In Deutschland sind aber auf die exakte Streckengeschwindigkeit ausgerichtete Vorsignalabstände eher unüblich – es gibt bestimmte Regelabstände (400, 700, 1000), die für eine Strecke festgelegt werden und dann mit einer Toleranz von -5/+50 % in der Regel auch eingehalten werden, unabhängig von der konkreten örtlichen Geschwindigkeit. Bei der Strecke 3443 sind das im Bereich Karlsruhe (und auch darüber hinaus) durchgängig 1000 m, sodass in der Hinsicht erstmal nichts gegen eine Geschwindigkeitserhöhung sprechen würde, und viel mehr die Trassierung relevant würde, inwieweit es dort ausreichende Reserven gibt.
(Allerdings – in der Fahrtrichtung Hbf → Wörth stehen zwischen Karlsruhe-West und Karlsruhe-Rheinbrücke dann doch ein paar Vorsignale im leicht verkürzten Bremswegabstand, so ca. 930 - 950 m, also knapp unterhalb der unteren Toleranzgrenze, die vielleicht noch kritisch sein könnten – auswendig weiß ich es nicht, wie viel Bremswegverkürzung bei wieviel km/h genau möglich ist.)
So dünn ist die Blockteilung da jetzt doch auch nicht, der einzige längere Blockabschnitt ist Hbf – Ka-West mit ca. 3 km, ansonsten sind es bis Wörth durchgängig 1 – 1,5 km. Bezüglich den Realisierungschancen größerer Signalorgien bin ich eher skeptisch, vielleicht eher im Zusammenhang mit einer Einführung von ETCS L2oS, was aber natürlich momentan bezüglich Zeitplan auch mit sehr vielen Fragezeichen behaftet ist, wann so was kommen könnte…