GT8-100C/2S: Das letzte Kapitel für die Hochflur-Zweisystemer wurde aufgeschlagen.

Ob die heute noch unser altes Gelump haben wöllten, weiß ich aber nicht ... Die Finanzlage dort ist ja heute auch anders als kurz nach Öffnung des Eisernen Vorhangs ... Vielleicht wird man sie eher außerhalb der EU in Minsk los, da sind ja auch schon mal Karlsruher Bahnen gelandet ... Paar cm umspuren ist also wohl auch kein prinzipielles Problem ...
 
Also in Timișoara drehen bekanntermaßen schon einige Bahnen aus den 750-V-Städten Bremen und Karlsruhe ihre Kreise, das wird also nicht DAS Problem sein ... Ob's reicht, auf 'nen Trafo paar Wicklungen mehr dazuzupacken, um 25 kV zu verdauen, dazu sage ich besser nix ... *britzel* ;-)
Wahrscheinlich lassen sich 150V Differenz gut verdauen bzw. könnten mit kleineren Umbauten machbar sein.
(die 750V Bahnen dort waren mir übrigens nicht bekannt)
15kV und 25kV sind nochmal ein anderer Unterschied... (+ andere Frequenz) - wahrscheinlich ließe sich auch der Wechselstromteil anpassen, nur mit wie viel Aufwand? und ist dieser Aufwand in Anbetracht des Alters und der übersichtlichen Stückzahl der Fahrzeuge dann noch sinnvoll?
Abgesehen davon: die Zulassung fürs rumänische Eisenbahnnetz bräuchte es dann auch noch
Ob die heute noch unser altes Gelump haben wöllten, weiß ich aber nicht ...
Sehe ich ähnlich. Wahrscheinlich würde man uns den Vogel zeigen
Vielleicht wird man sie eher außerhalb der EU in Minsk los
Ich glaube dass in der aktuellen Großwetterlage keine großartige Motivation besteht Dinge nach Belarus zu schicken.
 
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Ob die heute noch unser altes Gelump haben wöllten, weiß ich aber nicht ... Die Finanzlage dort ist ja heute auch anders als kurz nach Öffnung des Eisernen Vorhangs ...
Das hat noch nicht mal zwingend etwas mit der Finanzlage zu tun, sondern eher damit überhaupt Fahrzeuge und entsprechende Ersatzteile zu bekommen. Bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion war dort ja dort, bis auf Polen mit den Konstal Wagen der Tatra Wagen aus Tschechien das Standard Produkt mit teilweise extrem langen Lieferzeiten und teilweise extrem schlechter Produktionsqualität.
Heute gibt es in Polen, Tschechien, Türkei,.. Hersteller die für den entsprechenden Markt Neufahrzeuge herstellen, entweder Teilniederflurig oder Vollniederflurig, da ist man nicht mehr auf gebrauchte Hochflurfahrzeuge aus Westeuropa angewiesen. Zumal ja aktuell schon gebrauchte Niederflurfahrzeuge auf dem Markt angeboten werden, siehe die gebrauchten Niederflurfahrzeuge aus Bonn die nach Posen abgegeben worden sind, oder die R-Wagen aus Frankfurt (Main), die nach Krakau abgegeben werden sollten/sollen.
Auch in den östlichen EU Staaten gelten die Gesetze für die Barrierefreiheit im ÖPNV und dort ist man teilweise schon deutlich weiter wie in Deutschland.
Vielleicht wird man sie eher außerhalb der EU in Minsk los, da sind ja auch schon mal Karlsruher Bahnen gelandet ... Paar cm umspuren ist also wohl auch kein prinzipielles Problem ...
Ich würde, wenn überhaupt, eher vermuten, dass man in der Ukraine, Japan oder Indien eine Chance hat, sofern die Suprweite und das Stromsystem in etwas passt und in der Ukraine und Indien man bereit ist die Fahrzeuge für "einen sybolischen Euro" abzugeben.
 
Zumal ja aktuell schon gebrauchte Niederflurfahrzeuge auf dem Markt angeboten werden, siehe die gebrauchten Niederflurfahrzeuge aus Bonn die nach Posen abgegeben worden sind, oder die R-Wagen aus Frankfurt (Main), die nach Krakau abgegeben werden sollten/sollen.
Hat jemand Kontakte nach Polen und kann die Krakauer vor diesen Fehlkonstruktionen warnen? Ich hab die Dinger in Frankfurt erlebt. Aus politischen Gründen von örtlichen Rot-Grün direkt vom Reisbrett bestellt, also völlig ungetestet. Und man hat die Kupplungen vergessen, was Zugverbände unmöglich macht. Die Dinger quietschten in den Kurven und haben nur 3 Türen auf jeder Seite. Man wollte halt um jeden Preis vor der nächsten Kommunalwahl mit Niederflurfahrzeugen protzen.
Auch in den östlichen EU Staaten gelten die Gesetze für die Barrierefreiheit im ÖPNV und dort ist man teilweise schon deutlich weiter wie in Deutschland.
Weiter als Karlsruhe an wichtigen Umsteigestationen wie Hauptbahnhof, Albtalbahnhof und Entenfang? Wie können die es wagen, unsere ÖPNV-Verantwortlichen derart bloszustellen!

Warum kann man alte Straßenbahnen in den ehemaligen Ostblock abgeben?
Die Mechaniker sind es gewohnt, Fahrzeuge zum Rollen zu bringen, die in Deutschland als Totalausfall eingeordnet würden.
 
Hat jemand Kontakte nach Polen und kann die Krakauer vor diesen Fehlkonstruktionen warnen? Ich hab die Dinger in Frankfurt erlebt. Aus politischen Gründen von örtlichen Rot-Grün direkt vom Reisbrett bestellt, also völlig ungetestet. Und man hat die Kupplungen vergessen, was Zugverbände unmöglich macht. Die Dinger quietschten in den Kurven und haben nur 3 Türen auf jeder Seite. Man wollte halt um jeden Preis vor der nächsten Kommunalwahl mit Niederflurfahrzeugen protzen.
Die R-Wagen haben Kupplungen, allerdings nur Trompetenkupplungen, was nur zum Abschleppen geeignet ist. In Krakau interessiert man sich nicht für Zugverbände, bei allen aus dem Ausland beschafften Fahrzeugen wurden die Kupplungen für Zugverbände entfernt. Dafür fährt die Straßenbahn in Krakau in so einem dichten Takt, dass Zuverbände nicht benötigt werden. In Krakau hat man, wie fast überalle in Polen Erfahrungen mit dem teil- oder komplett Umbau von gebraucht beschafften Fahrzeugen.
So hat man aus den Gt8S aus Düsseldorf, die bei der Lieferung so https://www.linied.net/meldungen/2024_AbschiedGT8SU.html aussahen, diese Fahrzeuge https://www.alamy.de/strassenbahn-i...ssgangerbrucke-uberqueren-image354982877.html gemacht. Inklusive teilniederflurigem neuen Mitteilteil, Einbau einer vollwertigen Klimaanlge, neuen Fahrmotoren,...
Die Verkehrsvetriebe von Krakau haben die R-Wagen in Frankfurt (Main) sehr intensiv besichtigt und wollten sogar beide Serien sofort kaufen, die VGF hat aber nur die erste Serie verkauft.
Weiter als Karlsruhe an wichtigen Umsteigestationen wie Hauptbahnhof, Albtalbahnhof und Entenfang? Wie können die es wagen, unsere ÖPNV-Verantwortlichen derart bloszustellen!
Weiter wie Karlsruhe zu sein was die Barrierefreiheit angeht ist im Straßenbahnbereich jetzt keine Herausforderung. Das kann man nicht nur in Polen und Rumänien besser, sondern auch in Frankreich und Österreich und vielen Städten in Deutschland.
 
In Frankreich war das auch nicht sooo schwierig, sind doch die meisten Systeme relativ neu gebaut.
Karlsruhe hat halt bissele lange gewartet, bis es brauchbare Niederflurer gab, daher spät dran ... Und dann haben die Länder ÖV-Mittel stark gekürzt: Koch-Steinbrück-Papier Ende 2003 m.E.n., damals lagen schon fertige Umbaupläne in der Studie, die, wie in der Waldstadt, jetzt erst umgesetzt werden ...
 
Warum erinnern mich Bilder von japanischen Trams eigentlich eher an Museumsbetriebe oder 3. Welt? :unsure:
Das kommt sehr auf den Betrieb in Japan an. In Hiroshima und Utsunomiya gibt es sehr moderne Fahrzeuge.
Japan ist schon seit langem das Land der Welt mit den meisten Pkw Herstellern und das Land was Weltweit Pkw liefert zu entsprechend günstigen Preisen. Egal ob Toyota, Suzuki, Honda, Nissan, Mazda, Lexus, Infiniti,... alles Japnische Auto Marken, die eigentlich jeder kennt. Dementsprechend hoch ist die Bedeutung des Individualverkehrs in Japan.
Die beiden größten Japanischen Airlines ANA und JAL, waren die einzigen Fluggesellscahften auf der Welt, die die Boing 747 in großen Stil auf der Kurzstrecke zwischen den beiden Japanischen Hauptinseln eingesetzt haben.
 
In Frankreich war das auch nicht sooo schwierig, sind doch die meisten Systeme relativ neu gebaut.
Das liegt aber nicht nur daran, dass die Systeme in Frankreich neu gebaut sind, sondern an einer ganzheitlichen Denkweise in Frankreich. Wie es sie zB auch in Freiburg (Breisgau) und Mannheim teilweise gibt.
Karlsruhe hat halt bissele lange gewartet, bis es brauchbare Niederflurer gab, daher spät dran ... Und dann haben die Länder ÖV-Mittel stark gekürzt: Koch-Steinbrück-Papier Ende 2003 m.E.n., damals lagen schon fertige Umbaupläne in der Studie, die, wie in der Waldstadt, jetzt erst umgesetzt werden ...
Für den Barrierefreien Umbau gibt es keine Fördermittel vom Land. Das müssen die Verkehrsbetriebe, bzw die Städte selbst finanzieren. Fördermittel vom Land gibt es lediglich für Fahrzeugneubeschaffungen, auch da hat sich Karlsruhe noch nie mit Ruhm bekleckert, da es die VBK seit Jahrzehnten nicht hinbekommen eine kontinuierliche Fahrzeugerneuerung einzusteuern, sondern es wird einmal viel gemacht und dann wieder mehr wie 10 Jahre nichts, und für Streckenerneuerungen seit einigen Jahren entsprechende Fördermittel vom Land.
In Karlsruhe hat man es erfolgreich hinbekommen, dass bei der Neubaustrecke zwischen Mühlburger Tor und Heide bei einer 6-Achser Traktion an den Haltestellen nur der vordere Triebwagen und die erste Türe vom hinteren Triebwagen Barrierefrei ist, bei den anderen Türen passt die Bahnsteighöhe nicht.

Das hat nichts mit dem Koch-Steinbrück-Papier zu tun, sondern schlicht mit sparen bzw verfehlter Planung.
 
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