DB Sperrung Landau - Winden wegen eingestürztem Dachsbau

Pro Bahn will, dass auf der Strecke wieder Züge fahren, um den Menschen, die in der Südpfalz unterwegs sind, ein ordentliches Angebot machen zu können. Damit soll ein Beitrag zur Verkehrswende geleistet werden. Ich glaube nicht, dass es Naturschutzorganisationen gibt, die gerade dort den Lebensraum der Dachse sichern wollen.
Dass im Jahre 2025 noch mal Züge zwischen Landau und Winden fahren ist realistisch betrachtet eher unwahrscheinlich. Je nach Umfang der Dachsbauten und der entsprechenden zu erfüllenden Gesetzlichen Auflagen ist an zu nehmen dass eine nachhaltige Sanierung der Strecke mindestens 1 Jahr dauern wird, eher deutlich länger.

Es sind übrigens auch schon in der Südpfalz Wirtschaftswege und Landesstraßen teilweise einegbrochen wegen Dachsbauten, dabei ist vor vielen Jahren mal ein Weinbauer auf seinem Traktor schwer verletzt worde, als der Wirtschaftsweg unter seinem Traktor eingebrochen ist.

Dachse und ihre Bauten unterliegen dem Bundesnaturschutzgesetz und der Berner Konvention von 1979. Sprich es bedarf für jeden Dachsbau der zerstört werden soll/muss einer Einzelfallprüfung und Genehmigung durch die Bundesnaturschutzbehörde, die Tire dürfen weder gefangen noch getötet werden, bejagt werden dürfen Dachse nur von August bis November.
 
Mit Inbetriebnahme des ESTW Germersheim hat man die Reaktivierung der Strecke Germersheim - Landau zumindest erheblich erschwert. Die Weiche im Bahnhof Germersheim auf die Strecke Richtung Landau wurde Ersatzlos entfernt und das Einfahrsignal und die Vorsignalwiederholer in das Gleisbett der Strecke nach Landau gesetzt und dafür entsprechend die Gleise entfernt. Das dürfte also ein erheblicher Akt werden die Strecke wieder zu reaktivieren und das in Zeiten in denen das Land Rheinland-Pfalz bei den ÖPNV Mitteln deutlich sparen muss...
Oje. Gerade die Rheinschiene ist doch die Gegend von Rheinland-Pfalz und darüber hinaus, in der es wirtschaftlich läuft. Dazu Landau als Universitätsstandort. Vor allem dann, wenn Dachsbauten die ohnehin marode Hauptstrecke der Bahn für Monate oder Jahre lahm legen, wäre eine Umleitungsmöglichkeit wichtig.
 
Der SEV wird in den nächsten Jahren ja immer mehr werden.
Man braucht ein Bus, bisschen Anzeigeziel und so und ein Busfahrer für 10.75€/h und dann ab geht die Post 😅
 
Dass im Jahre 2025 noch mal Züge zwischen Landau und Winden fahren ist realistisch betrachtet eher unwahrscheinlich. Je nach Umfang der Dachsbauten und der entsprechenden zu erfüllenden Gesetzlichen Auflagen ist an zu nehmen dass eine nachhaltige Sanierung der Strecke mindestens 1 Jahr dauern wird, eher deutlich länger.
Dann fallen dieses Jahr wohl meine Ausflüge in die Region hinter Winden weitgehend aus. Immerhin lassen sich so derzeit noch Sparpreis-Fernverkehrstickets mit RE6-Vor-/Nachlauf buchen, deren Zugbindung dann wohl. aufgehoben wird.
 
Dass im Jahre 2025 noch mal Züge zwischen Landau und Winden fahren ist realistisch betrachtet eher unwahrscheinlich. Je nach Umfang der Dachsbauten und der entsprechenden zu erfüllenden Gesetzlichen Auflagen ist an zu nehmen dass eine nachhaltige Sanierung der Strecke mindestens 1 Jahr dauern wird, eher deutlich länger.

Es sind übrigens auch schon in der Südpfalz Wirtschaftswege und Landesstraßen teilweise einegbrochen wegen Dachsbauten, dabei ist vor vielen Jahren mal ein Weinbauer auf seinem Traktor schwer verletzt worde, als der Wirtschaftsweg unter seinem Traktor eingebrochen ist.

Dachse und ihre Bauten unterliegen dem Bundesnaturschutzgesetz und der Berner Konvention von 1979. Sprich es bedarf für jeden Dachsbau der zerstört werden soll/muss einer Einzelfallprüfung und Genehmigung durch die Bundesnaturschutzbehörde, die Tire dürfen weder gefangen noch getötet werden, bejagt werden dürfen Dachse nur von August bis November.

Vielen Dank für die Klarstellung. So ausführlich konnte ich es heute Mittag auf dem Smartphone nicht schreiben. Zusätzlich oder im besten Fall parallel zur Umsiedlung/Bejagung, kommen je nach Art und Umfang der Ausschreibungen dann nochmals bis zu 6 Monate (bei einer EU-weiten Ausschreibung) oben drauf. Die reine Planung und Bauzeit zur Verfüllung ("ein bissel Beton anmischen und reinkippen") und Sanierung dürfte dagegen vernachlässigbar sein.

Das Bundesnaturschutzgesetz steht deutlich über dem Verkehrsbedürfnis der Südpfalz und auch über einer Verkehrswende.
Vermutlich sollte ProBahn in diesem Fall also eher das EU Parlament und den Bundestag anrufen, als diesen unqualifizierten Beitrag über die DB zu verbreiten.
 
Wäre die A65 dann auch für den Rest des Jahres und darüber hinaus gesperrt, wenn Sie aufgrund eines Dachsbaus nicht mehr sicher befahrbar wäre?
Selbstverständlich wäre die A65 von Dachsbauten und deren Auswirkungen auch betroffen. Dies ist nur nicht sehr wahrscheinlich, weil Dachse den hoch verdichteten Unterbau von Straßen nicht so gerne mögen. Wirtscahftswege waren in der Pfalz aber durchaus auch schon von längeren Sperrungen betroffen wegen Dachsbauten.
 
Oje. Gerade die Rheinschiene ist doch die Gegend von Rheinland-Pfalz und darüber hinaus, in der es wirtschaftlich läuft. Dazu Landau als Universitätsstandort. Vor allem dann, wenn Dachsbauten die ohnehin marode Hauptstrecke der Bahn für Monate oder Jahre lahm legen, wäre eine Umleitungsmöglichkeit wichtig.
Du scheinst Rheinland-Pfalz und seine Wirtschaft entweder zu unter- bzw überschätzen und dich auch mit Streckenkategorien nicht so auszukennen.
Wirtschaftlich bedeutend für Rheinland Pfalz ist zu Erst mal die Gegend um Ludwigshafen (BASF usw), Mainz/Ingelheim (Universität, Landeshauptstadt, Schott Glas, Böhringer, Rheinhafen), Bingen/Bad Kreuznach (Schneider Optische Werke, FWT Feintechnik) und Trier (Universität). Die Universität von Landau ist lediglich eine bessere "Außenstelle" der Universität Kaiserslautern mit 3 Geisteswissenschaftlichen Fakultäten. Von der Strecke Wörth - Neustadt ist lediglich der Abschnitt Neustadt - Winden eine 2-gleisige Hauptstrecke mit der ehemaligen 2-gleisigen Fortsetzung Richtung Wissembourg - Strasbourg. Die Strecke Winden - Wörth war schon immer nur eine eingleisige Nebenstrecke, sie hat sich erst seit 1945 zum Hauptast entwickelt, ist aber weder als Hauptstrecke trassiert (sieht man schon an den vielen Bögen, den vielen Bahnübergängen und der langsamen Höchstgeschwindigkeit der Strecke, noch als solche nutzbar.
 
Du scheinst Rheinland-Pfalz und seine Wirtschaft entweder zu unter- bzw überschätzen und dich auch mit Streckenkategorien nicht so auszukennen.
Wirtschaftlich bedeutend für Rheinland Pfalz ist zu Erst mal die Gegend um Ludwigshafen (BASF usw), Mainz/Ingelheim (Universität, Landeshauptstadt, Schott Glas, Böhringer, Rheinhafen), Bingen/Bad Kreuznach (Schneider Optische Werke, FWT Feintechnik) und Trier (Universität).
Davon liegt lediglich Trier nicht in der Nähe des Rheines. Zudem dürfte Daimler Truck in Wörth und Germersheim wirtschaftliche Bedeutung haben. Daneben der Pendlerverkehr ins Badische wichtig. Eine Karte bezüglich BIP gibt es hier.

Die Universität von Landau ist lediglich eine bessere "Außenstelle" der Universität Kaiserslautern mit 3 Geisteswissenschaftlichen Fakultäten.
Wobei auch der schnellste Deutschland-Ticket-Weg zur Universität Kaiserslautern, teils auch von Karlsruhe aus gependelt, über Landau führt.

Von der Strecke Wörth - Neustadt ist lediglich der Abschnitt Neustadt - Winden eine 2-gleisige Hauptstrecke mit der ehemaligen 2-gleisigen Fortsetzung Richtung Wissembourg - Strasbourg. Die Strecke Winden - Wörth war schon immer nur eine eingleisige Nebenstrecke, sie hat sich erst seit 1945 zum Hauptast entwickelt, ist aber weder als Hauptstrecke trassiert (sieht man schon an den vielen Bögen, den vielen Bahnübergängen und der langsamen Höchstgeschwindigkeit der Strecke, noch als solche nutzbar.
Der gesperrte Bereich liegt doch genau auf der Hauptstecke zwischen Winden und Landau, während die RB51 munter auf der Strecke Wörth - Winden mit ihren Bögen, Bahnübergängen und der geringen Höchstgeschwindigkeit unterwegs ist, sofern sie nicht wieder mal ausfällt. Natürlich würde ein umgeleiteter RE6 auch die Nebenstrecke umfahren.
 
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eine peinliche Posse seitens InfrNoGo ... die "Dachsbauten" entpuppten sich als Kaninchen- oder Rattenlöcher. Nun heißt es Beton marsch und eine Wiedeinbetriebnahme bis Anfang April ...
Zumindest der SEV funktionierte letzten Mittwoch abend ...
 

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eine peinliche Posse seitens InfrNoGo ... die "Dachsbauten" entpuppten sich als Kaninchen- oder Rattenlöcher. Nun heißt es Beton marsch und eine Wiedeinbetriebnahme bis Anfang April ...
Ein Pisa-Debakel der Deutschen Bahn AG. Offenbar war der Biologie-Unterricht bei manchen (Mit-)Entscheidern so schlecht, dass manFrau nicht in der Lage ist, zwischen DachsDrinnen und KaninchenDrausen zu unterscheiden.
Zur Info: KaninchenDrausen sind die hoppelnden MümmelmännerFrauen, die lange Ohren haben, aber NICHT zu Ostern Hühnereier bemalen und vor Kindern verstecken.
Wie ist das eigentlich naturschutzrechtlich zu bewerten, wenn Ratten bei einem leerstehenden Dachsbau eine Hausbesetzung durchführen?
Falls der Dachsbau wegen Einsturzgefahr verlassen worden ist, warum wird er dann nicht als Leerstand behandelt und beseitigt?
Achja, vom Juchtenkäfer bei der Baustelle des Kellerbahnhöfles im ganz Nahen Osten hat man auch schon lange nichts mehr gehört.
 
Wobei die Bahn (bzw. ein von ihr hinzugezogener Tierökologe) weiterhin von Dachsbauten spricht

Man darf mit Spannung die Auflösung dieses Mysteriums erwarten, denn selber könnte zumindest ich den Unterschied garantiert nicht feststellen.
 
Ich kann mir auch gut vorstellen, das jemand sich das dort angeschaut hat und erkannt hat das es kein Dachsbau ist.
Für die Bahn wäre das wohl ne Blamage wenn heraus kommt das der ganze Aufschrei mit dem Dachs fehlanzeige war.
Das will man wohl eher vermeiden und bleibt bei der Meinung.
 

Größe der Öffnungen von Bauten laut KI (deepseek):

Tier Durchmesser der Öffnung des Baus
Dachs 25–30 cm
Karnickel 10–15 cm
Ratte 5–8 cm

Also ist ein Dachsbau sehr gut von den Bauten der anderen Viecher zu unterscheiden.
 
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