VPE - Fahrgastentwicklung - Mühlacker Tagblatt 30.08.2019

Ein Artikel aus dem MT.
Leider kommt die Integration alle VPE-Leistungen in den KVV (konkret die Nutzung der Buslinien mit KVV-Karte) nicht vor.
Das Interessiert die Vertreter der Stadt Pforzheim und des Enzkreises leider nicht.
 

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Für so eine kleine Fläche wie die des VPE jeweils eigene Systeme zu schaffen ist einfach verschwenderisch und nicht kundenorientiert, da es bei einem Verlassen des kleinen Verbundes sofort Ticketprobleme mit den anderen Verbünden gibt und man im Prinzip auf den BW-Tarif angewiesen ist. Die Strecke von Karlsruhe nach Pforzheim zB ist gut ausgelastet, die S5 und der Regionalverkehr verbinden die zwei Großstädte miteinander, da sind zwei verschiedene Systeme einfach unnötig. Man hat im Enzkreis aber wohl die Angst davor, dann von denen aus Karlsruhe oder eben Stuttgart bei Planungen überstimmt zu werden und behält daher lieber das kostspielige, alte Konstrukt. Dabei ist in Pforzheim circa die Grenze des Einzugsgebietes von Karlsruhe und Stuttgart. Daher würde es sich anbieten, den VPE aufzusplitten. Und ach ja, schau dir mal die Website vom VPE an, das zeigt einem schon vieles.
 
Noch viel schlimmer ist der VGC, wenn man bedenkt, dass die Ziele der meisten Berufstätigen und Schüler aus dem Enztal, im VPE oder VGF-Gebiet liegen (Pforzheim oder Freudenstadt), aus dem Nagoldtal im VVS oder VPE-Gebiet liegen, hat der VGC eigentlich keine Bedeutung und verschwindet hoffentlich in den nächsten Jahren. Weil sämtliche Arbeitsschwerpunkte und teilweise auch Berufsschulen liegen in anderen Verkehrsverbünden. Man muss alleine an den Ort Dobel denken, der gehört zu 3 verschiedenen Verkehrsverbünden (KVV/VGC/VPE). Ich hoffe, dass durch den Landestarif die Verbünde unter Druck gesetzt werden und es Fusionen geben wird, die Größe der Regionalverbände wäre so das Maß dafür, weil meistens fahren die Leute in das nächste Oberzentrum, zur Arbeit, zum Einkaufen, zum Arzt oder in der Freizeit.
 
Ich hoffe, dass durch den Landestarif die Verbünde unter Druck gesetzt werden und es Fusionen geben wird
Ich befürchte das Gegenteil. Beim VPE und KVV sowie HNV und KVV hat es dazu geführt, dass sich die Verkehrsverbünde voneinander entfernen. Denn die Übergangsregelungen (und das nicht nur dort) wurden abgeschafft. Besonders bitter hierbei ist ja, dass man nicht mehr mit KVV-Fahrkarten auf den VPE-Schienen fahren kann. Konnte man vorher mit einer KVV-Fahrkarte von Karlsruhe bis Vaihingen, gibt es inzwischen nicht ein mal mehr die Möglichtkeit, in den KVV-Bahnen eine Fahrkarte für diese Strecke zu kaufen ...
V o r dem bwtarif waren KVV und VPE unter einem gewissen Druck, in tariflichen Fragen miteinander zu kooperieren, weil ja AVG-Stadtbahnen vom KVV im VPE fahren. Mit dem bwtarif ist dieser Druck genommen worden, und Überlappungen verschiedener Tarifgebiete sind weniger notwendig. Und es sei angemerkt, dass der bwtarif in vielen Fällen für KVV-Kunden zu einer Verteuerung geführt hat (besonders KVV <-> VPE). Dies hätte so nicht kommen dürfen, auch nicht, dass sich nun der Fahrkartenkauf verkompliziert hat.
 

Mueck

aus Karlsruhe
Wir haben in BW 14 Oberzentren, aber ich denke, dass man maximal bei 5 Verbünden bleiben sollte.
Das klänge schon besser ... ;)

auch die haben ihre Grenzen.
Das ist ja auch gerade das Problem des VPE: Grenze östlich oder westlich von PF? Also gen Osten oder gen Westen fusionieren? Oder zwischen den Stühlen hocken bleiben? Oder doch lieber einen ba-wü Großverbund, was machen dann KVV und VRN etc.?
Na gut, Fernziel Verbund, soweit die Schienen reichen: Ein Ticket Lisboa -- Владивосто́к oder གཞིས་ཀ་རྩེ་ oder Thành phố Hồ Chí Minh am Automat auf dem Marktplatz lösen können, Ausreichend Kleingeld bitte vorrätig halten ... ;)
 
Ich glaube, man war vor Jahren schon weiter.
Konkret hatte der KVV vorgeschlagen den VPE mit eignen Waben in den KVV zu integrieren.

Aber es gibt sowohl beim Enzkreis als auch bei der Stadt Pforzheim keinerlei Interesse an einer Fusion.

Dafür gibt es verschiedene Gründe:
  • Angst die Hoheit über Pforheim und Enzkreis aufzugeben
  • Unterschiedliche Orientierungen
einerseits Richtung KA, vor allem westlicher Enzkreis
anderseits Richtung S, das sind die Gemeinden des östlichen Enzkreises

Da sich kein Politiker mit einer Lösung profilieren kann, werde ich wohl die Lösung nicht mehr erleben.

Es sei denn, das Land, Minister Herrmann, wäre bereit im Zuge einer Reorganisation der KVV-Waben den VPE zu integrieren und einen Haufen Geld drauf zu werfen.

Sind ja nur noch wenige Tage bis Weihnachten, da darf man sich ja was wünschen.
 
Das wäre ja quasi ein Plädoyer für einen (Groß-)VPE, denn PF ist sowohl Oberzentrum, als auch Sitz eines Regionalverbands ...
Warum nicht ein "Groß-KVV" mit Pforzheim, Calw und Freudenstadt? Oder gleich ein noch größerer VRN. Man kann ja bereits von Homburg bis nach Würzburg und von Alzey bis nach Lauterbourg fahren. Bei diesem bereits vorhandenen VRN-Gebiet reißt es das Stück nach Freudenstadt auch nicht mehr raus.
 
Das Problem ist ja wohl, wo man die Grenze zwischen den Metropolregionen von MA/HD, KA und S zieht.
Pforzheim und Heilbronn teilen das Schicksal sich nach mehreren Richtungen aufzuteilen und müßten eigentlich jeweils ein Riesenüberlappungsbereich von KVV/VVS/VRN bilden.
Die kleineren Verkehrsverbünde in BaWü wären überflüssig, wenn sich solche Bereiche als Tarifgebiet der Großen definieren ließen.
Der Metropoltarif und der BaWütarif bilden da den ersten Ansatz, allerdings zu höherem Preis als zuvor.
 
Das wäre doch ein großer Wurf:
VRN, KVV und VVS werden zu einem Verbund zusammengelegt und alle kleinen Verbünde dazwischen und am Rande integriert!
 

Marc

aus Knielingen
Verbünde abschaffen und die aktuellen Angestellten in Regionalbüros organisieren: ein Tarif und dennoch Ansprechpartner und Zuständigkeiten vor Ort. Auf Dauer kann man so sicher auch ein paar Stellen (bspw Personalabteilung) abschaffen
 
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