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diese Woche wurde die Studie zur Verbesserung des ÖV zwischen Südpfalz und Baden, die Teil des Kompromisses zur 2. Straßenrheinbrücke war, vorgestellt. Siehe unter anderem [VM Baden-Württemberg]. Dort kann die Studie auch als PDF runtergeladen werden.
Ohne den dicken Stapel virtuellen Papiers durchgelesen zu haben, habe ich relativ wenig neue Ideen oder überraschende Ergebnisse gefunden. Allenfalls die Verlagerungspotentiale für die drei verschiedenen Szenarien sind neu. Wesentlich wird es nun sein, diese ganzen Maßnahmen auch umzusetzen, denn Papier ist bekanntermaßen geduldig.
Noch eine Ergänzung:
der ZÖPNV-Süd hat in seiner Verbandsversammlung ebenfalls zu der Studie berichtet. Aus ZÖPNV-Süd-Sicht sind die wesentlichen Maßnahmen, die man perspektivisch verfolgen möchte:
Verdichtung auf der Strecke Wörth-Germersheim auf 3 Zugpaare pro Stunde (S3, S51, S52) mit gegenüber heute veränderter Fahrplanstruktur
Schnellbuslinie Karlsruhe - Herxheim
Ortsbussysteme (wobei hier nicht der ZÖPNV-Süd zuständig ist)
Außerhalb der ÖV-Studie treibt der ZÖPNV-Süd außerdem den zweigleisigen Ausbau Wörth-Winden voran, um langfristig drei Zugpaare pro Stunde Karlsruhe-Landau anbieten zu können (RE6, RB51 + zusätzliches Zugpaar). Als nächster Schritt soll eine Entwurfsplanung für einen zweigleisigen Ausbau Winden-Kandel Guttenbergstraße erstellt werden, um der Verspätungsproblematik des RE6 Herr zu werden. Der weitere zweigleisige Ausbau erfordert dann einen zweiten Ausbauschritt, für den eine Bundesförderung erforderlich ist.
Perspektivisch wird mit 10(sic!) Zugpaaren pro Stunde im Regionalverkehr über die Maxauer Rheinbrücke gerechnet. Näheres findet sich in der Vorlage zur Verbansversammlung.
Mit einem solch überschaubaren ÖPNV-Angebot jenseits des Rheins braucht man sich natürlich nicht wundern, dass da eine zehnspurige Autobahn gebaut werden soll (6 Spuren alte + 4 Spuren neue Rheinbrücke).
Würde man den ÖPNV dort wirklich vernünftig ausbauen, bräuchte es die 2. Rheinbrücke nicht für die Straße.
Meine Idee für einen solchen ÖPNV-Ausbau (infrastrukturell):
Viergleisiger Ausbau Wörth-Entenfang (Systemwechselstelle auf Höhe der Vogesenbrücke)
Verbindungskurve Maximiliansau West - Im Rüsten (ggf. auch als Straßenbahn)
ggf. zweigleisiger Ausbau Maximiliansau Im Rüsten - Lauterbourg (-> Straßburg?)
Zweigleisiger Ausbau Wörth - Neustadt
Innenstadtstrecken in Wissembourg, Bad Bergzabern und Landau
Mögliches Fahrplankonzept:
Stadtbahnen im 20-Minuten-Takt nach Lauterbourg, Germersheim, Landau und Bad Bergzabern/Wissembourg (Flügelung in Winden)
S5 im 10-Minuten-Takt nach Wörth Badepark
S3 linksrheinisch im 20-Minuten-Takt
RB51/RE6 im gemeinsamen 20-Minuten-Takt bis Neustadt. Bis Landau beide nur mit Halt in Wörth, Kandel und Winden, zwischen Landau und Neustadt RE6 nonstop (stündlich) und RB51 mit Halt überall (2x pro Stunde)
Somit gäbe es einen 10-Minuten-Takt von Wörth zum Karlsruher Hbf, einen 10-Minuten-Takt der S5 auf bisheriger Strecke und dazu noch einen 5-Minuten-Takt der „langen“ Stadtbahnen tief in die Pfalz, diese sollen dann bis Entenfang über die DB-Strecke fahren.
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