So ein Zweirichtungsfahrzeug müsste auf beide Seiten Türen haben. Momentan ist auf der gegenüberliegende Seite der Mehrzweckbereich (außer bei den alten Niederflurern) und müsste dann wo anders in der Nähe der Tür sein.
Nein der offizielle Mehrzweckbereich ist bei den NET 2012 zwischen den ersten beiden und den letzten beiden Türen, beim ET 2010 an der ersten und der letzten Türe. Dass es noch die Klappsitze gegenüber den Türen gibt beim NET 2012 liegt bis auf die mittlere Türe daran, dass das Fahrzeug Konstruktiv ein Zweirichtungsfahrzeug ist und sich dort bei den Zweirichtungsfahrzeugen die Türen befinden. Siehe die Beispiele aus Chemnitz
https://de.wikipedia.org/wiki/Vossloh_Citylink#/media/Datei:Citylink_Chemnitzer_Modell.jpg , dort sogar mit unterschiedlichen Einstiegshöhen je Tür, und Sheffield
https://de.wikipedia.org/wiki/Vossl...ass_399_Citylink_Tram-Train_-_37591607021.jpg
Welche Diskussionen das auslösen könnte, von Einrichtung- zu Zweirichtungsfahrzeuge und von Türen auf einer zu Türen auf beiden Seiten, konnte man in der Region Rhein-Neckar sehen (Stichwort RNT):
- Weniger Sitzplätze im Vergleich zu den bisherigen Fahrzeugen
- Gegenüberliegende Türen wollten die Rollifahrer nicht, also sind die Türen versetzt worden
- Die Fahrgäste verteilen sich nicht mehr so gut und bleiben umsomehr im Türbereich stehen
-...
Dass Sitzplätze verloren gehen stimmt nur sehr bedingt, siehe der Vossloh Citylink aus Chemnitz, der trotz Zweirichtungsversion und Toilette an Bord mehr feste Sitzplätze hat wie der NET 2012, dafür im Multifunktionsbereich auch keine Klappsitze, sodass es dort auch nicht zu "Duskussionen über die Nutzung" kommt. In Heidelberg gab es Netzbedingt schon immer Zweirichtungsfahrzeuge, weil es dort fast nur Stumpfendstellen gibt, was mit einem Einrichtungsfahrzeug eher ungünstig ist.
Für mich sind der NET 2012 und die Rhein-Neckar-Tram ein Musterbeispiel dafür, dass wenn man alle Interessensgruppen und alle sonstigen Beteiligten mitreden lässt und es allen recht machen will, zum Schluss ein fauler Kompromiss raus kommt mit dem keiner zufrieden ist.
Die versetzten Türen werden von Fahrgästen als Stehraum genutzt, also können die Fahrgäste mit Mobilitätseinschränkungen ihn nicht wie gewünscht "zum wenden" nutzen. Über die Sitzgestaltung und die Sitzverteilung wird gemotzt,...
In Karlsruhe wollte man viele Multifunktionsbereiche für die Straßenbahnlinien, obwohl die dort seltenst als solche genutzt werden und in der Anzahl gebraucht werden, auf der S1/S11/S12 fehlen dafür die notwendigen festen Sitzplätze und bei einer Einfachtraktion gibt es dann regelmäßig "Kabbeleien" zwischen Kinderwagen, Fahrrad, Gehwagen und Fahrgästen die auf den Klappsitzen sitzen, weil es sonst nur Stehplätze gibt, wer denn nun die "Multifunktionsbereiche" mit welcher Priorität nutzen darf.