NET2012

aus Karlsruhe-Waldstadt
Nachdem man Fahrräder über das Fahrradleihsystem ,,KVV.Nextbike" in Karlsruhe, Baden-Baden und Ettlingen ausgeleihen kann, ist dies auch nun in Rastatt möglich!

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ralf

aus Südstadt
Was ich noch nicht ganz verstanden habe: Kann bzw. darf ich ein in Karlsruhe geliehenes Fahrrad nach einer Radtour z.B. in Rastatt zurückgeben?
 

ralf

aus Südstadt
Allgemein fällt mir gerade auf, dass sich das Rastatter Nextbike-Angebot nur sehr beschränkt sinnvoll Rastatt-Intern nutzen lässt. Vier Stationen, davon zwei am Bahnhof bzw. auf der gegenüberliegenden Straßenseite (Reithalle) und dann noch einmal jeweils Eine am Anfang und am Ende der Fußgängerzone in der Kaiserstraße. Zwar darf man mit dem Rad mit Schrittgeschwindigkeit durch diese Fußgängerzone fahren. Allerdings kann man dann gleich laufen. Somit macht aus Rastatt-Interner Sicht allenfalls der Weg zwischen Fußgängerzone und Bahnhof Sinn. Damit dürfte dann der Anspruch, ein individuelles Verkehrsmittel in der Stadt zu sein, nicht erfüllt sein. Man bietet eher eine Alternative zu schlechten Busverbindungen und etwa einem Kilometer lang laufen.

Es fällt zwar auch in Karlsruhe immer mal wieder auf, dass Nextbikes außerhalb von Kernzone und Stationen stehen. Aber in Rastatt sind es schon heute so kurz nach dem Start vier Stück in der Nacht. Einmal zwischen Bahnhof und Fußgängerzone, einmal mitten in der Fußgängerzone: Okay, diese beiden Nutzer waren wohl faul oder haben das System nicht verstanden. Die beiden anderen Räder haben es ans Daimler-Werk und in das Stadtviertel Rheinau geschafft. Für diese Fahrten kann das System gar nicht optimal genutzt werden, wenn man das Rad nicht für den gesamten Aufenthalt kostspielig mieten wollte.
 

ralf

aus Südstadt
Ich habe mal noch einmal nachgesehen, in welchen Gegenden im KVV-Gebiet nextbike seinen Service anbietet:

Karlsruhe-Stadt
Die Flexzone im Stadtgebiet ist eigentlich großzügig, allerdings sind auch einige zentrale Teile ausgenommen. Das fällt am Besten beim KIT-Campus direkt an der Kaiserstraße auf. Mittels Stationen sind auch Stadtteile außerhalb der Flexzonen angebunden, der Service damit deutlich besser als etwa VRN.Nextbike in Mannheim. Allerdings fallen Lücken im östlichen Stadtgebiet auf: In Wolfartsweier und den Bergdörfern gibt es keine Stationen. Bei Wolfartsweier wäre es eigentlich praktisch, um die Verbindung nach Ettlingen zu verbessern. Bei den Bergdörfern wäre es vielleicht zu kostspielig, die Räder immer wieder nach oben zu transportieren, wenn die Nutzer deutlich öfter abwärts fahren.

Landkreis Karlsruhe
Im südlichen Landkreis scheint es mir relativ plausibel, dass die beiden benachbarten Städte Ettlingen und Rheinstetten über nextbike-Stationen verfügen. Dabei ist man wohl nach den Haltestellen vorgegangen. In Ettlingen kann man etwa vom Westbahnhof zum Wasen oder zum Stadtbahnhof fahren, womit die S71/S81 besser an Albtalbahn und die Ettlinger Innenstadt angebunden sind. Etwas schade, dass nicht zumindest die ebenen Stadtteile Bruchhausen und Ettlingenweier angebunden hat. In Rheinstetten gibt es die Stationen Messe/Leichtsandstraße und Rösselsbrünnle hier wäre gewiss auch eine Silberstreifen-Station sinnvoll, um die S7/S8 zu erreichen. Auch in Neuburgweier würde man sich gewiss darüber freuen, mit dem Leihrad zu einer Bahnhaltestelle zu kommen. Ansonsten fehlt in der Ebenen im südlichen Landkreis nur die Gemeinde Malsch komplett, für die der Service aufgrund ihrer Größe und des gleichzeitig dürftigen ÖPNV-Angebotes gewiss auch sinnvoll wäre.
Im nördlichen Landkreis Karlsruhe sieht es noch deutlich schlechter aus: In keiner der nördlichen Nachbargemeinden gibt es eine Station. Immerhin gibt es in Bruchsal sechs Stationen, davon aber fünf im Zentrum und eine in der Straße Campus. Sinnvolle Fahrten sind für Diejenigen möglich, die im Bereich Campus arbeiten oder lernen und mit der Bahn nach Bruchsal Bahnhof fahren oder im Zentrum wohnen. Leider gibt es in Stutensee keine Station, somit lässt sich auch das nextbike leider nicht als "S2-Ersatz" nutzen und wer das nextbike zur Fahrt nach Karlsruhe nutzen möchte, muss damit mindestens bis Durlach oder Hagsfeld fahren. Alternativ kann man noch in die zweite Gemeinde im nördlichen Landkreis fahren, welche über nextbike-Stationen verfügt. Gondelsheim zeigt, dass man auch als kleinere Gemeinde beim Bike-Sharing mitmachen kann. Fragt sich, wie sinnvoll das ist, wenn die benachbarten Gemeinden nicht mitmachen. Immerhin kommt man so besser nach Bruchsal, aber unverständlicherweise nicht nach Bretten. Die zweitgrößte Stadt im Landkreis Karlsruhe verfügt nämlich wie weite Teile des nördlichen Landkreis Karlsruhe über keine einzige Station.

Landkreis Germersheim
Im Landkreis Germersheim gibt es keine einzige Station. Unverständlich, mit Stationen in Wörth könnte man die unmotorisierte Rheinquerung erleichtern und die Station in Maxau stände nicht so isoliert da. Für Germersheim hätte es ja grundsätzlich ebenfalls Sinn gemacht. Leider stünde Germersheim wegen dem Stationenmangel im nördlichen Landkreis Karlsruhe aber auch recht isoliert da. Mit dem Bike-Sharing ließe sich etwa auch Germersheim besser mit Philippsburg verbinden - wollen aber wohl beide Städte nicht.

Landkreis Rastatt
Nextbike-Stationen gibt es lediglich im Rastatter Zentrum. Sinnvolle Fahrten allenfalls vom Bahnhof ins Stadtzentrum. Für Radfahrer mit entsprechender Kondition auch nach Baden-Baden, Rheinstetten oder Ettlingen. Ein wenig schade, dass die Gemeinden im närdlichen Landkreis Rastatt ähnlich wie die Gemeinde Malsch wohl kaum interessiert sind, die Lücke zwischen Rastatt und Rheinstetten zu schließen. Für die Gemeinde Sinzheim wäre es gewiss auch eine feine Sache, trotz dürftigem ÖPNV besser ins nahegelegene Baden-Baden zu kommen. Sinnvoll nutzen ließe sich Bike-Sharing je nach Einrichtung der Stationen bestimmt auch Richtung Iffezheim, Hügelsheim, Baden-Airpark, Bühl und dem unteren Murgtal.

Baden-Baden
Nachdem man die Stadtbahn im Oostal abgelehnt hat, ist man bei der Einrichtung der Nextbike-Stationen einigermaßen Vorbildlich vorgegangen. Ist das zentrale Stadtgebiet zwischen Oos und Lichtental doch relativ flächendeckend mit Stationen versorgt, sinnvolle Fahrten innerhalb des Stadtgebietes somit möglich. Eine Verbesserung wäre noch, wenn man zumindest die ebenen Außen-Stadtteile Haueneberstein und Sandweier noch ins System einbezieht. Das Baden-Badener Rebland ist geographisch etwas vom Stadtgebiet getrennt. Aber spätestens wenn das auf dem ebenen Weg zwischen Steinbach und Oos liegende Sinzheim mitspielen sollte, könnten auch hier Stationen sinnvoll sein.
 

ralf

aus Südstadt
Gondelsheim zeigt, dass man auch als kleinere Gemeinde beim Bike-Sharing mitmachen kann. Fragt sich, wie sinnvoll das ist, wenn die benachbarten Gemeinden nicht mitmachen.
In Gondelsheim werden mir keine Stationen mehr angezeigt. Das Projekt Nextbike scheint hier beendet zu sein.

Allgemein fällt mir in der Südstadt auf, dass die Verfügbarkeit nicht immer gegeben ist, zeitweise mittags innerhalb weniger Stunde eine zweistellige Anzahl von Rädern aus der Nachbarschaft verschwindet. Ganz erklären kann ich mir dieses Phänomen, welches ich erst seit Neuestem beobachte, nicht. Die Verfügbarkeit einiger e-Scooter-Anbieter dagegen immer vorhanden. So bin ich gerade, wenn ein angezeigtes Nextbike nicht auffindbar war, "unbeabsichtigt" zum e-Scooter-Nutzer geworden.
 
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