AVG/VBK/KVV Netzkonzeption 2020/2030

Im Blickpunkt Straßenbahn stand vor einem Jahr ein Bericht über den damaligen Planungsstand. Einige Aussagen daraus:
  • zwei Drittel der Fahrgäste der S31/32 hat ihr Ziel im Bereich der Innenstadt Karlsruhe
  • baulich ist eine niveaugleiche Verknüpfung sowohl nördlich des Durlacher Bahnhofs als auch am Gleisbauhof möglich. Baukosten in beiden Fällen ca. 10 Mio EUR
  • die S3 soll künftig 2 mal pro Stunde mit Halt an allen Zwischenstationen (also auch Weingarten, Untergrombach, Bruchsal GBZ) nach Karlsruhe verkehren
  • die S31/32 soll im 20/40-Minuten-Takt fahren, wobei bei einer Verknüpfung am Gleisbauhof eine Linienführung Richtung Kriegsstraße vorgesehen ist (über den Endpunkt steht nichts im Bericht)
Meiner Meinung nach wäre eine Führung über Ettlinger Tor und Karlstor zum Europaplatz ideal, dann müsste man allerdings im Bereich Europaplatz ein Kehrgleis bauen.
 

Mueck

aus Karlsruhe
  • zwei Drittel der Fahrgäste der S31/32 hat ihr Ziel im Bereich der Innenstadt Karlsruhe
"Früher", also Anfangszeiten des Karlsruher Modells, hieß es, dass die Weingartener mehrheitlich die City als Ziel hätten, alle weiter nördlich eher den Hbf. Scheint sich also gewandelt zu haben ...

  • baulich ist eine niveaugleiche Verknüpfung sowohl nördlich des Durlacher Bahnhofs als auch am Gleisbauhof möglich. Baukosten in beiden Fällen ca. 10 Mio EUR
Nördlich hätte den Charme, dass man, wenn's ginge, das Boschgleis tw. reaktivieren bzw. bis zum Herdweg verlängern könnte, um dort irgendwo einen Haltepunkt am Gewerbegebiet zu bekommen. Dann könnte man auch bahnhofsgebührensparend im eigenen Bereich des Bf Durlach halten. Dann Durlacher Allee oder wieder zurück zur südlichen Ausfädelung ,,,
  • die S3 soll künftig 2 mal pro Stunde mit Halt an allen Zwischenstationen (also auch Weingarten, Untergrombach, Bruchsal GBZ) nach Karlsruhe verkehren
Ok, dann braucht man die Weiterfahrt zum Hbf nicht mehr so dringlich ...
  • die S31/32 soll im 20/40-Minuten-Takt fahren, wobei bei einer Verknüpfung am Gleisbauhof eine Linienführung Richtung Kriegsstraße vorgesehen ist (über den Endpunkt steht nichts im Bericht)
Dann hat man ja gerade die spannendste Frage unbeantwortet gelassen ...
Meiner Meinung nach wäre eine Führung über Ettlinger Tor und Karlstor zum Europaplatz ideal, dann müsste man allerdings im Bereich Europaplatz ein Kehrgleis bauen.
Zum schnellen Wenden hätte man den schon genannten Kaiserplatz oder auch den Gleiswechsel in der Karlstr, wenn man nur bis dort fährt (Halt an einem 55er Bahnsteig möglich. Bis das soweit ist, ist da ja weniger los ....
Muss man aber Verspätungen puffern, geht's an beiden Stellen nicht, dann braucht man ein Kehrgleis, bspw. in der Karlstr. neben dem Saturn (auf den Euro wird man mit sowas nicht rauf dürfen ...) oder einfach ein schönes Ziel weiter im Westen.
 

Mueck

aus Karlsruhe
Naja, ich denke nicht, dass man mit EBO-Regelfahrzeugen mit vmax 50 km/h auf der BMO rumfahren wollen würde. Somit sind alleine schon deshalb LNT-Fahrzeuge (=Stadtbahn) auf dieser Strecke gesetzt.
Nicht sicher genug. Man könnte ja die S31/S32 wieder in Bruchsal enden lassen, damit man den Rest ausschreiben kann, so wie man auch die Murgtalbahn bricht ...
 
den Gleiswechsel in der Karlstr [...] Bis das soweit ist, ist da ja weniger los ....
Das würde ich für äußerst unglücklich halten. Drei statt heute vier Linien ist auch nicht so viel weniger und bedeutet entweder ungünstige Fahrpläne für die restlichen Linien à la 1/1/8-Intervall oder so ähnlich um ein halbwegs ausreichendes Zeitfenster zum Wenden zu schaffen (zumindest theoretisch - wie gut das praktisch klappt, ist nochmal eine andere Sache), oder unvernünftig kurze Wendezeiten für die Stadtbahn und trotz unvernünftig kurzer Wendezeiten ein Risiko dass man die nächste Straßenbahn dahinter aufhält.

... ist zwar besser, aber für regelmäßiges Wenden von Zugverbänden auch nicht geeignet, da man dann jedesmal eine Ehrenrunde drehen muss, wenn hinter einem eine weitere Bahn Richtung Westen will.

Außerdem ist nach der Philosophie der Kombi die Kriegsstraße doch eine vollwertige Alternative zur Kaiserstraße und gut genug für die Fahrgäste die in die Innenstadt wollen, es gibt also gar keine Veranlassung, am Karlstor rechts abbiegen zu wollen... :whistle:

am Karlsruher Ostring auf ihrem Weg ins Zentrum höhengleich queren
Wo wird denn nun ausgeschleift oder gequert?
Nach der BNN hätte ich vermutet, dass man irgendwo da queren will statt die alte Rampe zu nutzen, die irgendwo da anfängt, aber nach Original-PM könnte das weiter die naheliegendste Lösung sein.
Ich glaube das würde den Artikel etwas überinterpretieren - auch bei einem einfachen Abzweig zwischen Brücke über die Gütergleis und Beginn des Linksbogens Richtung Hbf hast du eine "Querung" - das stadtauswärtige Stadtbahngleis kreuzt ja das Regelgleis Richtung Hbf höhengleich.
Den Abzweig die Rampe runter durfte ich übrigens bei einem Praktikum zwecks Trassenfreihaltung (die DB war wohl gerade am überlegen, nicht mehr benötigte Grundstücke in der Gegend abgeben zu wollen) mal überschlägig trassieren.


Derweil beginnt die BNN bereits Panik über die anschließende Kreuzung des Ostrings zu verbreiten, obwohl es da absehbar um gerade mal sechs Fahrten pro Stunde (insgesamt, nicht pro Richtung!) geht - ist ja nicht so, als ob es nicht in beiden Richtungen wenige hundert Meter weitere größere Kreuzungen gibt, die die Straßenkapazität nicht unmaßgeblich bestimmen, und auch aus dem Schlachthofgelände dürften in der Hauptverkehrszeit mehr als nur sechs Fahrzeuge pro Stunde ein- und ausfahren.

Nebenbei bemerkt, lohnt es sich vielleicht, die Beiträge zur S31/32 in ein eigenes Thema zu verschieben?
 
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