Rastatter Tunnel: Testfahrten

Dauer noch ein bisschen. Aktuell fehlt noch die Oberleitung, aber immerhin wird daran jetzt wieder intensiv gearbeitet. Laut BNN Artikel von dieser Woche sollen im Juni die Testfahrten beginnen wenn ich es richtig im Kopf habe.
Update:
Inzwischen ist die Signalanlage in Betrieb, zumindest die Signale zwischen Bashaide und nördlicher Tunneleinfahrt leuchten rot.
Auch scheint die Oberleitung in diesem Abschnitt inzwischen vollständig zu hängen. An der südlichen Tunnelrampe ist man noch am Setzen der Masten.
 

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Sicher? Ich hatte eigentlich den Eindruck gewonnen, dass der Abzweig in seiner jetzigen Form doch dauerhaft liegen bleiben soll. Für die obige Fragestellung ist das aber ohnehin egal, weil der Abzweig ja nur für den umgekehrten Fall (Nutzung der SFS bis Baden-Baden, aber dann oberirdisch durch Rastatt) relevant ist.
Es gab es diverse Planungsstände für Rastatt Süd, die zwischen null und zwölf Weichen diverse Varianten dargestellt haben. Die favorisierte Variante hat sich zum Teil je nach politischer Großwetterlage, Haushaltslage des Bundes etc. pp. schneller geändert, als man sie in ein Genehmigungsverfahren bringen konnte. Bauzustände sowie gewünschte, finanzierte und genehmigte Variante für den Endzustand waren alles andere als identisch. Wie man das bis zur Fertigstellung zur Deckung bringt - keine Ahnung.
Wobei es schon eine Frage ist, wer der Öffentlichkeit den Schildbürgerstreich verkaufen will, die vorhandenen Weichen rauszureißen...
 
Der Ausbau sinnvoller Weichen war doch über Jahrzehnte gelebte Kernkompetenz eines gewissen Konzerns ...
Im konkreten Fall geht es eher um die Spielregeln des Konzerneigentümers. Der ist ja gerne bereit, in Bedarfsplanprojekten Weichen im Bauzustand zu finanzieren, die er im Endzustand für verzichtbar und nicht finanzierungsfähig hält. Dann gibt es aber Geld aus einem Topf, der nicht dazu genutzt werden darf, die Nicht-Finanzierungsfähigkeit aus dem anderen Topf zu umgehen. Weswegen es eine EBA-überwachte Ausbaupflicht von nur als Bauzustand finanzierten Weichen (und Signalen etc) gibt, einschließlich Rückzahlungsverpflichtung der Bundesmittel zuzüglich Strafaufschlag.

Auf der POS Nord wurden ja deshalb auch die Bau-Überleitstellen nach den jeweiligen Bauphasen zurückgebaut - um jetzt zu prüfen, ob man die im Zuge der anstehenden Generalsanierung wieder herstellen kann. Die Weichen gleich drin zu lassen, wäre für den Bund billiger gewesen (1x Einbau statt 2 x Einbau und 1x Ausbau) - aber für die DB teurer (2x Einbau [1x Einbau plus Strafzuschlag auf die Rückzahlung] auf Eigenmittel (plus laufende Instandhaltung) statt gar nichts, weil Bundesfinanzierung). 🤪 Wer soll so etwas der Öffentlichkeit erklären?
 
Weswegen es eine EBA-überwachte Ausbaupflicht von nur als Bauzustand finanzierten Weichen (und Signalen etc) gibt, einschließlich Rückzahlungsverpflichtung der Bundesmittel zuzüglich Strafaufschlag.
Wir brauchen echt wieder mehr Pragmatismus beim Bauen von Eisenbahninfrastruktur. "Was liegt bleibt bis Ende der Lebendauer erstmal drin" wäre da doch eine nette Prämisse. Und dann kann man ja immernoch prüfen wie oft das tatsächlich genutzt wurde.
 
Wir brauchen echt wieder mehr Pragmatismus beim Bauen von Eisenbahninfrastruktur. "Was liegt bleibt bis Ende der Lebendauer erstmal drin" wäre da doch eine nette Prämisse. Und dann kann man ja immernoch prüfen wie oft das tatsächlich genutzt wurde.
tja ... da gibt es aber etwas das nennt sich Anlagevermögen, dazu relatierte Besteuerung (deswegen wurden ja kurz nach der Privatisierung überall 1m Gleis rausgeschnitten um das Anlagevermögen klein zu machen) sowie Unterhaltskosten die die DB selber tragen muß, im Gegensatz zu Neubaukosten die vom Bund getragen werden (weswegen man ja das Anlagevermögen verlottern lässt um es dann auf Kosten des Bundes neu zu bauen ...)
 
Vergangenes WE war Karlsruhe-Durmersheim gesperrt, um die Plastiktüten von den ETCS-Blockkennzeichen und -Halttafeln zu entfernen :)

OK, nebenbei auch zur Inbetriebnahme des ESTW Kreuzacker. Die Tafeln sind aber natürlich das Sichtbarste. Balisen habe ich aber merkwürdigerweise noch keine im Gleis gesehen.

Weitere Vollsperrungen sind laut strecken.info geplant vom 01.06.2026 23:45 - 05.06.2026 04:45 und vom 08.06.2026 23:30 - 20.06.2026 04:30.
 
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Vergangenes WE war Karlsruhe-Durmersheim gesperrt, um die Plastiktüten von den ETCS-Blockkennzeichen und -Halttafeln zu entfernen :)

OK, nebenbei auch zur Inbetriebnahme des ESTW Kreuzacker. Die Tafeln sind aber natürlich das Sichtbarste. Balisen habe ich aber merkwürdigerweise noch keine im Gleis gesehen.

Weitere Vollsperrungen sind laut strecken.info geplant vom 01.06.2026 23:45 - 05.06.2026 04:45 und vom 08.06.2026 23:30 - 20.06.2026 04:30.
Da geht es dann eventuell um die Hochtastfahrten.
Schon was gehört wann die Fahrleitung eingeschaltet werden soll? (Im Tunnel hängt sie noch nicht).
 
In Durmersheim hat man nicht nur eine ETCS-Halttafel, sondern auch ein neues hochstehendes Ls installiert.
20260327.jpg
Ich habe nicht darauf geachtet, ob das alte niedrige Ls kurz vor dem Bahnsteiganfang (das sehr gut in der Botanik versteckt war), dafür weg ist.

Jemand Kundiges kann sicher sagen, wozu es an der Stelle ein Ls braucht?
 
In Durmersheim hat man nicht nur eine ETCS-Halttafel, sondern auch ein neues hochstehendes Ls installiert.
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Ich habe nicht darauf geachtet, ob das alte niedrige Ls kurz vor dem Bahnsteiganfang (das sehr gut in der Botanik versteckt war), dafür weg ist.

Jemand Kundiges kann sicher sagen, wozu es an der Stelle ein Ls braucht?
Das ist nicht Durmersheim, sondern Forchheim, Durmersheim hat noch Formsignale und mechanische Stellwerke, da wäre ein hochstehendes Ls wie hier im Bild zu sehen nicht bedienbar.

Das hochstehende Ls mit ETCS Level 2 Blockkennzeichen mit dran hat die gleiche Funktion wie ein LZB Blockkennzeichen im Bahnhof, es ermöglicht Anzeigegeführten Zügen ein "dichteres Auffahren" wie es die Licht Hauptsignale mit PZB zulassen.

Da der Tunnel Rastatt mit ETCS Level 2 mit Signalen ausgerüstet wird, müssen die ETCS Blockkennzeichen im Bahnhof mit einem hochstehenden Ls ausgerüstet werden, damit das Stellwerk dort eine gesicherte Zugfahrstraße hin einstellen kann. Lässt sich auch sehr schön auf der Riedbahn bewundern wie die Bahnhöfe teilweise mit hochstehenden Ls "gepflastert" sind.

Diese "Sonderkonstruktionen" machen eine Abnahme eines Stellwerks mit ETCS Level 2 mit Signalen so komplex und schwierig, weil man mit der Inbetriebnahme des RBC lauter "nicht definierte" Zustände abnehmen und prüfen muss.

Es werden noch Wetten angenommen ob zu erst auf der Riedbahn ETCS Level 2 vollständig in Betrieb genommen wird oder ob die Strecke Abzweig Dammerstock - Abzweig Rastatt Süd zu erst mit ETCS Level 2 in Betrieb geht.
 
Danke! Natürlich ist das Forchheim, sorry ...

Hab jetzt auch gefunden, warum man im Bahnhof ein hochstehendes Ls am Blockkennzeichen braucht und auf der freien Strecke nicht. Wikipedia erklärt das ganz gut: https://de.wikipedia.org/wiki/Blockkennzeichen#Planung_von_Blockkennzeichen (kurz: es hat mit Rangieren zu tun).

Ein tiefstehendes Ls gab oder gibt es ein paar Meter weiter, dessen Sinn sich mir auch nicht ganz erschließt. Vielleicht wegen dem früher dort vorhandenen Überweg?
 
Danke! Natürlich ist das Forchheim, sorry ...

Hab jetzt auch gefunden, warum man im Bahnhof ein hochstehendes Ls am Blockkennzeichen braucht und auf der freien Strecke nicht. Wikipedia erklärt das ganz gut: https://de.wikipedia.org/wiki/Blockkennzeichen#Planung_von_Blockkennzeichen (kurz: es hat mit Rangieren zu tun).

Ein tiefstehendes Ls gab oder gibt es ein paar Meter weiter, dessen Sinn sich mir auch nicht ganz erschließt. Vielleicht wegen dem früher dort vorhandenen Überweg?
Das ist das Lichtsperrsignal, das die Weiche 81W2 deckt (zu Zeiten des Mechanischen Stellwerkes war das die Weiche 8), weil in Forchheim steht das Ausfahrsignal im Gleis 1 Richtung Durmersheim schon immer erst nach der Überleitverbindung im Südkopf, war auch schon, als ich dort vor Ort noch Fdl im mechanischen Stellwerk war. Die Ne14-Tafel dient als Flankenschutz, wenn ein anderer Zug die Überleitverbindung befährt.
 
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