Ich habe ja nix von BOstrab Strecken geschrieben. Und bewusst auch nicht Hauptbahnen.... Auf BOstrab Strecken gehören sie schließlich hin.
Die S4 ist ja schon Teil zum RE geworden, analog S7 im Murgtal und S8 Richtung Baden-Baden. S9 alt ebenso.
S6 lebt auch nur noch von den kleinen Stummel in Bad Wildbad.
Die S4 blieb ja weiterhin, sogar der Langläufer. Hätte man das umgesetzt, wie von dir behauptet wurde, hätte die S4 von Karlsruhe in Bretten enden sollen ("Langläufern (..) auf den Vor-Ort-Verkehr zu reduzieren"). Hat man aber nicht, sondern bewusst die Langläufer beibehalten. Selbiges wie schon geschrieben bei der S6/5/51. Man hätte in Söllingen die Verkehre enden können ("Vor-Ort-Verkehre"), hat man aber auch nicht und fährt weiter nach Pforzheim, sogar nach Bad Wildbad.
Die S4-Eilzüge wurden durch einen Regionalexpress und mit einer höheren Kapazität und Fahrkomfort ersetzt. Zudem besteht mit dem direktem Anschluss an dem Nullknoten in Karlsruhe. Der Eilzug hatte diesen auch, man musste allerdings eine Stadtrundfahrt in Kauf nehmen. Der Sprinter fuhr direkt zum Hbf., hatte aber mit seiner Lage den Takt auf der Kraichgaubahn komplett zerschossen und wäre eigentlich eine reine EBO-Fahrt. Die Fahrgaststeigerungen hätte man auch mit den Zweisystemern nur begrenzt reagieren können (Dreifachtraktion scheitert an der BOStrab-Durchfahrt durch Karlsruhe [regelmäßiges An- und Abkuppeln im Bahnhof Durlach verringert die Betriebsqualität und bindet Personal], größere Mehrzweckbereiche, Fahrradstellplätze...)
Die Einkürzung der S8 auf Forbach ging eine große Untersuchung voraus. Nur rund
etwa 10% der Fahrgäste fahren aus der Innenstadt über Forbach hinaus. Da macht es schon durchaus Sinn, ein Brechpunkt der S8 dort zu planen und u.a. für Freudenstadt ein stündlich, schnelles Expressangebot (zwischen Forbach und Freudenstadt als RB) nach Karlsruhe einzurichten - also quasi ein MEX
Bei der S7 ist es ähnlich. Je südlicher es geht, desto weniger Leute wollen direkt in die Innenstadt. Daher macht der Brechpunkt in Baden-Baden Sinn (und man hat ggf. noch Hoffnungen auf eine Verlängerung wirklich nach Baden-Baden). Im Gegenzug gibt es dann neu eine RB Karlsruhe - Achern. Hinzu kommt, dass durch die Umstellung von 90/100 km/h auf 160 km/h mehr Kapazität auf einem überlastetem Schienenkorridor entsteht.
So schön und revolutionär das Karlsruher Modell war und auch weiterhin ist, stößt es an seine Grenzen und muss auf die aktuellen Rahmbedingungen angepasst werden - sowohl verkehrlich, nachfragetechnisch als auch vergaberechtlich.
PS: vlt macht es Sinn, dafür ein eigenen Thread zu erstellen?
