eTarif

Ticket2go wird zum Ende des Jahres seinen Dienst einstellen, womit auch der eTarif eingestellt wird.
Der KVV hat bereits seine eTarif-Seite aktualisiert und spricht vom Ende des Pilotprojektes. Man wolle die Erfahrungen bei der zukünftigen Tarifgestaltung beachten.

Wäre doch ein optimaler Zeitpunkt den eTarif wabenübergreifend in der gängigen KVV.mobil App einzuführen.
 
Auf der Seite des SWR findet man zwei spannende Artikel, die sich mit dem Thema befassen.


Vor allem auf die Homezone mit RegioMove bin ich mal gespannt. Dann würde endlich das Wabenproblem wegfallen.
 
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Hat schon jemand die homezone eingerichtet oder den luftstreckentarif ausprobiert? Homezone finde ich in der Regio move App nirgends
 
Hat schon jemand die homezone eingerichtet oder den luftstreckentarif ausprobiert? Homezone finde ich in der Regio move App nirgends
Du musst die Regiomove App im Appstore aktualisieren. Dann steht die Homezone zur Verfügung. Ich habe mir die für die Stadt mal angeschaut. Ich finde es nicht attraktiv innerhalb von KA mehr zu verlangen als eine klassische Monatsfahrkarte für 2 Waben, obwohl man einen kleineren Radius auswählt. Generell hätte ich es besser gefunden, auf der Karte Stecknadeln zu setzen und innerhalb deren dann den Tarif zu bestimmen. Der E Tarif finde ich persönlich sehr nett, auch am Tag darauf die Mail für welchen Betrag man am Tag zuvor gefahren ist und wie viel Co2 man zum Auto dabei eingespart hat. Das finde ich persönlich ein nettes Feature....
 

beathoven

aus Karlsruhe
Für 12 Euro kannst du eine Homezone mit den Haltestellen "Einfahrt über Gleis 21" und "Einfahrt über Gleis 43" buchen ;)
Insgesamt waren "Homezone" und "Luftlinie" in einer App geplant, bei den Tests 2020 war dies jedenfalls noch so. Aber offensichtlich war das Ergebnis nicht zufriedenstellend und man hat dann wohl für den Luftlinientarif auf fairtiq umgeschwenkt (die App scheint auch deutlich ausgereifter zu sein). Das Ergebnis jetzt aber auch nicht zufriedenstellend: Als Kunde mit "homezone" könnte das dann bedeuten, wenn ich ausnahmsweise außerhalb meiner Homezone mit "Luftlinie" starte und vergesse an meiner Homezonengrenze auszuchecken (passiert mir mit Luca dauernd), zahle ich doppelt...
 
Oh, je, das ist aber ein schlechtes Geschäft (für den App-Nutzer), wenn man für ganz KA auf irgendetwas zwischen 80 und 90 Euro taxiert wird - bei einem 'analogen' Preis von 68 Euro und voller Flexibilität innerhalb der regulären zwei Waben. Ist also nur interessant an Zonengrenzen, wo dann schnell drei Waben für kurze Strecken benötigt werden. Aber das Potenzial wird dafür im Vollpreissegment nicht so riesig sein. Und das Kalkül, daraus entstehende Mindereinnahmen durch zahlungsbereite Karlsruhe-Nutzer zu kompensieren, wird wohl nicht aufgehen, die können ja auch rechnen.
 
Oh man, ich denke sowieso dass ein runder Kreis, in dem meine Pendlerstrecke enthalten ist, sowieso viel zu viel unnötige Haltestellen beinhaltet, die mich unnötigerweise Geld kosten. Ein Oval oder Rechteck wäre viel besser. Wenn ich immer nur von Heide nach Rüppurr fahre, brauche ich ja nicht Mühlburg und Oststadt. Aber für solche Strecken ist dann die normale Monatskarte vllt auch preislich OK. Homezone ist dann halt eine Ergänzung.
Allerdings ist es für kurze Pendelstrecken vllt sinnvoller, oder wenn man sich häufig nur innerhalb eines Stadtteils bewegt, oder in Wabengrenzen bewegt.

Lustig, nach dem App Update und Login bekomme ich keinen Bestätigungscode aufs Handy. Ich bleibe dran :) fairtiq hab ich schon eingerichtet, aber bin seither noch nicht gefahren. Kenne und mochte den damaligen Luftstreckentarif sehr.
 
Hat schon jemand die homezone eingerichtet oder den luftstreckentarif ausprobiert? Homezone finde ich in der Regio move App nirgends
Ich habe heute mal den Luftlinientarif ausprobiert, hier mein Bericht.
Eigentlich war ich zu ticket2go-Zeiten bereits recht zufrieden mit dem Luftlinientarif, da ich als Gelegenheitsfahrer oft nur kürzere Strecken fahren möchte, für die ein 2-Zonenticket dann doch etwas teuer ist. Also war ich recht erfreut, dass es wieder einen Luftlinientarif geben würde. Die regiomove-App hatte ich dann auch schon vor ein paar Wochen runtergeladen und glaubte mich damit gut gerüstet für die neue Luftlinie. Doch die Überraschung für mich war dann, als ich heute morgen an der Haltestelle stand, dass die Schaltfläche "Luftlinientarif" auf der regiomove-App mich als erstes dazu aufforderte, mir eine andere App runterzuladen (die schon erwähnte fairtiq-App). Da schwante mir, dass die verbleibenden drei Minuten bis zur Ankunft meiner Bahn wohl nicht zum Lösen eines Luftlinientickets reichen würden. Also ging ich zum Fahrkartenautomaten und kaufte mir eine traditionelle Papierfahrkarte.
Auf dem Rückweg nachmittags sah ich mich besser gerüstet, hatte ich die fairtiq-App doch inzwischen runtergeladen und installiert. Etwas ärgerlich ist, dass die Anmeldedaten von der regiomove-App nicht in die fairtiq-App übernommen werden, d.h. man muss sich nochmal registrieren, seine Zahlungsdaten angeben, diverse Häkchen setzen und seine Einstellungen anpassen. Bei dem Versuch, meine BahnCard 50 anzugeben, hatte ich dann aber ein Problem, denn die App sieht nur die Angabe einer BahnCard 25 vor. Ein Blick auf die KVV-Webseite verriet mir aber, dass es wohl keinen Unterschied zwischen BC25 und BC50 gibt und so habe ich also meine BC50 als BC25 angegeben und hoffe, dass die Kontrolleure dies im Zweifel so akzeptieren.
Die fairtiq-App funktioniert nach dem Check-In/Check-Out-Prinzip. Es gibt aber auch eine Einstellungsmöglichkeit, mit der fairtiq selbständig erkennt, wenn die Fahrt beendet wurde und einen automatisch auscheckt ("smartStop"). Cool dachte ich, da ich bei ticket2go gelegentlich auch mal vergessen hatte, mich nach dem Aussteigen auszuchecken und so stellte ich diese Option an.
So gerüstet ging's zum Durlacher Tor. Selbst in der U-Haltestelle erkannte die App die Haltestelle auf Anhieb und das Einchecken war problemlos. Nach flotter Fahrt durch den Tunnel bin ich am Europaplatz ausgestiegen, um oberirdisch noch ein paar Haltestellen weiterzufahren. Nach dem Aussteigen wollte ich Auschecken, aber - zu meiner Überraschung - hatte die App das für mich schon gemacht. Und zwar bereits am Europaplatz, d.h. ich war unabsichtlich die letzten Haltestellen schwarz gefahren.
So fällt meine Bilanz nach einer Fahrt mit dem Luftlinientarif etwas durchgewachsen aus. Das Prinzip des Luftlinientarifs und das Check-In/Check-Out-Prinzip halte ich weiterhin für sinnvoll und attraktiv. Im Prinzip ist die App gut zu bedienen, aber sie hat eben auch noch ein paar Probleme, die hoffentlich noch behoben werden. Da ist die fehlende BC50-Option, die wohl ohne allzu großen Aufwand nachrüstbar sein sollte. Problematischer allerdings ist die smartStop-Option, wenn die App bereits ein Umsteigen als Beenden der Fahrt erkennt und den Nutzer damit unabsichtlich zum Schwarzfahrer macht. Ich kann nur raten, diese Option auszuschalten (oder ganz aus der App herauszunehmen), so lange diese Funktion nicht zuverlässig funktioniert. Dass man neben der regiomove-App noch eine weitere App benötigt, ist wiederum unbefriedigend und widerspricht dem Prinzip von regiomove: statt einer App für alle Wege nun also für jede Ticketart eine eigene App.
 
Danke @Wirbelstrom für deinen ausführlichen Bericht.
Das mit der separaten App ist mir schon bekannt. Wie du schreibst ist das aber tatsächlich ein Bruch bzgl. des regiomove "Alles außer beamen", wenn die Luftstrecke eine eigene App mit eigener Userführung ist. Aber die fairtiq app gilt ja auch in anderen Verkehrsverbünden, sodass das dann hoffentlich zumindest eine gute Qualität aufweist.
Das mit dem Auto Checkout finde ich auch sehr interessant, aber wenn diese so sensibel ist und den Übergang von U zu O-Haltestelle als Fahrtende interpretiert, ist die Funktion nicht nutzbar. Kann mir vorstellen, dass die App Bewegung die ca in Gehgeschwindigkeit erkennt und dadurch dann stoppt. Beim Umstieg am gleichen Gleis passiert das dann wahrscheinlich nicht.
Was aber cool ist, dass auch in der U-Haltestelle der Fahrtstart funktioniert, ich glaube in den FAQs habe ich gelesen, dass man bereits beim Eintreten in die U-Haltestelle die Fahrt starten soll. Ist aber auch eher weniger sinnvoll, wenn man schnell und spontan auf die Bahn muss und dann erst unten merkt, dass man ja noch starten muss.

Was mich noch interessieren würde: Damals bei ticket2go war es mMn so, dass die App automatisch den besten Preis ermittelt hatte, also wenn man den ganzen Tag fährt, ist der Preis max. eine Tageskarte. Da dies meine ich nur in der Doppelwabe KA ging, war der Preis dann eben max. eine City Tageskarte.
Das ist ja wohl jetzt auch so, allerdings ist der angegebene max. Preis der einer Regiotageskarte (10,xx€...) - Weil fairtiq im ganzen Verbund funktioniert.
Wenn ich aber den ganzen Tag nur im Karlsruher Stadtgebiet bleibe, würde ich doch erwarten, dass dann die Gesamtkosten auch nur einer City Tageskarte entsprechen? Sonst ist ja die Spontaintät dahin, wenn man schon beim Start der Fahrt wissen muss: Fahre ich denn heute so oft, dass ich mir gleich ne Tageskarte kaufe oder fahre ich vllt nur 3 Stationen und laufe dann zurück? Oder fahre ich vllt. heute Abend nochmal kurz in die Stadt und zurück?
Und wenn man innerhalb der Stadt bei 10€ rauskommt, wäre das ja nicht der beste Preis, wie es die App verspricht.

Bin gespannt auf weitere Berichte und werde auch bei der nächsten Fahrt selbst mal berichten.
 

Fairtiq kann "zukünftig" auch den günstigsten Preis berechnen, sodass meine Kritik Punkte mit der spontan Fahrt wohl beseitigt werden. Das finde ich super, somit ist es dann wohl wieder wie ticket2go damals.
Weiß jemand, wann dieses "zukünftig" eintritt?
 
Fairtiq gibts auch hier bei mir in Erfurt. Funktioniert gut, gerade wenn man nicht die ganze Stadtzone durchqueren will und sich 2,20 nicht lohnen. Vor allem wenns damit eine App gibt, die hoffentlich in mehreren Städten parallel funktioniert.
 

ralf

aus Südstadt
Fairtiq ist ein Startup aus Bern. Dort wird eher seltener als in Karlsruhe Standarddeutsch gesprochen. Vielleicht aber ja so langsam, dass man zwischen Fair und tiq eine Pause macht und die Bedeutung so wieder deutlicher wird. :unsure:
 
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