Turmbergbahn

Leider verkehrt in den Wintermonaten die Turmbergbahn nur noch an Wochenenden und dann auch nur noch bis 18 Uhr.
PRO BAHN findet diese eingeschränkten Betriebszeiten wenig attraktiv, und fordert eine Ausdehnung der Betriebszeiten und begründet das wie folgt:
Nach ihrer Erneuerung wird die Turmbergterrasse immer stärker frequentiert. Auch die ansässige Gastronomie macht inzwischen ein breiteres Angebot, und in den Adventswochen findet dort sogar ein Weihnachtsmarkt, der mindestens bis 21 Uhr andauert, statt. Es braucht nicht besonders erwähnt zu werden, dass für alle, die nicht mit dem Auto anreisen wollen, diese Ziele nur unter erschwerten Bedingungen oder gar nicht erreichbar sind.
Auch macht sich der enorme Parkdruck rund um die Bergstation unangenehm bemerkbar. Eine Ausdehnung der Betriebszeiten der Turmbergbahn könnte dem entgegenwirken.
Sinnvoll wäre laut PRO BAHN auch, man würde den dortigen Parkplatz bewirtschaften. Sicher könnte dadurch die eine oder andere Fahrt auf die umweltfreundliche Turmbergbahn verlagert werden, vorausgesetzt die Betriebszeiten ermöglichen dies.

PRO BAHN schlägt deshalb folgendes vor.
Die Betriebszeiten der Turmbergbahn werden auf die Wochentage ausgedehnt und abends verlängert.
Der Parkplatz am Turmberg wird bewirtschaftet.
Die Einnahmen der Parkraumbewirtschaftung können für die erhöhten Ausgaben für die Betriebsausweitungen der Turmbergbahn verwendet werden.
 
Mit der Erweiterung zur B3 (besser wäre zur Endhaltestelle) und der Automatisierung soll ja irgendeine Erweiterung der Betriebszeiten kommen... Schon heute ist es ganzjährig bescheuert, daß sie nicht so lange fährt, wie man mit der 1 noch von der Endhaltestelle wegkommt.
 
Auszug aus dem Protokoll der Sitzung des Ortschaftsrates Durlach vom Juli 2019:



„ … Die Vorsitzende (Ortsvorsteherin Alexandra Ries) erklärt, dass die Parkraumbewirtschaftung heute kein Thema wäre. Die schließe sich dadurch nicht aus, dafür benötige man einen gesonderten Antrag. Wegen der Uhrzeit, die 22 Uhr, würde sie in der Tat sagen, dass man die Uhrzeit für den heutigen Beschluss offen lässt, und dies besser allgemein formuliert. Die genaue Uhrzeit und weitere Details könne man dann in den Antrag an den Gemeinderat formulieren. Dieses Gremium, der Ortschaftsrat spricht sich für die Verlängerung der Betriebszeiten der Turmbergbahn in den Sommermonaten aus, und die genauen Zeiten werden dann noch definiert. Darüber könne man dann noch sprechen, da wäre 22 Uhr in der Tat zu kurz. Stimme man hier ab, wäre das der eine Bereich, bei dem man dann schon weiter arbeiten könne.

Die Details des Antrags an den Gemeinderat, der uns unterstützen solle, den mache man dann in der nächsten Sitzung. In der Sommerzeit könne sich jeder überlegen, ob er dazu noch zusätzliche Anträge habe, was den Turmberg betreffe. Wobei sie die Parkraumbewirtschaftung nicht mit einem Antrag über die Verlängerung der Turmbergbahn verquicken würde. Sie würde hier zwei Anträge stellen, dann könne man diese zusammen führen, wo es zusammen passt.

Sie fragt das Gremium, wer dem zustimmt:

Abstimmung: einstimmige Zustimmung.“


 
Neueste Infos:
Die Betriebserlaubnis der bestehenden Bahn wurde bis 31.10.2022 verlängert.
Die VBK planen tatsächlich eine Verlängerung bis zur Straßenbahnhaltestelle Turmberg.
Da der Betrieb vollautomatisch abgewickelt werden soll, können die Betriebszeiten an die Zeiten der Straßenbahn angeglichen werden. D.h.: fast rund um die Uhr!
Planfeststellung 2022.
Die Geschwindigkeit soll erhöht werden auf 3 bis 4 m/s., heute 2 m/s.
Bei einer Vorstellung des Projektes am 23.10.19 im Pfinzgaumuseum Durlach wurden wieder einmal von Gegnern die alten Argumente gebracht:
Busalternative, autonom und elektrisch, "Die Leute können laufen", "Rechnet sich das alles?", und wieder einmal paken, parken, parken! Nicht zu vergessen, kleine Umwege für den Autoverkehr sind ein Drama.
 
Ab sofort kann man auch von Freitagabend bis Sonntagabend die Turmbergbahn nutzen:
Hier die PM der VBK:
"Auch abends über die Aussicht auf das beleuchtete Karlsruhe staunen und einen Glühwein beim gemütlichen Weihnachtsmarkt „Winterzauber“ von Sören Anders auf dem Turmberg genießen: Das können Fans des Hausbergs ab heute Abend, 15. November. Denn die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) weiten die Fahrzeiten der beliebten Turmbergbahn aus. Bis Ende Dezember erklimmt Deutschlands älteste Standseilbahn dann immer freitags ab 16.30 Uhr den Turmberg. Die letzte Talfahrt findet um 21.15 Uhr statt. Samstags und sonntags fährt die Bahn ab 10 Uhr und startet ebenfalls um 21.15 Uhr letztmals hinunter zur Talstation."
 
Gemeinderat stimmt für Verlängerung der Turmbergbahn bis zur B3, also bis zur Haltestelle der Linie 1: https://bnn.de/karlsruhe/karlsruhe-...rd-erneuert-und-reicht-kuenftig-bis-an-die-b3
Leider ist der Artikel wegen Bezahlschranke nur teilweise lesbar.
Es wurde ja diskutiert, eine Zwischenstation einzurichten. Das wäre meines Erachtens am Besten nicht am Standort der derzeitigen Talstation, sondern ein paar Meter höher dort, wo sich die Bahnen begegnen.
 

Mueck

aus Karlsruhe
Das war Thema im Durlacher Ortschaftsrat, siehe Dokumente dort, und die Zwischenstation war unterhalb der heutigen, noch unterhalb der Kreuzung. Dann stünde der 2. Wagen in der Landschaft rum, so dass man überlegen sollte, ob man da nicht auch eine Station einrichtet, das wäre dann oberhalb vom Wolfweg unter den nächsten, wäre auch interessant. Leider habe ich noch keine genauen Höhenpläne gesehen, um das genauer zu spezifizieren. VBK ist aber nicht begeistert, weil das aufhält. Aber es wäre attraktiver für Anwohner und die obere Z. auch für Spaziergänger Richtung Weinberge
 
Das war Thema im Durlacher Ortschaftsrat, siehe Dokumente dort, und die Zwischenstation war unterhalb der heutigen, noch unterhalb der Kreuzung. Dann stünde der 2. Wagen in der Landschaft rum, so dass man überlegen sollte, ob man da nicht auch eine Station einrichtet, das wäre dann oberhalb vom Wolfweg unter den nächsten, wäre auch interessant. Leider habe ich noch keine genauen Höhenpläne gesehen, um das genauer zu spezifizieren. VBK ist aber nicht begeistert, weil das aufhält. Aber es wäre attraktiver für Anwohner und die obere Z. auch für Spaziergänger Richtung Weinberge
gleich 2 Zwischenstationen, davon eine in der Pampa. Da wäre noch weniger los als an der "Elbinger Strasse (Ost)" in der Waldstadt. Und am Hang kostet das richtig Schotter/Kohle/Knete Der Kosten-Nutzen-Faktor dürfte unterirdisch sein.
 
Die VBK habe in der Durlacher OR-Sitzung mitgeteilt, dass eine Haltestelle bei Bedarf nachträglich eingerichtet werden kann. Ob diese Haltestelle dann kommt, ist natürlich unsicher. Viel wichtiger ist, dass jetzt alle an einem Strang ziehen, so dass die Verlängerung der Turmbergbahn realisiert wird. Deshalb keine Sonderwünsche und lasst bitte die Knüppel im Sack!
 

Mueck

aus Karlsruhe
gleich 2 Zwischenstationen, davon eine in der Pampa. Und am Hang kostet das richtig Schotter/Kohle/Knete Der Kosten-Nutzen-Faktor dürfte unterirdisch sein.
Ob die wirklich in der Pampa läge, das würde ich gerne mal auf einem Plan genauer ansehen ...
Wolfweg wäre womöglich gut erreichbar und/oder oberes Ende Guggelenberg auch, das wäre eine ähnliche Distanz wie zur Bushaltestelle "unten im Tal", aber eben nicht quer den Buckel 'nuff.
Die VBK habe in der Durlacher OR-Sitzung mitgeteilt, dass eine Haltestelle bei Bedarf nachträglich eingerichtet werden kann. Ob diese Haltestelle dann kommt, ist natürlich unsicher. Viel wichtiger ist, dass jetzt alle an einem Strang ziehen, so dass die Verlängerung der Turmbergbahn realisiert wird.
Wenn sie nachträglich gebaut würde, dann wären die Kosten vermutlich deutlich höher und derKosten-Nutzen-Faktor wirklich unterirdisch und womöglich auch weniger gut bezuschusst, als wenn man es in einem Aufwasch macht, man erspart sich ja evtl. das "Aufräumen" von Rückbauten, wenn man stattdessen dort einen Bahnsteig bauen kann. Warum also nicht JETZT einfach mal durchrechnen lassen, wie sich 1-2 Halte auswirken, kostenmäßig, wie auch betrieblich. Wenn es angeblich so viel Kapazität kostet, wie in der OR-Vorlage behauptet, ist die Nachrüstbarkeit eh Augenwischerei, denn dann müsste man dann zum Ausgleich für Spitzenzeiten bspw. evtl. größere Fahrzeuge einsetzen, worauf Berg- und Talstation dann nicht eingerichtet wären etc.
Der Nutzen einer zweiten Station steht in keinem Verhältnis zum Zeitverlust, den sie für alle bringen würde, die die Station nicht brauchen.
Meinst Du jetzt "meine" 2. Station oder einen Zwischenhalt prinzipiell?
Bei der in der oben verlinkten Vorlage avisierten Lage der einen, bisher angedachten Station (vermutlich wäre bei einer mittigen Lage keine Barrierefreiheit möglich und damit der Nutzen für "fußkranke" Anwohner annähernd Null, während von der Lage unterhalb des Knotens eine relativ ebene Erreichbarkeit etlicher Häuser gegeben wäre) muss die Bahn eh 2x halten, sofern beide Wagen genutzt würden (in Schwachlastzeiten ginge mit nur 1 Wagen in Betrieb wie heute auch nur 1 Halt, aber zu solchen Zeiten ist's eh relativ egal), und mit sowieso 2 Halten macht es zeitlich keinen wirklichen Unterschied mehr, ob es dort auch einen Bahnsteig gibt, an dem vereinzelte aussteigen, oder nicht.
Wenn's prinzipiell um Zwischenhalte ja/nein geht, dann ist der Zeitverlust natürlich ein Argument. Die Vorlage spricht ja grob von Verdoppelung und dadurch Kapazitätshalbierung, daher muss die Frage von Zwischenstation(en) auch jetzt geklärt sein und darf nicht auf irgendwann verschoben werden.
 
Mueck
Ich sprach generell von Zwischenhalten. Wegen einer Station 200m weiter weg eine Verdoppelung der Fahrtzeit in Kauf zu nehmen, halte ich für ein zu großes Opfer. Das finde ich auch, wenn es zwei Zwischenstationen gäbe, denn die zweite wäre ja dann nur etwa 100m von der ersten entfernt, um dann nach nochmal 200m den Turmberg zu erreichen. Die Bahn führe dann also los, 200m 1. Halt, dann 100m weiter 2. Halt, 200m weiter Endpunkt (oder ist da ein Denkfehler drin?), weiß gar nicht, ob man das noch als fahren bezeichnen kann.
 
Bürger-Info zum Umbau der Turmbergbahn:
mit einigen PDF-Dateien zum herunterladen.
Die neuen Fahrzeuge haben einen variablen Winkel zwischen Fahrwerk und Fahrgastraum, um die unterschiedliche Steigung an Berg- und Talstation zu kompensieren und die Sitze der Fahrgäste stets horizontal zu halten.
Es gibt auch ein Youtube-Video
, unter dem sich ein Vertreter der "Es war schon immer so, es bleibt wie es ist, da könnte ja jeder kommen"-Szene in den Kommentaren entblöst hat. Das nicht unbekannte "Argument": "Da wollen sich nur einige Ortschaftsräte ein Denkmal setzen". Mit dieser "Begründung" könnte man jedes Bauprojekt in KA ablehnen. Peinlich. Im Vergleich zu den Kosten des Umbaus(!) des Staatstheaters sind die Kosten für die Standseilbahn sehr moderat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zumal das Land ja auch einiges beisteuern würde. Eine autonom fahrende Bahn würde die Fahrzeiten deutlich erweitern und eine Verlängerung zur Endhaltestelle der 1 steigert die Attraktivität enorm.
 
Wäre der Hang am Turmberg nicht ganz so steil, hätte sich das Triester Modell empfohlen, also die Durchbindung von Wägelchen der Linie 1 auf den Turmberg. Hier sieht man, wie die Kombination aus Straßenbahn und Standseilbahn funktioniert:
Und für alle, die von einer Durchbindung der Schlossgartenbahn ins Straßenbahnnetz träumen wird hier gezeigt, wie man es in der Schweiz macht:
Und für alle, die es in klarem Schwiizerdütsch erklärt haben wollen:
Alles klar?
 
Zuletzt bearbeitet:

Mueck

aus Karlsruhe
Wäre der Hang am Turmberg nicht ganz so steil, hätte sich das Triester Modell empfohlen, also die Durchbindung von Wägelchen der Linie 1 auf den Turmberg.
Fährt die eigentlich wieder? In WP ist die (fragliche) Wiederaufnahme noch für Herbst 2020 angekündigt ...
Triest 26%, Turmberg 36% ...
Für einen Übergang wäre Zahnrad vmtl. einfacher umzusetzen, wobei man dann teurere Fahrzeuge in größerer Zahl bräuchte, würde man die ganze 1 bestücken wollen. Eher wäre dann ein Ende am Schlossplatz oder besser Bf Durlach mit bahnsteiggleichen Übergang nach Rest-KA denkbar. So könnte man eines Tages auch bis zum Schützenhaus weiterfahren ...

Aber der Zug ist eh angefahren, bleiben wir also beim Solo-Standseil ohne Durchbindung ...

Wenn ich das in den leider zu unscharfen Plänen richtig orakel, müsste bei einer Mittelstation knapp unterhalb der Kreuzung der heutigen Talstation (das wäre ungefähr dort, wo jetzt noch eine Kurve geplant ist, die etwas weiter den Berg runter müsste, dann wäre der Ausstieg in der Gerade auf der Nordseite der Bahn) der 2. Wagen knapp unterhalb der 2-Wege-Brücke stehen (also ca. dort), da böte sich dann, da der 2. Wagen ja eh steht, noch eine Mittelstation anbieten. Für Wanderer interessant, die gleich in die Weinberge wollen ohne Umweg über die Bergstation und überlaufene Terrasse. Außerdem wäre der Weg zum Guggelensberg von der Turmbergbahn ähnlich lang wie der von der Bushaltestelle, so dass sie bei Integration in den KVV (scheint geplant) auch ÖV-Nutzen haben könnte. Zum Wolfweg runter bräuchte man eine Treppe auf dem Platz der alten Ausweiche, dann hat man auch die als potentielle Kunden.
 
So sieht eine Standseilbahn aus, die auf öffentlichen Straßen fährt. Die Rille für den Zugriff auf das Seil scheint schmäler als die Rillen für die Räder zu sein. Ort: Lisboa(Lissabon)
Und zu den Cable Cars in San Francisco darf sich jeder selbst an der Such(t)maschine betätigen.
 

Mueck

aus Karlsruhe
Eine andere "moderne" in Portugal wird in den Präsentationen erwähnt (und drastisch bebildert): Der Spalt für's Seil sei in Schland nicht zulässig ... Aber der dort schien breiter als im Video. Geht aber auch um die Tiefe und was im Inneren der Rille lauert ...
Davon abgesehen: Neubau versus Bestandsschutz von Anno Domini ...
Runterradeln würde ich da nicht wollen, schon gar nicht mit meinem dreispurigen rillenfindenden Liegedreirad ... ;-)

Ah, gegen Ende wird kräftig gezoomt, da erkennt man, dass die Seilrinne eine Idee breiter als die Schienenrille ist.
 
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