Würde es statt der zusätzlichen Systemwechselstelle nicht mehr Sinn machen die beiden Gleise die aus Knielingen am Bbf. Rheinbrücke einmünden einfach als 3./4. Gleis weiter nach Wörth durchzuziehen? Der Hauptknackpunkt für die Kapazität liegt ja eben auch in genau diesem Abschnitt zwischen Bbf. Rheinbrücke und Wörth Bf.
Was da eher das Problem sein wird, ist der Platz für eine zusätzliche Eisenbahnbrücke.
Eine ganztägige Führung der S52 würde schonmal einiges bringen, vielleicht nen S3-Halbstundentakt dazu, dann wäre der Bedarf auf der Germersheimer Schiene schon gegessen.
Richtung Winden braucht es auf jeden Fall auch eine Stadtbahn (am Besten zusätzlich zum bestehenden Angebot). Ein Durchgängig zweigleisiger Ausbau inklusive Elektrifizierung bis Neustadt wäre dringend Notwendig. Scheint aber unter den aktuellen politischen Vorraussetzungen wohl Wunschdenken zu sein. (Leider.)
Was man bei alle dem nicht vergessen darf: ein maximal dichter Takt auf der Germersheimer Schiene ist zwecklos, wenn die Dörfer ohne Bahnschluss keine vernünftigen Bus-Zubringer zu den Haltepunkten an der Strecke haben. Da besteht aktuell meiner Meinung nach der größte Handlungsbedarf. Gilt übrigens auch Richtung Winden, darüber hinaus etc.
S3 linksrheinisch im 20-Minuten-Takt
Dafür müsste man den Grundtakt der S-Bahn Rhein-Neckar generell auf 20 Minuten ändern. Der T30 der S3 nördlich von Germersheim ist mit dem zum T30 überlagerten Takt der S1/S2 auf einen annähernden T15 vertaktet, und der zieht sich von Schifferstadt bis Heidelberg durch. Da kann man nicht einfach mal so einen Ast auf T20 umstellen, ohne den Rest anzupassen. Das wird auf den Ästen Richtung Kaiserslautern und Bruchsal schon wieder schwierig, weil die Strecken hier schon gut ausgelastet sind, den Abschnitt (Ludwigshafen - ) Mannheim - Heidelberg nicht zu vergessen.
Nicht das es nicht wünschenswert wäre, aber das geht nun wirklich nicht einfach so, und hat räumlich deutlich größere Auswirkungen. Da muss man schon auch etwas realistisch bleibem.
sodass kein Bedarf mehr für den zehnspurigen Ausbau der Autobahn besteht.
Gibt heute eigentlich auch fast nicht.
Daher Kurze Side-Note zur Straßenbrücke:
Die Aktuelle Rheinbrücke ist Stadteinwärts eigentlich nur zwischen 6:00 und 9:00 Uhr ein Problemfall (oder wenn es halt kracht). Und die zweite Rheinbrücke wird in dieser Richtung das Hauptproblem (Gemengelage aus Ölkreuz, Knielinger Pförtner und Südtangente) nicht lösen, weil die Strecke grad wieder beim Ölkreuz einmündet. Einzig die Querspange zur B36 ist planerisch halbwegs sinnvoll.
Stadtauswärts stauts nachmittags gerne mal, ist aber auf der eigentlich Rheinbrücke eher weniger, und mehr auf der Südtangente ein Problem (z.B. Rückstau von der B36/Mühlburg).
Die meiste Zeit des Tages ist das Verkehrsaufkommen schon so, dass eine Brücke ausreicht. Eng wirds nur im Störungsfall, und da macht eine nahegelegene Ausweichroute schon ein bisschen Sinn. (Ob die dann gleich ne Vierspurige Kraftfahrstraße sein muss, bezweifle ich dann aber auch)