AVG Land beteiligt sich mit Millionenbetrag an S1/S11, S31 und S32

Hallo,

das Land Baden-Württemberg beteiligt sich für 2025 und 2026 mit einem Beitrag von 4,9 Millionen Euro pro Jahr und mit 6,1 Millionen Euro pro Jahr von 2027 bis 2031 am ÖPNV auf "Landesstandard" auf der S1/S11 und der S31 und S32 im Landkreis Karlsruhe. Betroffen sind die Streckenabschnitte der S1/S11 außerhalb der Stadt Karlsruhe und bei der S31 zwischen Bruchsal und Odenheim und bei der S32 zwischen Bruchsal und Menzingen.
Das dürfte den Landkreis Karlsruhe auf jeden Fall finanziell entlasten und hoffentlich dazu führen, dass mehr Doppeltraktionen auf der S1/S11 finanziert werden können. https://vm.baden-wuerttemberg.de/de...ahnen-vertraege-gelten-rueckwirkend-fuer-2025
 
Ab dem 12. September ist es dann endlich so weit:

 
ENDLICH gibt es an Wochenenden mal mehr Kapazität auf S1/S11.
Es geht doch auf keine Kuhhaut, dass bislang die Züge am Wochenende teilweise bis auf den letzten Stehplatz gefüllt sind, man im Berufsverkehr hingegen noch zahlreiche Plätze zur Auswahl hat.
 
Und jetzt müssten diese Fahrten dann nur noch auch so in der Fahrplanauskunft erscheinen, damit Leute diese gezielt auswählen können...
 
Und jetzt müssten diese Fahrten dann nur noch auch so in der Fahrplanauskunft erscheinen, damit Leute diese gezielt auswählen können...
Waren Doppeltraktionen jemals gekennzeichnet?
Insgesamt werden rund 80 Fahrten mit einem zusätzlichen Wagen an Samstagen, Sonn- und Feiertagen verstärkt.
Wie sind denn wochenends die Umläufe? Gibt es überhaupt (außer evtl. Sa. vorm.) Kurzläufer Heide - Albgaubad und hängen die mit Langläufer in einem großen Umlauf?
Weil "80" alleine würde ca. schon so 10 Stunden am Tag für Langläufer 2x DT/Stunde reichen ... Das dürfte doch eh schon fast alles wichtige abdecken?!
 
Waren Doppeltraktionen jemals gekennzeichnet?
Wie sind denn wochenends die Umläufe? Gibt es überhaupt (außer evtl. Sa. vorm.) Kurzläufer Heide - Albgaubad und hängen die mit Langläufer in einem großen Umlauf?
Weil "80" alleine würde ca. schon so 10 Stunden am Tag für Langläufer 2x DT/Stunde reichen ... Das dürfte doch eh schon fast alles wichtige abdecken?!
Find die Forderung Doppeltraktionen zu kennenzeichnen auch ein bisschen aus der Luft gegriffen.
Mich würde interessieren was mit "insgesamt 80 Fahrten" gemeint ist. Samstags und Sonntags zusammen gerechnet? Find das bisschen schwammig, aber gut das ist auch nur eine grobe Information und nicht als Vorstellung eines kompletten Betriebskonzepts gedacht
 
20 Fahrten Samstags hin, 20 Fahrten Samstags rück, dito sonntags, also über ein Wochenende ~80 Fahrten.
Ich glaube nicht, dass es 20-20 wird, schließlich wird Samstags alle 10 Minuten gefahren, Sonntags hingegen nur alle 20.
Und die Umläufe Samstags sind leider so verschachtelt, dass es von den 6 Zügen pro Stunde eigentlich nur einen gibt, der bloß von Albgaubad bis Neureut fährt. Alle anderen fahren auf mindestens einer der beiden Äste noch weiter.
Also wenn man Glück hat, gibt es Samstags einen kurzen Umlauf, wenn die Fahrten unglücklich verknüpft sind, gibt es gar keinen kurzen Umlauf.

Aber da es keineswegs so ist, dass die Züge von frühmorgens bis spätabends überfüllt sind, sollten die 80 Fahrten pro Wochenende wohl ausreichen.
Für an beiden Tagen circa 5 Stunden Doppeltraktion reichen die 80 Fahrten aus und das sollte auch kapazitätstechnisch ausreichen.
 
Find die Forderung Doppeltraktionen zu kennenzeichnen auch ein bisschen aus der Luft gegriffen.
Also ich hatte in der Zeit, als das noch im damaligen Abfahrtsmonitor bzw. im DFI permanent (und nicht erst in den letzten zwei Minuten) angezeigt wurde, ausgiebig genutzt. Einmal strategisch, d.h. für Hin- und Heimfahrt gezielt Doppeltraktionen ausgewählt. Gut morgens, wo man in der Regel meist mit den gleichen Bahnen fährt, kriegt man die Behängung ja mit auch heute noch mit (schließlich ändert die sich eigentlich nur zum Fahrplanwechsel), aber nachmittags war es doch ganz gut, mal zu schauen, welche der kommenden drei Bahnen doppelt fuhr. Und dann ad hoc, wenn die eigentliche Bahn Verspätung hat, mit +5 als Einfachtraktion aufläuft, wäre die Information, ob dann eine Doppeltraktion folgt, nicht schlecht.
Auch der Betrieb hätte was von beidem - die Einfachtraktion sammelt nicht so viel Verspätung (da dort dann auch weniger Leute einsteigen) und Rocket Science scheint es auch nicht zu sein, die Kollegen in Manchester schaffen es nämlich:
1787948254512.png
 
Wie sind denn wochenends die Umläufe? Gibt es überhaupt (außer evtl. Sa. vorm.) Kurzläufer Heide - Albgaubad und hängen die mit Langläufer in einem großen Umlauf?
Ich hab mir mal die Fahrpläne genauer angeschaut:
Die Kurzläufer, die nur zwischen Ettlingen und Neureut pendeln, fahren ab Ettlingen stündlich zur Minute :04 am Albgaubad ab und kommen in Neureut zur Minute :51 an.
In die Gegenrichtung starten die Kurzläufer in Neureut immer zur Minute :25 und kommen in Ettlingen immer zur Minute :12 an.

Ich gehe mal nicht davon aus, dass angesichts dieser Fahrpläne ein Kurzläufer auf einen Kurzläufer wendet.
Ich vermute eher, dass die Ankunft in Neureut zur Minute :51 auf die Abfahrt um :05 Richtung Ittersbach wenden wird.
Und die Ankunft in Ettlingen zur Minute :12 wird wohl auf die Abfahrt um :34 Richtung Hochstetten wenden.

Insofern gibt es wohl keinen reinen Kurzläufer-Umlauf, bei dem auf eine Doppeltraktion verzichtet werden kann, sodass wohl innerhalb eines gewissen Zeitraums sämtliche Fahrten mit Doppeltraktionen fahren werden.

Und da Sonntags 1x pro Stunde nach Ittersbach und 2x pro Stunde nach Bad Herrenalb gefahren wird, gibt es da auch keine Kurzläufer.
 
Auch in Stuttgart, Frankfurt (Main), Köln, Dortmund, Düsseldorf,... schafft man es am Anzeiger am Bahnsteig schon bis zu 40 Minuten vorher anzuzeigen, wie viele Wagen die nächsten Abfahrten haben.
 
[...]

Insofern gibt es wohl keinen reinen Kurzläufer-Umlauf, bei dem auf eine Doppeltraktion verzichtet werden kann, sodass wohl innerhalb eines gewissen Zeitraums sämtliche Fahrten mit Doppeltraktionen fahren werden.

Und da Sonntags 1x pro Stunde nach Ittersbach und 2x pro Stunde nach Bad Herrenalb gefahren wird, gibt es da auch keine Kurzläufer.
Ich gehe mal stark davon aus, dass man sinnvollerweise, so wie Mo-Fr au0erhalb der HVZ auch, nur zwischen Ettlingen Stadt und Neureut/Hochstetten in Doppeltraktion gefahren wird. Lediglich in der HVZ werden die Doppeltraktionen bis Ittersbach Rathaus/Bad Herrenalb durch gefahren und wo es aus Umlaufgründen gebraucht wird.

Das entspricht am ehesten der Nachfrage, die zwischen Ettlingen Stadt und Hochstetten deutlich höher ist, wie zwischen Ettlingen Stadt und Ittersbach Rathaus/Bad Herrenalb.
 
Vielleicht spart man im Gegenzug ein bisschen Personalkosten, indem man den zweiten Wagen nicht, wie jetzt bei einigen Fahrten, mitten am Tag in Ettlingen ankuppelt, sondern dauerhaft dran lässt?
 
Vielleicht spart man im Gegenzug ein bisschen Personalkosten, indem man den zweiten Wagen nicht, wie jetzt bei einigen Fahrten, mitten am Tag in Ettlingen ankuppelt, sondern dauerhaft dran lässt?
Die Personalkosten für den "Rangierer" der in Ettlingen Stadt die Wagen an- und abkuppelt dürfte deutlich niedriger sein, wie die Kosten um zusätzliche Doppeltraktionen zu finanzieren, wo diese nicht benötitgt werden. Bei einer Fahrt nach Ittersbach Rathaus/Bad Herrenalb dürften locker 40 Minuten rum sein, bis die Doppeltraktion wieder in Ettlingen Stadt ist, in der Zeit ist der zweite Wagen auch locker einmal nach Neureut Kirchfeld und zurück gefahren.
 
Ein etwas schwierigerer Fall sind die Einzelbahnen vom KIT-Nord-Gelände. Die Haltestelle im KIT ist nicht für gekoppelte Doppeltraktionen geeignet. 2 einzelne Bahnen könnten auf den 2 Gleisen nebeneinander stehen.
Aber so fährt halt ein Einzelfahrzeug durch bis Herrenalb und das zur Hauptverkehrszeit.
Eigentlich könnte man in Leopoldshafen mit einem Einzelfahzeug aus Hochstetten koppeln.
Richtung Norden wird es an Werktagen täglich praktiziert, dass eine Doppeltraktion bis Leopoldshafen fährt, dort ein bereit stehender Fahrer ins 2. Fahrzeug klettert, dieses an der Frankfurter Straße abkoppelt und zum KIT fährt, nachdem das 1. Fahrzeug Richtung Hochstetten weggefahren ist.
Eine Aufteilung von Zugverbänden zur Bedienung unterschiedlicher Strecken gab es in der DüWaG-Zeit auf der Linie A. Da wurde in Busenbach getrennt und ein Teil fuhr nach Herrenalb und der andere nach Langensteinbach.
 
Ein etwas schwierigerer Fall sind die Einzelbahnen vom KIT-Nord-Gelände. Die Haltestelle im KIT ist nicht für gekoppelte Doppeltraktionen geeignet. 2 einzelne Bahnen könnten auf den 2 Gleisen nebeneinander stehen.
Aber so fährt halt ein Einzelfahrzeug durch bis Herrenalb und das zur Hauptverkehrszeit.
Eigentlich könnte man in Leopoldshafen mit einem Einzelfahzeug aus Hochstetten koppeln.
Richtung Norden wird es an Werktagen täglich praktiziert, dass eine Doppeltraktion bis Leopoldshafen fährt, dort ein bereit stehender Fahrer ins 2. Fahrzeug klettert, dieses an der Frankfurter Straße abkoppelt und zum KIT fährt, nachdem das 1. Fahrzeug Richtung Hochstetten weggefahren ist.
Eine Aufteilung von Zugverbänden zur Bedienung unterschiedlicher Strecken gab es in der DüWaG-Zeit auf der Linie A. Da wurde in Busenbach getrennt und ein Teil fuhr nach Herrenalb und der andere nach Langensteinbach.
Da ist die Frage ob die Signaltechnik in Leopoldshafen Einfahrten ins besetzte Gleis zulässt, um dort Zugverbände bilden zu können. Flügeln kannst du technisch gesehen in fast jedem Bahnhof, zum Vereinigen muss die entsprechende Technik verbaut sein
 
Da ist die Frage ob die Signaltechnik in Leopoldshafen Einfahrten ins besetzte Gleis zulässt, um dort Zugverbände bilden zu können. Flügeln kannst du technisch gesehen in fast jedem Bahnhof, zum Vereinigen muss die entsprechende Technik verbaut sein
Bei der AVG ist es auf der S1/S11 ausreichend wenn eine Einfahrt mit 20 km/h signalisiert werden kann, wenn es sich um NET 2012/LNT handelt um kuppeln zu können, es muss kein Deckungssignal vorhanden sein. Wird zB in Ettlingen Stadt beim Eilzug aus Karlsruhe regelmäßig praktiziert, wenn der Kurszug vorne dran Verspätung hat, oder wenn aus Richtung Bad Herrenalb/Ittersbach Rathaus an der Spitze verstärkt werden soll und nicht am Schluss.

Im Bahnhof Leopoldshafen Frankfurter Straße geht das nicht, weil die Einfahrsignale keine 20 km/h signalisieren können, man könnte allerdings den zweiten Wagen als Rangierfahrt aus der Schleife anhängen, das erfordert aber entsprechende Zeit und entsprechendes Personal.

Da die NET 2012 leider keine selektive Türfreigabe verbaut haben, kann man auch nicht ab KIT Campus Nord die vordere Einheit leer und verschlossen, also nur mit dem Lokführer besetzt, bis Leopoldshafen Frankfurt Straße fahren.
 
Naja, schon, aber nur für den ersten Wagen. Dafür kann man dann jede Tür individuell steuern.
Im NET 2012 kann man nicht über ein Menü vorausgewählt oder individuell einzelne Türen oder ein Fahrzeug sperren, sondern muss die Türen dann manuell per Knopfdruck öffnen. Das ist einfach eine Notlösung, aber von komfortabel und einfach weit entfernt.
Beim FLIRT oder beim ICE 4 kann ich über das entsprechende Menü jede Türe einzeln, oder bei Mehrfachtraktion einen Zugteil, oder bestimmte Wagen freigeben oder sperren. Das geht sogar schon recht deutlich im Voraus, ich kann zB in Karslruhe Hbf schon sagen, dass ich beim Halt in Schorndorf nur am hinteren FLIRT die Türen 1, 5 und 6 freigeben möchte, oder dass ich beim Halt in Köln Hbf den Wagen 14 nicht freigeben möchte.
 
Ist der Bahnsteig im Forschungszentrum zu kurz, oder warum können da keine Zugverbände hinfahren? Könnte man einen zu kurzen Bahnsteig nicht einfach verlängern, oder an eine andere Stelle des Geländes verlegen? Will halt keiner bezahlen vermute ich mal.
 
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