität oder einer möglichen Investition für ein CBTC-System, barrierefreiem Ausbau und weiteren Streckenneubauten bei sitzenbleibender Kosten gefährdet wäre.
 

dob205

aus Karlsruhe, im schwäbischen Exil mit S4-Anbindung
Hatten nicht schon lima, svenman und andere das nicht schon vorher klargestellt? Und wenn halt der Gutachter wegen Corona leider noch länger als nötig braucht, dann ist das leider so. Und irgendwelche Schnellschüsse für eventuelle Regressforderungen und dadurch auf den Verkehrsbetrieben sitzenbleibende Kosten sorgt dafür, dass das ganze Netz den Schaden davonträgt statt dass ein einziger Außenast für einige Wochen oder hoffentlich schneller außer Betrieb ist. Dazu ist ja nicht mal die Strecke für immer dicht. Der Gutachter macht sein Zeug und dann wird auch von der VBK im Eiltempo alles gemacht, was auch in der Rüpurrer Straße und am Zündhütle gemacht wurde und bislang hervorragend funktioniert hat.
 
Corona sehe ich da nicht als Grund. Eher das Grundproblem das es für so ein Gutachten nicht viele Experten gibt und davon keiner auf den Anruf der VBK gewartet hat. Daher kann das allein deshalb schon etwas dauern.
 

dob205

aus Karlsruhe, im schwäbischen Exil mit S4-Anbindung
Stimm zu, dass Corona nicht unbedingt der Grund ist, kann aber auch ein möglicher Grund sein.
 
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