ÖV-Studie Südpfalz-Baden

Ich hätte da eher Germersheim als Ort des Taktbruchs genommen, da dort ungefähr die Trennung der Einzugsbereiche von Karlsruhe und MA/LU ist.
Zudem könnte man die Taktlagen irgendwie mit dem dort hinzukommenden RE4 verwurschteln, sodass die Fahrgäste der dort endenden S3 in den RE4 umsteigen können.
Da lasse ich ich gerne verbessern - ich habe gerade gesehen, dass man für den Fahrplan der S3 mit Sicherheit keinen Preis für erkennbare Takte bekommt. Daher folgender Vorschlag:

Abfahrt KA xx.10 GER an xx.45 weiter wie heute xx.49
xx.30 GER an xx.05 vereinigt mit S33 ab xx.12
xx.50 GER an xx.25 hat in geraden Stunden passablen Anschluss an RE 4 GER ab xg.38

Gegenrichtung

Germ an aus Speyer etc. xx.09, weiter um xx.11 nach KA an dort xx.47 (wie heute nur 3 Minuten früher)
RE 4 an xu.22 Umstieg xx.31 xx.07
Heutige Bahn nach BR xx.45 flügelt xx.51 xx.27

Falls einem das Wenden von xx.25 auf xx.31 nicht geheuer ist, könnte man den Takt in geraden Stunden ggf. bis Speyer durchziehen und in ungeraden bis Schifferstadt (sofern das von der Infrastruktur beider Bahnhöfe möglich ist). Damit hätte man einen glatten 20 T zwischen KA und GER, den heutigen Fahrplan nördlich davon und Standzeiten in GER zwischen 4 und 7 Min nach Norden und 2 und 6 Min nach Süden.
 
Dann müsste der RE4 in einem Stundentalt verkehren, sonst wäre nur alle zwei Stunden ein Anschluss gewährt, wobei die S3 um einiges öfter fährt.

Die S33 nach Graben könnte da ein guter Anschluss sein, jedoch fährt die auch nur einmal pro Stunde. Ein Taktbrechen in Germersheim heißt mindestens einmal umsteigen, was es wieder unattraktiv für viele macht, auch wenn die S51 direkt in die Karlsruher innenstadt fährt.
Lieber Herr Baum,
Die Stadtbahn S52 ist in Germersheim Zu- und Abbringer vom RE4. Es fehlen noch ein paar Bahnen, z.B. ab Wörth um 8:03, 12:03, 14:03, 18:03 Uhr. Gut Ding braucht Weile.

Die S3 müssen weiterhin von Mannheim via Wörth nach Karlsruhe durchfahren. Der 5-Minuten- Umstieg S3/S33 auf S51 in Richtung Süden wurde in den letzten Jahren immer kritischer, da S3-Pünktlickeit
von Mannheim nach Germersheim abnahm. Hier sollte es gelingen, dass die S3-Bahnen, die bisher um 19:09, 20:09 und 21:09 Uhr in Germersheim enden, bis Karlsruhe durchgebunden werden. In Gegenrichtung fehlen S3-Verbindungen ab Karlsruhe noch 20:11 und 21:11 Uhr nach Speyer bzw Ludwigshafen. Für diese Erweiterungen muss der heute bestehende Fahrplan zwischen Ludwigshafen und Germersheim nicht geändert werden.

Ein stündlicher RE4 wurde schon an anderer Stelle diskutiert. Er würde den Städten Philippsburg, Germersheim, Speyer und Schifferstadt (zukünftig RP-Kreissitz) gut tun.
... er könnte auch mehr Bahnverkehr in das vom Autoverkehr geplagte Ludwigshafen bringen.

Letztendlich fehlt Geld, um die Angebote jetzt zu erweitern.
Dennoch hat der ZÖPNV RLP-Süd in den letzten Jahren einige Verbesserungen eingeführt, um die Rheinschiene Wörth - Ludwigshafen durchgängiger zu machen.
Zum Beispiel: am 7.2.2026 wurde der lückenlose 60-Minuten-Takt der S3 Mannheim - Speyer -Germersheim-Wörth- Karlsruhe tagsüber eingeführt.

Können Sie sich überhaupt vorstellen, dass auf dem heutigen Bahnkonzept mit S51 und S52 sowie S3, S33 und RE4 Busverbindungen in der Südpfalz existieren?

Vielleicht überdenken Sie.mal ihre Konzepte.

Eine Aufnahme des Ist-Zustandes sollten Sie sich überlegen.
 
Lieber Herr Baum,
Die Stadtbahn S52 ist in Germersheim Zu- und Abbringer vom RE4. Es fehlen noch ein paar Bahnen, z.B. ab Wörth um 8:03, 12:03, 14:03, 18:03 Uhr. Gut Ding braucht Weile.

Die S3 müssen weiterhin von Mannheim via Wörth nach Karlsruhe durchfahren. Der 5-Minuten- Umstieg S3/S33 auf S51 in Richtung Süden wurde in den letzten Jahren immer kritischer, da S3-Pünktlickeit
von Mannheim nach Germersheim abnahm. Hier sollte es gelingen, dass die S3-Bahnen, die bisher um 19:09, 20:09 und 21:09 Uhr in Germersheim enden, bis Karlsruhe durchgebunden werden. In Gegenrichtung fehlen S3-Verbindungen ab Karlsruhe noch 20:11 und 21:11 Uhr nach Speyer bzw Ludwigshafen. Für diese Erweiterungen muss der heute bestehende Fahrplan zwischen Ludwigshafen und Germersheim nicht geändert werden.

Ein stündlicher RE4 wurde schon an anderer Stelle diskutiert. Er würde den Städten Philippsburg, Germersheim, Speyer und Schifferstadt (zukünftig RP-Kreissitz) gut tun.
... er könnte auch mehr Bahnverkehr in das vom Autoverkehr geplagte Ludwigshafen bringen.

Letztendlich fehlt Geld, um die Angebote jetzt zu erweitern.
Dennoch hat der ZÖPNV RLP-Süd in den letzten Jahren einige Verbesserungen eingeführt, um die Rheinschiene Wörth - Ludwigshafen durchgängiger zu machen.
Zum Beispiel: am 7.2.2026 wurde der lückenlose 60-Minuten-Takt der S3 Mannheim - Speyer -Germersheim-Wörth- Karlsruhe tagsüber eingeführt.

Können Sie sich überhaupt vorstellen, dass auf dem heutigen Bahnkonzept mit S51 und S52 sowie S3, S33 und RE4 Busverbindungen in der Südpfalz existieren?

Vielleicht überdenken Sie.mal ihre Konzepte.

Eine Aufnahme des Ist-Zustandes sollten Sie sich überlegen.
Dass beim heutigen, miserablen Angebot einzelne Anschlüsse vorhanden sind, soll ein Argument GEGEN eine Verdoppelung bis teilweise Verdreifachung des Angebots sein?

Die heutigen Buslinien sind auf die heutigen Zugfahrpläne ausgelegt. Wenn die Fahrplanlagen der Züge sich ändert, werden logischerweise auch die Fahrpläne der Busse angepasst.
 
Um den Preis einer Standzeit von 10 Minuten in Duisburg Hbf, damit aus T20 dann T30 wird bzw. umgekehrt. Lässt man nun die S3 von Germersheim bis Mannheim im T20 (was verkehrlich den meisten Sinn machen würde), dann belegt man a) ein Gleis in MA für 20 Minuten pro Stunde und hat b) einen Zug zu viel auf der ohnehin schon ausgelasteten Strecke in der Vorderpfalz. Bricht man vorher den Takt, hat man Standzeit und/oder Umsteigezwang in Schifferstadt.
Also, man könnte die dann ja schon woandershin durchbinden... Je nach dem was gerade in Mannheim passend trassentechnisch "da ist".
 
Es geht doch hier um die Thematik: mit welchen Maßnahmen kann so viel Verkehr auf den ÖPNV gelegt werden, dass die weitere Rheinbrücke nicht notwendig wird. Und da können drei Durchbindungen nach 19.00 Uhr oder ein glatter 2-Stunden-Takt der S52, nichts, aber auch gar nichts reißen. Das gleiche gilt für jedes anschließende Busnetz, bei dem nicht entweder ein gesicherter Anschluss vorhanden ist (und das bedeutet im bildlichen Sinn, dass der TF den Zündschlüssel für den Bus bringt) oder ein T 20 auf einen T 20 trifft. Insofern hat Kollege Baum erstmal völlig recht mit seinen 20-Minuten-Takten.
Somit ist die Frage doch "Spielt ein solches ambitioniertes Netz geldlich in der gleichen Liga wie die Rheinbrücke, die zwischen 115 und 230 Millionen kosten soll (mit oder ohne Querspange zur B36) oder ist es wesentlich teurer?" Im ersten Fall wäre die Finanzierung ja möglich, im zweiten die Frage, wollen wir uns fürs Klima das leisten?
 
Es geht doch hier um die Thematik: mit welchen Maßnahmen kann so viel Verkehr auf den ÖPNV gelegt werden, dass die weitere Rheinbrücke nicht notwendig wird. Und da können drei Durchbindungen nach 19.00 Uhr oder ein glatter 2-Stunden-Takt der S52, nichts, aber auch gar nichts reißen. Das gleiche gilt für jedes anschließende Busnetz, bei dem nicht entweder ein gesicherter Anschluss vorhanden ist (und das bedeutet im bildlichen Sinn, dass der TF den Zündschlüssel für den Bus bringt) oder ein T 20 auf einen T 20 trifft. Insofern hat Kollege Baum erstmal völlig recht mit seinen 20-Minuten-Takten.
Somit ist die Frage doch "Spielt ein solches ambitioniertes Netz geldlich in der gleichen Liga wie die Rheinbrücke, die zwischen 115 und 230 Millionen kosten soll (mit oder ohne Querspange zur B36) oder ist es wesentlich teurer?" Im ersten Fall wäre die Finanzierung ja möglich, […]
Danke, genau das ist die Intention meines Beitrags gewesen.
Da die Autobahn zehnspurig ausgebaut werden soll, ist die Kapazität des aktuellen Verkehrsnetzes anscheinend unzureichend.
Und mein Gedanke ist, dass eben nicht das Straßen-, sondern das Schienennetz ausgebaut werden soll.
Da die Kapazitätsgrenze nur in der HVZ erreicht wird, sind Taktverdichtungen außerhalb dieser definitiv keine Alternative.

im zweiten die Frage, wollen wir uns fürs Klima das leisten?
Wobei ein starker ÖPNV-Ausbau noch weit mehr Vorteile als nur Klimaschutz bietet.
  • Ein Vielfaches günstiger als ein Auto
  • Deutlich weniger Platzverbrauch
  • Deutlich weniger Lärm-/Feinstaubemissionen
  • Weniger Stress
  • Fußwege von/zu Haltestellen sind gut für die Gesundheit
  • Deutlich weniger Verletzte und Tote
  • Mobilität für alle, die kein Auto fahren können (Minderjährige, Behinderte, Alte, Betrunkene) oder sich das nicht leisten können
  • Katalysator für Stadtentwicklung
  • ÖPNV-orientierte Gebiete haben meist eine bessere Nahversorgung als Auto-orientierte Gebiete
  • Und viele mehr
 
Dann müsste der RE4 in einem Stundentalt verkehren, sonst wäre nur alle zwei Stunden ein Anschluss gewährt, wobei die S3 um einiges öfter fährt.

Die S33 nach Graben könnte da ein guter Anschluss sein, jedoch fährt die auch nur einmal pro Stunde. Ein Taktbrechen in Germersheim heißt mindestens einmal umsteigen, was es wieder unattraktiv für viele macht, auch wenn die S51 direkt in die Karlsruher innenstadt fährt.
Jan33 sagt es schon richtig, dann müsste der RE4 stündlich fahren ...

Das Problem ist jedoch: Selbst wir sind uns hier nicht einig. Genau dieses Thema hatte ich vor einiger Zeit erwähnt, und ich wurde dafür kritisiert. Ich habe es so verstanden, dass dann zwischen Graben-Neudorf und Karlsruhe eine Trasse für die S6/S9 wegfallen könnte – was ich nicht sehe, weil es bereits heute zu anderen Zeiten funktioniert.

Zudem ist der RE4 mittlerweile nahezu immer sehr voll. Als ich kürzlich mittags um 14 Uhr mit dem RE4 von Karlsruhe gefahren bin, stand in der DB-App „mittlere Auslastung erwartet“. Der Zug war (wie meistens) voll bis zum Anschlag. In Speyer gab es dann Probleme mit dem Aus- bzw. Einsteigen, weil die Leute nicht mehr herausgekommen sind. Das ist schon lange keine Ausnahme mehr. Immer wenn ich tagsüber den RE4 nutze, ist dieser sehr voll, sodass üblicherweise die Sitzplätze nahezu alle belegt sind – nicht mit Koffern oder Taschen, sondern mit Menschen.

Abgesehen von den ersten und letzten Zügen scheint augenscheinlich die durchschnittliche Auslastung bei 90 % zu liegen. Die 90 % kommen zustande, weil im Winter bzw. bei sehr schlechtem Wetter die Auslastung etwas geringer ist.

Der RE4 würde zudem viele Lücken in Richtung Graben-Neudorf und vermutlich auch Bruchsal schließen. Am meisten würden dann neben Speyer und Germersheim sicher die badischen Gemeinden profitieren.

Für Philippsburg würden der durchgehende Halbstundentakt und eine stündliche Direktverbindung nach Karlsruhe kommen. Graben-Neudorf kann mit einer Anpassung ebenfalls halbstündlich ganztägig an Karlsruhe angebunden werden. Und genauso wäre es auch in Richtung Karlsruhe bei den nördlichen Städten (wie beispielsweise Schwetzingen, Hockenheim oder Waghäusel) – wenn auch mit Umsteigen.

Dann ist vielleicht auch mittelfristig eine zweite Stadtbahn pro Stunde in Richtung Germersheim möglich. Das Problem ist: Es muss erst mehr Nutzer als heute geben – und zwar nicht nur auf kleinen Abschnitten, sondern auf der kompletten Strecke!

Die lange Fahrzeit der Stadtbahn wird weiterhin ein Problem bleiben. Die Nutzer vergleichen die Fahrtzeit oft mit dem Auto, und das ist das Problem. Da kann man viel argumentieren, am Ende bleibt es die Entscheidung jedes Einzelnen.

Das Angebot auf der Strecke Karlsruhe – Wörth – Germersheim ist mit zwei Zügen pro Stunde, punktuell sogar drei Zügen pro Stunde, gar nicht so schlecht. Genutzt wird es aber viel zu wenig. Gerade der nördliche Ast ist ein Thema, weil in Germersheim oft umgestiegen werden muss.

Es gibt einfach ein großes „Kirchturmdenken“. Der Kreis Karlsruhe ist leider ein Paradebeispiel dafür, wie man es an vielen Stellen besser nicht macht. Die Menschen fahren nicht nur nach Karlsruhe, sondern in einem gewissen Radius meist um den Wohnort. Das Netz muss von allen Seiten betrachtet werden. Die Anschlüsse und die Gesamtfahrzeit müssen passen, ansonsten entscheiden sich Nutzer für alternative Fahrtmöglichkeiten. Beste Beispiele sind Hochstetten, Spöck oder Menzingen. Nach Norden oder Osten geht das praktisch nichts.

Mir ist bewusst, dass man das in Karlsruhe nicht gerne hört – aber der Rhein-Neckar-Raum und der Raum Karlsruhe sind verkehrstechnisch ein Raum mit sehr vielen Beziehungen. Warum gibt es denn so breite Autobahnen und Bundesstraßen (B9, B3) zwischen den Städten Ludwigshafen, Mannheim, Heidelberg und Karlsruhe? Das ist doch nicht grundlos. Und gerade dazwischen stauen sich die Autos immer besonders. Daher braucht es auch im ÖPNV ein Angebot aus einem Guss.

Aber nicht einmal wir sind uns einig. Erst kürzlich kam wieder eine Bemerkung, als es um den Rhein-Neckar-Raum ging, eine Anmerkung sinngemäß: „Wir sind Karlsruhe, und die Rhein-Neckar-Region hat hier nichts verloren.“
Solange es den Stadtverkehr von Karlsruhe und nicht den Kreis betrifft, mag das richtig sein. Ansonsten sind die Vernetzungen und Abhängigkeiten nun mal im Norden teils sehr hoch und teils sehr schlecht. Wenn beispielsweise die S3 in Mannheim eine Verspätung bekommt, hat das üblicherweise direkte Auswirkungen auf den Raum Karlsruhe.

Germersheim ist zwar ein wichtiger Umsteigeknoten, die Stadt Germersheim selbst zieht aber jetzt auch keine Massen an Fahrgästen an. Mit rund 20.000 Einwohnern ist sie auch nicht besonders groß.

Endet also beispielsweise die Stadtbahn ohne Anschluss in Germersheim, kann man sich vorstellen, wie „hoch“ die Auslastung der Stadtbahn im Raum Germersheim ist. Solche Züge wird man sich in Zukunft wohl nicht mehr leisten können. Es braucht schnelle Stadt-zu-Stadt-Verbindungen oder zumindest gute Vernetzungen an den Endpunkten, für eine halbwegs gleiche Auslastung.

Ansonsten sehen wir Linien, wie beispielsweise nach Spöck oder Menzingen, die auf Teilabschnitten zeitweise warme Luft durch die Gegend fahren. Das ist auch nicht wirtschaftlich. Die Frage ist: Wie lange kann das heutige Angebot dort noch bestehen bleiben?

Die langsame Stadtbahn passt genau genommen zwischen Wörth und Germersheim da nur bedingt rein, sie ist aber nun mal da. Mit dem heutigen Wissen bin ich überzeugt, dass man sich sehr genau überlegen würde, ob eine Stadtbahn zwischen Wörth und Germersheim wirklich noch Sinn ergibt.

Vielleicht ist langfristig auch eine stündliche Trennung der Fahrzeuge der S-Bahn zur Minute 45 in Germersheim sinnvoll?

Ein Fahrzeug fährt nach Bruchsal, das andere zusätzlich (im Vergleich zu heute) über Wörth nach Karlsruhe Hbf. Das würde aber bedeuten, dass im besten Fall die Stadtbahn nur noch stündlich (im Slot der S52) fährt. Aus meiner Sicht wäre das sicherlich gut, weil dann der Knoten in Karlsruhe zur Minute 30 zweimal stündlich schnell erreicht wird. Allerdings bedeutet dies, dass einzelne Stadtbahnhaltestellen im besten Fall nur noch stündlich bedient werden. Das werden die Bürgermeister der Strecke nicht gerne sehen.

Unterm Strich vermute ich aber, dass diese Lösung die Fahrgastzahlen deutlich steigern würde, weil mit Karlsruhe/Wörth, aber auch Germersheim/Speyer/Mannheim (ggf. noch Heidelberg) relativ schnell zu erreichen sind. Gerade für die Südpfalz sind Speyer oder auch Ludwigshafen durchaus attraktiv.

Realistisch gesehen wird die halbstündliche S3 zwischen Germersheim und Wörth aber vermutlich so bald nicht kommen. Es gibt aktuell keine Anzeichen für eine Abkehr vom Stadtbahnbetrieb in diesem Bereich, und auch in der aktuellen Ausschreibung der S-Bahn RN ist dies nicht vorgesehen.

Der stündliche RE4 ist somit die einzige halbwegs realistische Chance, langfristig eine stündliche S52 zu bekommen. Das sieht auch der User Rheini ganz richtig.

Grundsätzlich sind die Linien in RLP schon gut abgestimmt. Da können sich viele Bundesländer eine dicke Scheibe abschneiden. Diese Meinung kann ich absolut nicht teilen.
 
Mit einem solch überschaubaren ÖPNV-Angebot jenseits des Rheins braucht man sich natürlich nicht wundern, dass da eine zehnspurige Autobahn gebaut werden soll (6 Spuren alte + 4 Spuren neue Rheinbrücke).

Würde man den ÖPNV dort wirklich vernünftig ausbauen, bräuchte es die 2. Rheinbrücke nicht für die Straße.


Meine Idee für einen solchen ÖPNV-Ausbau (infrastrukturell):
  • Viergleisiger Ausbau Wörth-Entenfang (Systemwechselstelle auf Höhe der Vogesenbrücke)
  • Verbindungskurve Maximiliansau West - Im Rüsten (ggf. auch als Straßenbahn)
  • ggf. zweigleisiger Ausbau Maximiliansau Im Rüsten - Lauterbourg (-> Straßburg?)
  • Zweigleisiger Ausbau Wörth - Neustadt
  • Innenstadtstrecken in Wissembourg, Bad Bergzabern und Landau
Mögliches Fahrplankonzept:
  • Stadtbahnen im 20-Minuten-Takt nach Lauterbourg, Germersheim, Landau und Bad Bergzabern/Wissembourg (Flügelung in Winden)
  • S5 im 10-Minuten-Takt nach Wörth Badepark
  • S3 linksrheinisch im 20-Minuten-Takt
  • RB51/RE6 im gemeinsamen 20-Minuten-Takt bis Neustadt. Bis Landau beide nur mit Halt in Wörth, Kandel und Winden, zwischen Landau und Neustadt RE6 nonstop (stündlich) und RB51 mit Halt überall (2x pro Stunde)
Somit gäbe es einen 10-Minuten-Takt von Wörth zum Karlsruher Hbf, einen 10-Minuten-Takt der S5 auf bisheriger Strecke und dazu noch einen 5-Minuten-Takt der „langen“ Stadtbahnen tief in die Pfalz, diese sollen dann bis Entenfang über die DB-Strecke fahren.
Insbesondere die Vorschläge des Users Baum sind schon tolle Träume, die auf absehbare Zeit nicht realisiert werden.

Einzig der Ausbau der Strecke Wörth–Winden ist auf absehbare Zeit realistisch. Hier dürfte auch der größte Nutzen entstehen. Den Rest kann man im Wesentlichen vergessen.

Ich möchte mal auf ein paar Punkte eingehen.

Viergleisiger Brückenausbau: Die Brücke ist mit ca. 10 geplanten Fahrten im Nahverkehr (pro Richtung) nicht wirklich der größte Engpass. Die Frage ist: Müssen die drei Stadtbahnhaltestellen im Bereich der Brücke wirklich immer bedient werden?

So viele Fahrgäste steigen dort teilweise nicht ein oder aus. Die Kosten für diesen Ausbau würden richtig viel Geld verschlingen, und der Nutzen ist zumindest fraglich. Ich wüsste nicht, wie so etwas finanziert werden sollte.

Das Entscheidende für die Kapazität der Strecke sind die vielen Haltestellen. Schaut man heute mal auf die Fahrgastzahlen der einzelnen Haltestellen, sind diese häufig sehr gering. Das Auslassen von einzelnen schwachen (vor allem Stadtbahn-)Haltestellen kann die Kapazität erhöhen.

Die Stadtbahnlinie S5, die bereits im 20-Minuten-Takt fährt, ist im Stadtgebiet Wörth meist auch nicht annähernd überlastet.

Die Verbindungskurve von Karlsruhe nach Lauterburg ist zwar ganz nett – ob das aber die Pfälzer wollen, ist ein ganz anderer Punkt. Hier wird dann der wichtige Knoten Wörth umfahren.

Für den Güterverkehr sinnvoll, im Personenverkehr möchte ich mal ein dickes Fragezeichen dahinter setzen. Aber für Güterverkehr ist die Strecke aktuell kaum geeignet.

Sinnvoll ist die Kurve nur, wenn Maximiliansau West zu einem Knoten ausgebaut würde und alle relevanten Umsteigezüge dort auch halten. Aktuell ist das schwierig, weil die Wendezeiten in Karlsruhe oft zu knapp sind. Ganz ausgeschlossen ist es aber nicht mit einem Halt in Maximiliansau. Die große Frage ist: Wie soll eine solche Kurve die Nutzen-Kosten-Untersuchung bei so wenigen Fahrgästen überstehen?

Das 2. Gleis nach Lauterburg wäre zwar schön, wird aber – wenn überhaupt – nur für den Güterverkehr kommen. Und danach sieht es gerade nicht mehr aus. RLP setzt sich hierfür nicht wirklich stark ein, weil auch die Anwohner den Güterverkehr nicht wollen. Frankreich müsste die Strecke Lauterburg–Straßburg elektrifizieren. Das sind hohe Kosten!

Hohe Ausfallzeiten
Einen 20-Minuten-Takt nach Lauterburg wird es auf absehbare Zeit nicht geben. So sind die Fahrgastzahlen nach Lauterburg extrem gering, und diese sind nach meinem Ermessen in den letzten Jahren sogar deutlich gesunken.

Es wundert auch nicht, wenn man die Ausfallzeiten der Züge mal genauer betrachtet. Von Krankheit, fehlender Wartung der Fahrzeuge, Baustellen und Streiks (Letzteres in beiden Ländern) ist alles dabei. Wenn man als Betreiber so ein Angebot abgibt, braucht man sich nicht zu wundern. Zudem ist der Ort Lauterburg mit rund 2.000 Einwohnern auch sehr klein. Bei den anderen Orten (Berg und Neuburg) sieht es auch nicht viel besser aus. Lediglich Hagenbach ist etwas größer.

RLP hat nun gut 20 Jahre dafür gekämpft, dass es durchgehende Zugfahrten von (Karlsruhe–) Wörth nach Straßburg bzw. von Neustadt nach Straßburg gibt. Jetzt, wo die Fahrzeuge entwickelt, bestellt und zumindest teilweise schon ausgeliefert sind, wird niemand mehr in Frankreich und RLP auf "langsame" Stadtbahnen setzen.

Ich gehe fest davon aus, dass ohne durchgehende Verbindungen nach Straßburg insbesondere die Strecke nach Lauterburg mittlerweile aufgrund der schwachen Fahrgastzahlen akut stilllegungsbedroht wäre.

Wenn eine Ausweichstelle auf der Strecke Lauterburg–Wörth wäre, um die Linie gut in den Knoten Karlsruhe einbinden zu können, wäre schon viel gewonnen. Das halte ich auf absehbare Zeit für halbwegs realistisch – mehr nicht.

Für die Strecke nach Weißenburg sieht es auch nicht sehr viel besser aus. Auch hier sind die Ausfallzeiten sehr, sehr hoch. Abseits von den Touristen wird der Zug gefühlsmäßig kaum noch genutzt. Ja, punktuell sind die Haltestellen nicht direkt am Ortsrand – aber auch hier zählt die Gesamtleistung des Betreibers (Fahrzeuge und Schiene) und deren Mitarbeiter. Die Leistung war in den letzten ca. 5–6 Jahren derart schlecht, dass man eigentlich gar nicht von „Leistung“ sprechen kann.

Auf dieser Strecke sind die Ausfallgründe ähnlich wie bei der Strecke nach Lauterburg, nur hier kommt noch erschwerend hinzu, dass über Monate dort noch zusätzlich (kurz vor Winden) eine Langsamfahrstelle war. Ein Umsteigen Richtung Karlsruhe war dadurch fast immer mit einer langen Umsteigezeit von 40 Minuten verbunden, weil der Anschluss in Winden verpasst wurde.

Offen gesagt: Wenn man so mit Fahrgästen umgeht, wundert einen die leeren Züge einfach nicht mehr. Ich würde die Strecke als Anwohner jedenfalls nicht mehr nutzen, und meistens steigen auch wir – trotz Fahrkarte – aufs Auto um, wenn es nach Weißenburg geht. Nicht wegen des stündlichen (grundsätzlich gut abgestimmten) Angebots, sondern wegen der vielen Ausfälle und Verspätungen.

Und zum Schluss noch Bad Bergzabern.
Auch hier fehlt die Elektrifizierung der Strecke Neustadt - Wörth und nach allem was man hört, wird diese auch nicht kommen, weil zahlreiche Brücken neu gebaut werden müssten. Im besten Fall kann eine stündliche Regionalbahnlinie nach Karlsruhe oder sogar bis Durlach mittelfristig eingeführt werden.
Denn auch auf dieser Strecke war die Leistung des Betreibers in den letzten Jahren schlecht. Immer wieder sind Fahrten – teilweise ganztags – ausgefallen. Dazu kommen die vielen Verspätungen und Ausfälle des RE6.

Und nun zu den Fahrten:

Ein 20-Minuten-Takt ist nur dann sinnvoll, wenn es zum übrigen Verkehr passt. In der Pfalz ist das an vielen Stellen nicht der Fall. Zumal es oft nur einen 20/40-Minuten-Takt tagsüber gibt. Dann passiert es, wie es im Raum Bruchsal passieren kann, dass man 30 Minuten auf den Anschluss wartet. Dann habe ich zwar viele Stadtbahnen, die fahren – aber eben fast leer bzw. zu vielen Stunden mit einer Auslastung von 10–20 %. Die S31/S32 ist ein gutes Beispiel – aber auch nicht das einzige.

Wer soll das bezahlen und wie sinnvoll ist das? Mit einer 2. abgestimmten Linie auf einigen Strecken, wäre schon viel gewonnen. Eine S3 im 20 Minuten-Takt, bitte entschuldigt, aber das ist absoluter blödsinn. In Karlsruhe fahren die Züge immer zum 0 und zum 30er Knoten ab. In Germersheim zum 15 bzw. 45er Knoten. Da passt ein 20 Minuten-Takt schon mal gar nicht rein.

Irgendjemand müsste diese vielen neuen Linien aber auch bezahlen. „Den“ sehe ich aktuell noch nicht, und den Zuwachs in der Form, wie man ihn bräuchte, sehe ich leider auch nicht.

Ein Hauptproblem ist natürlich die Infrastruktur. Langsame Stadtbahnen und schnelle Regionalzüge sind auf den wenigen Gleisen nur schwer zu vereinen. Daher muss man sehen, wo eine Stadtbahnbahn überhaupt sinnvoll ist.

Das heißt nicht, dass es nicht funktionieren kann, aber man betrachtet alleine mal die Linie S3 (Germersheim–Wörth–Karlsruhe Hbf) und vergleicht diese mal mit der S52, die letztlich den gleichen Weg nimmt. Die S3 benötigt 38 Minuten, die S52 benötigt 53 Minuten. Also 15 Minuten mehr, was fast 50 % mehr Fahrzeit als bei der S3 entspricht!

Wenn es also die S3 2x pro Stunde nach Karlsruhe fährt, was ich persönlich gut finden würde, stellt sich die Frage: Wer soll die Stadtbahnen noch nutzen? Es fällt mir schwer zu glauben, dass die Haltestellen Germersheim-Süd, Wörth-Zügelstraße oder Bellheim am Mühlbuckel so viele Fahrgäste aufbringen, dass sich das wirklich rentiert. Für alle anderen ist die Fahrt zum Hauptbahnhof deutlich schneller.

Und das teilweise auch mit Umsteigen in die Innenstadt – zumal die Innenstädte selbst gar nicht mehr die Relevanz haben, wie es noch in den 90er Jahren der Fall war.

Für die Innenstädte Bad Bergzabern, Weißenburg, Lauterburg sehe ich keine Innenstadtlinie. Das sind Dörfer – nicht mehr. Und selbst in Landau dürfte das schwierig werden. Immerhin hat es dort etwas Potenzial.

Aber es schafft ja nicht einmal die geplante Strecke Wörth–Rülzheim–Herxheim–Landau über „die schwarze Linie“, sodass die Strecke vom Bund gefördert wird. Die Untersuchungen haben in den letzten Jahren alle einen negativen Wert ausgewiesen. Und auch ein 2. Gleis zwischen Wörth und Winden wird es wohl auf absehbare Zeit nicht bzw. zumindest nicht durchgängig geben.

Aktuell kommt noch hinzu, dass die Trassenpreise vielleicht noch erheblich angehoben werden und es vielleicht in vielen Bundesländern zu erheblichen Abbestellungen von Zügen kommen wird.

Mit dem Ausbau von Bahntrassen ist es nicht sehr einfach. Es fehlt meist an Geld bzw. an schwierigen Kosten-Nutzen-Untersuchungen und scheitert zudem an viel zu langen Planungsverfahren.

Ich bin da beim User Rheini. Zwei Stadtbahnlinien von Germersheim nach Karlsruhe wären schon ein großer Erfolg. Allerdings sehe ich die S51 auf mittlere Sicht nicht mehr, weil sie den Hauptbahnhof nicht bedient. Es fährt auch niemand regelmäßig von Germersheim nach Pforzheim mit einer solchen Linie.
2x stündlich die S52 bis zum Marktplatz und 1x stündlich die S3 ist realistisch. Mehr sehe ich leider nicht.

Für die meisten anderen Strecken gibt es wenig bis keinen Bedarf. Lediglich bis Landau halte ich auf absehbare Zeit noch eine weitere Linie für realistisch.

Für Bad Bergzabern halte ich mittelfristig eine stündliche Regionalbahn nach Karlsruhe Hbf oder sogar Durlach für möglich. Viel mehr allerdings hier auch nicht. Es fehlt einfach das Potential.
Im besten Fall noch zur Hauptverkehrszeit ein Regionalbahn als Zubringer um RE6. Allerdings ist hier eine Ausweichstelle auf der Strecke nach Bad Bergzabern nötig, um sinnvolle Anschlüsse zu schaffen.

Allerdings wird es auch daran scheitern, wenn die Betreiber und vor allem deren Mitarbeiter nicht anders mit den Fahrgästen umgehen. Die Ausfälle müssen deutlich sinken. Das betrifft die DB Regio in besonderem Maße – aber auch die AVG lässt immer wieder Linien ausfallen. Ob Krankheit, Streik, fehlende Wartung an Zügen oder was auch immer als Grund: Das ist erst mal egal. Viele Fehler liegen nicht nur an der „alten“ Infrastruktur, sondern an den handelnden Personen vor Ort.

Für eine bessere Taktung braucht es deutlich mehr Fahrgäste auf allen Linien. Das geht nicht, wenn ich meinen Fahrgästen immer wieder sage: „Guck, wie du zum Ziel kommst.“ Für den Fahrgast ist auch nicht relevant ob der Mitarbeiter A oder die Mitarbeiterin B den Fehler gemacht haben.

Zählt man Ausfälle und Verspätungen zusammen, kann man sagen: In der Pfalz und in Nordbaden kommen wir definitiv nicht auf eine Pünktlichkeitsquote von 89 %.

Der ÖPNV ist durch Tarifverhandlungen in den letzten Jahren für die Länder leider sehr, sehr teuer geworden. Die Leistungen der einzelnen Unternehmen und deren Mitarbeiter leider auch deutlich schlechter. Natürlich betrifft das nicht immer alle Mitarbeiter – aber der Anteil derer, die eine schlechte Leistung abgeben, ist deutlich mehr geworden. Das passt nicht wirklich zusammen.

Die Mitarbeiter der DB Regio haben nun ab Dezember mit den Akkutriebwagen eine einmalige Chance, in der Pfalz Vertrauen zurückzugewinnen. Ich hoffe, man nutzt die Gelegenheit. Sonst sieht es ganz schlecht aus. Und ich möchte ungern wieder Diskussionen über Streckenstilllegungen oder Abbestellungen hören müssen.

(Die bestellten Akkuzüge sind übrigens der nächste Grund, warum es keine weiteren Stadtbahnlinien bzw. -strecken in der Pfalz geben wird.)
 
Im besten Fall kann eine stündliche Regionalbahnlinie nach Karlsruhe oder sogar bis Durlach mittelfristig eingeführt werden.
Durlach ist immer blöd und nicht erwünscht, dafür haben wir ja den Knoten am Hauptbahnhof…
Hintergrund ist dass der Zug vom Hbf nach Durlach in eine Richtung immer auf dem Gegengleis fahren muss, sowie ein Gleis in Durlach belegt welches nicht umfahren werden kann. Um umsteigefreie Verbindungen nach Durlach zu realisieren muss er entweder durchfahren oder eine Stadtbahn sein.
 
Durlach ist immer blöd und nicht erwünscht, dafür haben wir ja den Knoten am Hauptbahnhof…
Hintergrund ist dass der Zug vom Hbf nach Durlach in eine Richtung immer auf dem Gegengleis fahren muss, sowie ein Gleis in Durlach belegt welches nicht umfahren werden kann. Um umsteigefreie Verbindungen nach Durlach zu realisieren muss er entweder durchfahren oder eine Stadtbahn sein.
Bis Durlach muss auch nicht zwingend sein! Es kommt auch immer auf den Umlauf an. Allerdings ist Durlach mittlerweile ein wichtiger Knotenbahnhof. Außerdem hat es dort ein freies Gleis - ohne langen Ausbau. Das Gleis 9 wird heute im Regelverkehr kaum genutzt. Im Hauptbahnhof wird es immer enger.

Aber richtig ist natürlich, es müsste ein Slot auf der Strecke Durlach - KA frei sein und kein anderer Verkehr behindert werden! Das sehe ich auch so. Zudem muss es in Durlach ein sinnvollen Anschluss geben.

Ich glaube schon, dass viel gewonnen ist, wenn Bad Bergzabern bis Karlsruhe Hbf angeschlossen wird. Und hiervon sind wir leider noch eine ganze Ecke weg.
 
Bis Durlach muss auch nicht zwingend sein! Es kommt auch immer auf den Umlauf an. Allerdings ist Durlach mittlerweile ein wichtiger Knotenbahnhof. Außerdem hat es dort ein freies Gleis - ohne langen Ausbau. Das Gleis 9 wird heute im Regelverkehr kaum genutzt. Im Hauptbahnhof wird es immer enger.

Aber richtig ist natürlich, es müsste ein Slot auf der Strecke Durlach - KA frei sein und kein anderer Verkehr behindert werden! Das sehe ich auch so. Zudem muss es in Durlach ein sinnvollen Anschluss geben.

Ich glaube schon, dass viel gewonnen ist, wenn Bad Bergzabern bis Karlsruhe Hbf angeschlossen wird. Und hiervon sind wir leider noch eine ganze Ecke weg.
Nach 9 in Durlach musst du vom Hbf kommend trotzdem im Gegengleis fahren, da es von 5 nach 6/9 keine Weichenverbindung im südlichen Teil gibt. Desweiteren wäre Gleis 9 fürs anstehende 740m Netz faktisch nutzlos, wenn dort im Taktverkehr eine RB wendet.
 
Rein theoretisch könnte man Gleis 10 auch noch reaktivieren, dürfte aber wegen des 740-m-Ausbaus von Gleis 9 erst nach der Lortzingstr. rüber auf beide Gleise der Strecke 4000 zum Hbf, damit keine Güterzüge im Weg stünden und umgekehrt ...
 
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