Fahrplankonzept Karlsruhe-Germersheim

Ist denn der Bahnsteig in West der Grund für das komische Halte Konzept (RB hält, aber S und Stadt-Bahn nicht) oder eher der mangelnde Bedarf? Ich erinnere mich an irgendeinen Plan, Karlsruhe West aufzuewerten und quasi als Drehkreuz im Westen auszubauen. Was ist aus dem Plan eigentlich geworden?
Ja. Die S-Bahn hat einen 76cm Ausstieg. Der Bahnsteig in West ist nur 33cm hoch.
Die "normale" S52 hält bei Bedarf.

Ab 11.05. werden die S5 und S51-Bahnen über den Albtalbahnhof nach Wörth umgeleitet. Diese Stadtbahnen halten wegen fehlender Zeit im Fahrplan nicht am Haltepunkt West, obwohl sie als S52 verkehren.

Der Plan WestbahnHUB soll realisiert werden. Allerdings wird man dieselben Fehler wie in Mühlburg und Knielingen machen. Die Erhöhung auf 76cm im vorderen Bahnsteigbereich für mögliche S-Bahnen außerhalb des Taktbetriebs wird fehlen.

Man kann nur hoffen, dass dann die Stadtverwaltung Karlsruhe mehr S52-Bahnen will. Für Pfälzer ist aus Richtung Germersheim ist ein Arbeitsplatz am Westbahnhof nur interessant, wenn S52-Bahnen dort halten. Mit dem Bus der Linie 60 ab Entenfang ist das Erreichen umständlich.
 
Die Erhöhung auf 76cm im vorderen Bahnsteigbereich für mögliche S-Bahnen außerhalb des Taktbetriebs wird fehlen.
Das würde nix bringen, da Germersheim Mitte (tief) bis Wörth (Rhein) ja eh nur 55 cm hat, wenn ich mich richtig entsinne. Die Akku-Trains im Pfalznetz bleiben sinnvollerweise auch bei 55 cm insofern ist 76 cm da dann ein Exot man könnte aber dann zumindest mit 76 cm dort halten was aktuell ja nicht zulässig ist.
Man kann nur hoffen, dass dann die Stadtverwaltung Karlsruhe mehr S52-Bahnen will.
Die Stadt Karlsruhe hat a) kein Geld und b) beim SPNV (was er dort draußen ist) auch wenig bis nix zu melden
 
Das würde nix bringen, da Germersheim Mitte (tief) bis Wörth (Rhein) ja eh nur 55 cm hat, wenn ich mich richtig entsinne. Die Akku-Trains im Pfalznetz bleiben sinnvollerweise auch bei 55 cm insofern ist 76 cm da dann ein Exot man könnte aber dann zumindest mit 76 cm dort halten was aktuell ja nicht zulässig ist.

Die Stadt Karlsruhe hat a) kein Geld und b) beim SPNV (was er dort draußen ist) auch wenig bis nix zu melden
Genauer: die Stadtverwaltung Karlsruhe darf wünschen und NVBW müsste dann finanzieren. Aber auch NVBW hat kein Geld und hofft auf Erhöhung der Regionalisierungsmittel.
 
Die Stadt Karlsruhe hat a) kein Geld und b) beim SPNV (was er dort draußen ist) auch wenig bis nix zu melden
Die Stadt könnte, wenn sie denn wollte, das schon machen, wenn sie es selbst zahlt kann sie die AVG beauftragen wie sie möchte. Aber wie du bereits sagst, das Geld für sowas ist aktuell eh nicht da. (Oder zumindest nicht die Priorität das vorhandene Geld für sowas zu nutzen)
 
Fahrplan im Jahre 1905 in der guten alten Zeit:
1 Schnellzug ab Berlin Schlesischer Bahnhof (lag im Südosten der Stadt!) - Nordhausen - Frankfurt - Basel - Genf und Mailand.
Der Zug fuhr ab Frankfurt am Main über Mannheim - Ludwigshafen (damals Kopfbahnhof!) - Schifferstadt (weit entfernt von relevanten Gewässern) - Speyer - Germersheim - Wörth - Lauterburg -Straßburg und dann weiter nach Basel SBB (Basel SNCF gab es nicht, weil das Elsaß zu Deutschland gehörte).
Interessant ist der Theaterzug, der in Mannheim auf den Schluss der Aufführungen des Mannheimer Hoftheaters wartete.
Da handelte es sich um klassisches Theater, nicht so neumodischen Kram wie Pofalla-Wende, ausfallende Klimaanlagen, Aufwärm-"Küche" im ICE, etc.
Man beachte den enormen Unterschied der Fahrzeit: D-Zug: knapp 2 Stunden, Bummelzug bis zu 4 1/2 Stunden
Kursbuch_1905_237_Schifferstadt_Straßburg_50.jpg
In der weit weniger guten alten Zeit, 1944/1945, sah es auf Grund der Kriegslage sehr übersichtlich aus:
Karte: https://pkjs.de/bahn/Kursbuch1944/Teil4/map-elsass.html
282a Straßburg (Els) – Lauterburg (Elsaß) – Speyer – Schifferstadt [– Ludwigshafen (Rh)]
Schnellzüge ab Straßburg fuhren über die Wintersdorfer Rheinbrücke nach KA.
Die Zuggattung SFR bedeutet Schnellzug für Fronturlauber
DmW beduetet Schnellzug mit Wehrmachtsteil
 
Fahrplan im Jahre 1905 in der guten alten Zeit:
1 Schnellzug ab Berlin Schlesischer Bahnhof (lag im Südosten der Stadt!) - Nordhausen - Frankfurt - Basel - Genf und Mailand.
Der Zug fuhr ab Frankfurt am Main über Mannheim - Ludwigshafen (damals Kopfbahnhof!) - Schifferstadt (weit entfernt von relevanten Gewässern) - Speyer - Germersheim - Wörth - Lauterburg -Straßburg und dann weiter nach Basel SBB (Basel SNCF gab es nicht, weil das Elsaß zu Deutschland gehörte).
Interessant ist der Theaterzug, der in Mannheim auf den Schluss der Aufführungen des Mannheimer Hoftheaters wartete.
Da handelte es sich um klassisches Theater, nicht so neumodischen Kram wie Pofalla-Wende, ausfallende Klimaanlagen, Aufwärm-"Küche" im ICE, etc.
Man beachte den enormen Unterschied der Fahrzeit: D-Zug: knapp 2 Stunden, Bummelzug bis zu 4 1/2 Stunden
Anhang anzeigen 1099
In der weit weniger guten alten Zeit, 1944/1945, sah es auf Grund der Kriegslage sehr übersichtlich aus:
Karte: https://pkjs.de/bahn/Kursbuch1944/Teil4/map-elsass.html
282a Straßburg (Els) – Lauterburg (Elsaß) – Speyer – Schifferstadt [– Ludwigshafen (Rh)]
Schnellzüge ab Straßburg fuhren über die Wintersdorfer Rheinbrücke nach KA.
Die Zuggattung SFR bedeutet Schnellzug für Fronturlauber
DmW beduetet Schnellzug mit Wehrmachtsteil
Aus der Vergangenheit kann man für die Zukunft lernen:
1. Von Ludwigshafen Hbf mit der S3 nach Wörth (Ankunft zur Minute 40). Dort Umstieg auf die SNCF-Bahn nach Strasbourg (Abfahrt 45). Ein Nullknoten müsste in Lauterbourg eingerichtet werden. Umgekehrt wäre aus Strasbourg Ankunft in Wörth zur Minute 15 und Weiterfahrt mit S3 zur Minute 20.
2. Von Karlsruhe über die Winterdorferbrücke nach Strasbourg ist auch der richtige Weg.
Nirgends war oben zu lesen von Karlsruhe über Wörth mit einer Wendezeit von 10 Minuten nach Strasbourg und zurück.
Man sollte die letzte freie Trasse im Taktverkehr ab Wörth zur Minute ca 30 nach Karlsruhe für eine dritte Bahn ab Landau nutzen.
Jetzt kommen wieder die Kollegen die eine Zweigleisigkeit zwischen Winden und Wörth fordern. Vielleicht geht's auch ohne komplette Zweigleisigkeit.
 
Aus der Vergangenheit kann man für die Zukunft lernen:
1. Von Ludwigshafen Hbf mit der S3 nach Wörth (Ankunft zur Minute 40). Dort Umstieg auf die SNCF-Bahn nach Strasbourg (Abfahrt 45). Ein Nullknoten müsste in Lauterbourg eingerichtet werden. Umgekehrt wäre aus Strasbourg Ankunft in Wörth zur Minute 15 und Weiterfahrt mit S3 zur Minute 20.
Die Züge zwischen Lauterbourg und Wörth sind aus gutem Grund überwiegend auf den RE 6 Anschluss in Wörth von/nach Karlsruhe ausgerichtet. Die Pendler die nicht zu den Daimler Werken in Wörth und Germersheim wollen, wie lange es die noch gibt ist eh die Frage es gibt ja schon wieder bei Daimler Truck Diskussionen das Werk in Wörth zu verkleinern oder ganz zu schließen da Arbeitskräfte in Deutschland eben sehr teuer sind, pendeln zu einem großen Teil nach Karlsruhe und da eher zum Siemens Campus, zum KIT oder den anderen großen Firmen in Karlsruhe. Nein zum Westbahnhof will man da eher nicht, weil viele Arbeitsplätze gibt es dort in der Gegend nicht, außer man möchte unbedingt bei der Deutschen Post im Briefzentrum arbeiten. Der Rest dort sind eher Entsorgungs- und Handwerksbetriebe aber keine großen Firmen mit vielen Arbeitsplätzen.
Zum Thema Fahrplan zwischen Strasbourg und Lauterbourg empfehle ich den Fahrplan der SNCF zu konsultieren https://ter-fiches-horaires.sncf.fr... (Du 14 décembre 2025 au 3 juillet 2026).pdf da sieht man sehr schön, dass die Anschlüsse in Lauterbourg bis auf die "zone blanche" am Vor- und Nachmittag gar nicht so schlecht sind für Französische Verhältnisse.
2. Von Karlsruhe über die Winterdorferbrücke nach Strasbourg ist auch der richtige Weg.
Nirgends war oben zu lesen von Karlsruhe über Wörth mit einer Wendezeit von 10 Minuten nach Strasbourg und zurück.
Man sollte die letzte freie Trasse im Taktverkehr ab Wörth zur Minute ca 30 nach Karlsruhe für eine dritte Bahn ab Landau nutzen.
Jetzt kommen wieder die Kollegen die eine Zweigleisigkeit zwischen Winden und Wörth fordern. Vielleicht geht's auch ohne komplette Zweigleisigkeit.
Über die Brücke in Winterdorf wird kein Zug mehr fahren. Die Bahnstrecke ist auf frnzösischer Seite bis auf das Anschlussgleis vom Bahnhof Roppenheim zur Zuckerfabrik stillgelegt und teilweise abgebaut, auf Deutscher Seite ist das Gleis zwar noch bis zur Winterdorfer Brücke vorhanden, aber ab dem ehemaligen Bahnhof Wintersdorf nicht mehr befahrbar. Die Brücke selbst wird in Naher Zukunft mal neugebaut werden müssen, es ist nur der Teil der mit der Rheinstauung und Rheibegradigung 1975 neu gebauten Teil deutlich über 100 Jahre alt und seit Jahren in einem extrem schlechten Zustand. Aktuell dürfen nur noch Fahrzeuge unter 7,5 Tonnen die Brücke befahren, ab Ende des Jahres 2026 voraussichtlich nur noch Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen. Aus Karlsruhe ist seit dem Deutschland Ticket der günstigste Weg nach Strasbourg mit dem Zug nach Kehl zu fahren und dort in Straßenbahn Linie D der CTS umzusteigen, für die Straßenbahn zahlt man für eine eine Stunde lang gültige Einzelfahrkarte 1,90€ und für die 24 Stunden Karte 4,60€.
Fahrzeittechnisch, aber nicht Fahrkartentechnisch, ist die durchgehende Verbindung Karlsruhe - Lauterbourg - Strasbourg, die einzige Verbindung die es realistisch mit der Verbindung Karlsruhe - Kehl - Strasbourg aufnehmen kann und die für Pendler attraktiv ist.
Zwischen Landau und Winden gibt es schon 3 Züge pro Stunde: Stündliche RB Wissembourg - Neustadt, stündliche RB Karlsruhe - Neustadt und stündlicher RE Karlsruhe - Neustadt.
Das Problem ist eher, dass die RB zwischen Karlsruhe und Neustadt deutlich (über 20 Minuten) langsamer ist wie der RE und dass der RE zwischen Neustadt und Karlsruhe neben den Pendlern und den Besuchern der Besenwirtschaften und Weinfesten, vor allem von Deutschland Ticket "Fernreisenden" als schnellste Nahverkehrsverbindung zwischen Stuttgart/Karlsruhe und Kaiserslautern, dem Saarland und Trier genutzt wird.
Das aktuelle Fahrplankonzept zwischen Karlsruhe und Neustadt, das Hauptsächlich Infrastrukutrbedingt so ist wie es ist, ist so wenig sinnvoll, weil sich die Reisenden im RE stapeln, während die RB noch viele Kapazitätsreserven hat. Wäre die Strecke durchgängig Zweigleisig, dann könnte man die Zwischenhalte etwas sinnvoller verteilen, sodass die RB und der RE in etwa gleich ausgelastet sind.
 
Wäre die Strecke durchgängig Zweigleisig, dann könnte man die Zwischenhalte etwas sinnvoller verteilen, sodass die RB und der RE in etwa gleich ausgelastet sind.
Verstehe ich nicht. Der RE ist ja schon zwischen den Vollknoten in Neustadt und Karlsruhe eingeklemmt. Viel zeitliches Spiel für weitere Halte gibt's da eigentlich nicht.
 
Zurück
Oben