KVV KA-NEWS: So sehen die neuen Karlsruher Bahnen aus - es fehlt nur noch ein Hersteller

"TramTrains" - Bahnen, die sowohl auf dem innerstädtischen Schienennetz als auch auf den regionalen Eisenbahnschienen fahren können. Die Karlsruher Verkehrsbetriebe haben 150 dieser Fahrzeuge bestellt, doch nicht alleine. Gemeinsam mit fünf weiteren Unternehmen haben sie eine Großbestellung von über 500 Bahnen in Auftrag gegeben. Die Idee: Jede Stadt passt das "TramTrain"-Standardmodell ihren Wünschen an.

 
Die Bestellergemeinschaft hat einiges an interessanten Projekten zu bieten:
- Straßenbahn in Tübingen und Reutlingen
- Steilstrecke auf der früheren Zahnradbahn Honau-Liechtenstein
- innerstädtischer Tunnel in Salzburg
- Wiederaufbau der Salzkammergutlokalbahn (da lag kurz vor der Stilllegung Material für die Elektrifizierung bereit)
- Wiederaufbau der von den Nazis stillgelegten Überlandstraßenbahn Salzburg - Bad Berchtesgaden
- Stadtbahntunnelchen der König-Ludwigs-Gedächtnis-Bahn in der badischen Metropole
 

Mueck

aus Karlsruhe
Du vergisst die Bahn ins feindliche Ausland (dieses Jahr "feiern" wir 150 Jahre dt.-frz. Krieg ...) nach Saargemünd, das haben wir im Papstgebiet selbst noch nicht geschafft ...
 
Du vergisst die Bahn ins feindliche Ausland ...
Da hat die AVG jüngst Federn lassen müssen und die "ausländische" Strecke hinter Mühlacker verloren. Es bleiben uns zumindest noch die Strecken nach Heilbronn, Bad Wildbad und Freudenstadt. Die Herrenalber haben zumindest für einen Wechsel vom schwäbischen Calw zum badischen KA gestimmt.
 

ralf

aus Südstadt
Halb Trambahn, halb Stadtbahn? Haben diese beiden Begriffe nicht eine ähnliche Bedeutung? In Karlsruhe gar der Begiff für TramTrain und Überlandstraßenbahn. Halb Trambahn bzw. Straßenbahn und Eisenbahn bzw. S-Bahn hätte Sinn gemacht.

Ich hoffe mal, dass uns eine Katastrophe wie beim ET2010 erspart bleiben wird. Man hat ja auch vier Jahre Zeit, sie im Ausland an der Saar zu testen.
 
Die Artikelüberschrift bei ka-news ist natürlich Humbug. Da die Bahnen ja erst noch entwickelt werden müssen, ist das Modell nichts als eine unverbindliche Visualisierung, wie das Ergebnis aussehen könnte, aber am Ende mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Detail nicht wird.
 
Da die Bahnen ja erst noch entwickelt werden müssen,
Die Entscheider in Frankfurt am Main haben mal den Fehler gemacht, Bahnen quasi vom Zeichenbrett zu kaufen. Man wollte 100% Niederflur um jeden Preis und das Ergebnis war dementsprechend: Die ausgesprochen hohe Fehleranfälligkeit hätte man beheben können. Aber die ganze Konstruktion war Murks. Die Bahnen sind derart schwach, dass man sie nicht aneinander koppeln kann. Das ist für eine Stadt in der Größe Frankfurts einfach nur megapeinlich.
 

NET2012

aus Karlsruhe-Waldstadt
Halb Trambahn, halb Stadtbahn? Haben diese beiden Begriffe nicht eine ähnliche Bedeutung? In Karlsruhe gar der Begiff für TramTrain und Überlandstraßenbahn. Halb Trambahn bzw. Straßenbahn und Eisenbahn bzw. S-Bahn hätte Sinn gemacht.

Ich hoffe mal, dass uns eine Katastrophe wie beim ET2010 erspart bleiben wird. Man hat ja auch vier Jahre Zeit, sie im Ausland an der Saar zu testen.
An sich ist ja der Begriff Stadtbahn nur eine Vermarktung. Das Fahrzeug wird ein Straßenbahnfahrzeug mit entsprechender Anpassung für das Fahren auf Eisenbahnstrecken. In Zwickau ist es ja genau andersrum.
 
Was ist an dem Begriff Stadtbahn so „schlimm“? Ist halt der Begriff, den die AVG mindestens seit dem 80ern auch für ihre Zweisystemfahrzeuge verwendet. Den Begriff TramTrain gabs damals wahrscheinlich noch nicht.
 

NET2012

aus Karlsruhe-Waldstadt
Was ist an dem Begriff Stadtbahn so „schlimm“? Ist halt der Begriff, den die AVG mindestens seit dem 80ern auch für ihre Zweisystemfahrzeuge verwendet. Den Begriff TramTrain gabs damals wahrscheinlich noch nicht.
Das der Begriff schlimm wäre habe ich nicht behauptet. Das Fahrzeug ist aber nunmal genauso wie ein GT6-70D/N oder ein GT8-EP (klar, Zweisystemtechnik hin oder eher, die hatte damals die Haller Straßenbahn und die GT8-80C auch nicht und wurden trotzdessen als Stadtbahn bezeichnet). Damals als die GT6-80C und GT8-80C auf der 1 und 2 fuhren, wurden diese ja dann als Stadtbahnlinien vermarktet, was ja wohl von dem Fahrzeug kommt...
Zudem stellt sich die Frage was dann irgendwann einmal der Unterscied zwischen einer Straßenbahn und einer Stadtbahn wäre, Straßenbahnen die auf der Eisenbahn fuhren gab es auch schon vor 1983...
 
Zuletzt bearbeitet:

Mueck

aus Karlsruhe
Ursprünglich wurde "Stadtbahn" für eine aufgepeppte (durch unabhängige Gleiskörper (eben oder tief) etc. schnellere usw) Straßenbahn erfunden.
 

ralf

aus Südstadt
Was ist an dem Begriff Stadtbahn so „schlimm“? Ist halt der Begriff, den die AVG mindestens seit dem 80ern auch für ihre Zweisystemfahrzeuge verwendet. Den Begriff TramTrain gabs damals wahrscheinlich noch nicht.
In den meisten deutschsprachigen Städten gilt folgendes: Trambahn = Straßenbahn = Stadtbahn (ggf. mit eigenem Gleiskörper). Die Stadtbahn nach dem Karlsruher Modell stellt bereits eine TramTrain dar. Darum sehe ich in dem "halb Trambahn, halb Stadtbahn" keinen Sinn.
 
Das der Begriff schlimm wäre habe ich nicht behauptet. Das Fahrzeug ist aber nunmal genauso wie ein GT6-70D/N oder ein GT8-EP (klar, Zweisystemtechnik hin oder eher, die hatte damals die Haller Straßenbahn und die GT8-80C auch nicht und wurden trotzdessen als Stadtbahn bezeichnet). Damals als die GT6-80C und GT8-80C auf der 1 und 2 fuhren, wurden diese ja dann als Stadtbahnlinien vermarktet, was ja wohl von dem Fahrzeug kommt...
Diese Züge waren ja hauptsächlich für die Stadtbahnlinie A gedacht. Die Linie 2 wurde dann ja auch zur „Stadtbahnlinie“ S2 umgewidmet. Fuhren die Züge auf der 1 im Regelbetrieb?
Zudem stellt sich die Frage was dann irgendwann einmal der Unterscied zwischen einer Straßenbahn und einer Stadtbahn wäre, Straßenbahnen die auf der Eisenbahn fuhren gab es auch schon vor 1983...
Hast du mir da mal ein, zwei Beispiele?
Einheitlich lässt sich diese Frage nicht beantworten, weil das jede Stadt anders definiert (in Stuttgart die U-Linien, in Freiburg die Straßenbahnen). In Karsrluhe ist es eben das Verkehren aus Eisenbahngleisen.
Lustig bei der Karlsruher Mischung von Straßen- und Stadtbahnen finde ich, dass man in Karlsruhe selber eher dazu tendiert, alles als Straßenbahn zu bezeichnen, (also zumindest das Innerstädtische S4, S5 &c), wohingegen meine Verwandten auf dem Land zu allem Stadtbahn sagen (also auch zu den Straßenbahnlinien 1-6).
 

Mueck

aus Karlsruhe
Es gäbe noch den sperrigen Begriff der Überlandstraßenbahn, wobei auf der Wikipediaseite dazu Tram-Trains explizit ausgeschlossen werden wegen EBO, so dass der Begriff hierzustadt nur für die S2 bliebe ...
Ich habe nix gegen die jetzt schon Jahrzehnte eingeführte Unterscheidung Straßen- versus Stadtbahn, auch wenn das der reinen Lehre nicht ganz entsprechen sollte ...
Spätestens wenn man versucht, die verschiedenen Schienensysteme Deutschlands oder gar der Welt in Openstreetmap in dessen Klassen einzusortieren, wird man feststellen, dass es zu viele fließende Übergänge gibt und man einfach mit paar Grenzfällen und unscharfen Begriffen leben muss, wenn man nicht Gefahr laufen will, bei intensiveren Versuchen der genauen Definition in der Klappse zu landen ... ;)
 

NET2012

aus Karlsruhe-Waldstadt
Ich denke, dass es damals den Begriff TramTrain noch nicht gab. Welchen anderen Begriff schlagt ihr also zur Unterscheidung der Straßenbahnen und Stadtbahnen in Karlsruhe vor?
Dafür gibt es schließlich die Liniennummer, dem Fahrgast kann wohl egal sein ob der Wagen nun 70 oder 80km/h fahren darf, nach EBO oder BoStrab verkehrt oder was auch immer.
 
Oben