Einschleifung S31/S32

In der Ausschreibung steht:

1. Man erspart sich eine höhengleiche Kreuzung mit den Güterzügen von Graben nach Karlsruhe, teilt aber das Gleis mit den ICEs ICs und TGVs von Bruchsal bis zur Abzweigung. Wäre es nicht besser, südwestlich Vom Bahnhof Durlach ein weiteres Gleis zu bauen, in Durlach die stillgelegten Gleise zu reaktivieren und zu benutzen und nördlich die Trasse des Industriegleises zu nutzen und bis Weingarten zu verlängern?
2. Bei der Gelegenheit sollte man die direkten Gütergleise vom Rangierbahnhof zum Gleis 1 reaktivieren. Da liegen noch Schienenreste südlich der Gleise der Personenzugstrecke 4200 Karlsruhe - Mühlacker. Seit der Stillegung dieser Gleise muss jeder Güterzug Richtung Mühlacker in Durlach mehrere Gleise queren.
Ich finde es werden keine zusätzlichen Gleise benötigt.
Die Strecke von Durlach zum Hauptbahnhof hat schon 4 Gleise. ICE und TGV können auch die östlichen Gleise mit nutzen.
Etwas problematisch ist nur das die S31/32 von der Innenstadt kommen das Gleis zum Hauptbahnhof kreuzen. Aber durch die 4 Gleise kein allzu großes.

Vom Güterbahnhof gibt es doch ein Gleis direkt nach Durlach Bahnhof Gleis 2.
 
In der Ausschreibung steht:

1. Man erspart sich eine höhengleiche Kreuzung mit den Güterzügen von Graben nach Karlsruhe, teilt aber das Gleis mit den ICEs ICs und TGVs von Bruchsal bis zur Abzweigung. Wäre es nicht besser, südwestlich Vom Bahnhof Durlach ein weiteres Gleis zu bauen, in Durlach die stillgelegten Gleise zu reaktivieren und zu benutzen und nördlich die Trasse des Industriegleises zu nutzen und bis Weingarten zu verlängern?
Ich kann dir nicht folgen, wo du südwestlich des Durlacher Bahnhofs ein Gleis bauen möchtest. Da käme man doch bei der Bahnmeisterei raus. Und wie soll das Gleis dann weiter verlaufen?
Was die Reaktivierung der anderen Gleise angeht: wünschenswert wäre das, finanzierbar eher weniger und nach Weingarten raus dürften auch Naturschutzbelange gegen einen Ausbau sprechen (Weingartner Moor). Bei der Trassensuche für die Neubaustrecke Mannheim-Karlsruhe ist ein mehrgleisiger Ausbau der Strecke 4000 schon sehr früh im Planungsverlauf rausgefallen, d.h. es gibt hier wohl sehr große Raumwiderstände.
2. Bei der Gelegenheit sollte man die direkten Gütergleise vom Rangierbahnhof zum Gleis 1 reaktivieren. Da liegen noch Schienenreste südlich der Gleise der Personenzugstrecke 4200 Karlsruhe - Mühlacker. Seit der Stillegung dieser Gleise muss jeder Güterzug Richtung Mühlacker in Durlach mehrere Gleise queren.
Ja, wäre sinnvoll. Ich habe nie verstanden, warum dieses Gleis stillgelegt wurde. Nur wäre das wohl nicht die Aufgabe von VBK und AVG. Inzwischen steht aber auch die Bahnmeisterei im Weg.

Bei der Planung für die Ausschleifung wird interessent sein zu sehen, wie stark diese Planung mit den Überlegungen für eine Neubaustrecke Mannheim-Karlsruhe interagiert. Wenn ich das richtig sehe, müsste diese NBS im Bereich der Stadtbahnausschleifung von Nordosten durch die Kleingartensiedlung herkommen. Dann müsste man wohl auch das Kreuzungsbauwerk der Strecken 4210/4211/4217 unter 4000/4200 in deutlich breiterer und höherer Ausführung neubauen (die Brücken stehen sicherlich ohnehin in den kommenden Jahrzehnten zum Ersatz an) und das könnte dann auch wieder Auswirkungen auf Geometrie und Lage des geamten Kreuzungsbauwerks und der Ausschleifung haben.
 
2. Bei der Gelegenheit sollte man die direkten Gütergleise vom Rangierbahnhof zum Gleis 1 reaktivieren. Da liegen noch Schienenreste südlich der Gleise der Personenzugstrecke 4200 Karlsruhe - Mühlacker. Seit der Stillegung dieser Gleise muss jeder Güterzug Richtung Mühlacker in Durlach mehrere Gleise queren.
Gab es diese Verbindung wirklich?
Laut alten Stadtplänen (historische Hintergrundbilder von 1948 und 1965 zum KA-Stadtplan ) ging diese Gleis zum alten Güterbahnhof Durlach (Gelände jetzt bebaut als "Im Blumenwinkel") und weiter als Güteranschussgleis durch die Ernst-Friedrich-Strasse zur Pforzheimer Strasse.
 
teilt aber das Gleis mit den ICEs ICs und TGVs von Bruchsal bis zur Abzweigung.
ist ja jetzt schon so
Wäre es nicht besser, südwestlich Vom Bahnhof Durlach ein weiteres Gleis zu bauen
Der Platz reicht nicht für eine neue zweigleisige Trasse und auch für eine eingleisige nur bei Verzicht auf den Mastweidenweg, der ist aber als Radroute und Zuwegung unvrzichtbar, oder Kleingärten platt machen ...
und bis Weingarten zu verlängern?
Die eigene Trasse scheitert m.E.n. am Naturschutz (FFH, Weingartener Moor)
Da liegen noch Schienenreste südlich der Gleise der Personenzugstrecke 4200 Karlsruhe - Mühlacker.
... aber auf dem Weg dahin wurde der VBK-Gleisbauhof in den Weg gebaut ...
 
Laut alten Stadtplänen (historische Hintergrundbilder von 1948 und 1965 zum KA-Stadtplan ) ging diese Gleis zum alten Güterbahnhof Durlach
Die Karten sind stark generalisiert, dabei ist das wohl verloren gegangen, Beim Land gibt es auch alte Luftbilder, da sieht man die Verbindung.
 
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So in etwa soll die geplante Strecke verlaufen.
Da ist kein Bauhof im Weg.
Die Strecke 4020 soll unerfahren werden. Interessant wird ob die B10 (Ostring) höhengleich gekreuzt wird oder ob es dafür auch eine Unterführung gibt.
 
Gab es diese Verbindung wirklich?
Laut alten Stadtplänen (historische Hintergrundbilder von 1948 und 1965 zum KA-Stadtplan ) ging diese Gleis zum alten Güterbahnhof Durlach (Gelände jetzt bebaut als "Im Blumenwinkel") und weiter als Güteranschussgleis durch die Ernst-Friedrich-Strasse zur Pforzheimer Strasse.
Ja, das gab es. Es wurde 2002 stillgelegt, als in Durlach das elektronische Stellwerk in Betrieb genommen wurde. Bis dahin gab es drei Verbindungsgleise:
  1. das nördliche Gleis (Strecke 4217) diente dem Verkehr Bruchsal -> KA Güterbahnhof
  2. das mittlere Gleis (Strecke 4211, nördliches Streckengleis) diente dem Verkehr Pforzheim -> KA Güterbahnhof
  3. das südliche Gleis (Strecke 4211, südliches Streckengleis) diente dem Verkehr KA Güterbahnhof -> Durlach
Außerdem gab es südlich des Bahndamms noch ein Abstellgleis und ein weiteres Verbindungsgleis, das aber kein Streckengleis war und nicht über Hauptsignale verfügte. Der Anschluss an den Durlacher Güterbahnhof erfolgte über einen Abzweig von dem mit Nummer 3 in der obigen Liste aufgeführten Gleise. Südlich dieser Gleise lag der Brückenbauhof. Auf openrailwaymap kann man das teilweise noch erahnen.
Güterzüge von KA Gbf nach Bruchsal mussten über das südliche Verbindungsgleis fahren, fädelten dann in Durlach auf Gleis 1 ein und wechselten dann über Gleis 2 (bestehende Gleisverbindung im östlichen oder ehemalige Gleisverbindung im westlichen Bahnhofskopf) auf das Streckengleis nach Bruchsal (bestehende Gleisverbindung im östlichen Bahnhofskopf).
Auch die Anbindung im Güterbahnhof war etwas anders als heute. Es gab noch zwei eigene Durchlässe unter dem Bahndamm der Personenzugstrecke 4000/4200 für die Streckengleise Nr. 1 und 2 in obiger Liste. Diese befanden sich etwas östlich des Kreuzungsbauwerks der Strecken 4210 unter 4000/4200. Am weniger stark bewachsenen Bahndamm kann man das noch sehen. Diese Bauwerke entfielen im Zusammenhang mit dem Neubau des elektronischen Stellwerks Karlsruhe Gbf 2012. Stattdessen wurde die heutige Einbindung geschaffen.
 
Zur Verbesserung der Anbindung des Güterbahnhofs stehen zwei ernsthafte Ideen im Raum:
1. Im Rahmen des 740 m-Netzes soll Gleis 9 in Durlach auch direkt mit der Gbf-Anbindung (Str. 4217) verbunden werden. D.h. Züge aus Richtung Norden können dann bereits etwas früher von den Hauptgleisen abbiegen, und umgekehrt Züge in Richtung Norden können vom Gbf ohne Behinderung des Gegenverkehrs bis Gleis 9 fahren und dann erst in einer passenden Fahrplanlücke das Gegengleis queren.
2. Ich weiß nicht mehr auswendig, ob es Teil der obigen Maßnahme war, oder ein unabhängiges Projekt, aber jedenfalls eine Weichenverbindung von der Strecke 4211 zur Strecke 4000 Ri. Bruchsal. Für die Strecke 4000 hätte man damit dann eine höhenfreie Ein- und Ausfädelung von und zum Gbf realisiert, nur Züge nach Pforzheim wären noch etwas suboptimal, aber immerhin auch etwas flexibler als bisher, da man statt zwingend über Gleis 2 ggf. auch über Gleis 5 bis zum Nordkopf fahren könnte.
 
So in etwa soll die geplante Strecke verlaufen.
Da ist kein Bauhof im Weg.
Die Strecke 4020 soll unerfahren werden. Interessant wird ob die B10 (Ostring) höhengleich gekreuzt wird oder ob es dafür auch eine Unterführung gibt.
Irgendjemand hatte die 2018er-MBS von TTK mal über Fragdenstaat herausgeleiert, der dortige Lageplan ist näherungsweise immer noch gültig. (Auch wenn deine Skizze nur eine Skizze sein soll, der Abzweig von der DB-Strecke ist dort doch etwas arg eng anskizziert…)
 
2. Ich weiß nicht mehr auswendig, ob es Teil der obigen Maßnahme war, oder ein unabhängiges Projekt, aber jedenfalls eine Weichenverbindung von der Strecke 4211 zur Strecke 4000 Ri. Bruchsal. Für die Strecke 4000 hätte man damit dann eine höhenfreie Ein- und Ausfädelung von und zum Gbf realisiert, nur Züge nach Pforzheim wären noch etwas suboptimal, aber immerhin auch etwas flexibler als bisher, da man statt zwingend über Gleis 2 ggf. auch über Gleis 5 bis zum Nordkopf fahren könnte.
Zumindest bei der 740m Maßnahme ist das glaube ich nicht dabei, die Pläne habe ich mir mal angeschaut und nichts davon gesehen.
Weißt du noch, woher du die Info hast? Eine Weichenverbindung dort halte ich für sehr sinnvoll, das würde je nach Ausführung auch einen flexibleren Betrieb der Personenzüge ermöglichen.
 
Nein, dann würde sie auch wieder über die Durlacher Allee auf den Tunnel zufahren.

Ziel der Aktion ist ja ein bisschen auch am Gleisbauhof eine zweite Ein-/Ausfahrt für S4 und S5 zu schaffen die man im Bedarfsfall auch mal nutzen kann.
Wieso wäre das schlecht? Es ist doch nicht gut, dass der Hbf aufgegeben wird und die S3x nicht mal in die Innenstadt fährt.
 
War nicht immer geplant, mindestens eine stündliche Fahrt zum Hbf (DB) zu fahren?
Ich meine den Marktplatz, das war doch offensichtlich. Europaplatz ist von Richtung Wörth her gut, aus Richtung Durlach ist es ein Umweg. Ob das Ettlinger Tor als „Innenstadt“ ausreichend ist, bin ich mir nicht so sicher. Zum Europaplatz könnte man auch vor dem Albtalbahnhof ausschleifen und müsste nicht den Hbf auslassen. (Hab ich irgendwo mal als Vorschlag gesehen, ist bestimmt ein teurer Umbau, aber das wär es wert. Aber dieses Um-die-Innenstadt-außenrum-Fahren ist es nicht wert. Da sollte man es lieber lassen und die Umsteigesituation in Durlach verbessern.) Ich möchte die beste Lösung und nicht irgendeinen Murks, weil man Geld sparen möchte oder weil die AVG die S3x behalten möchte oder was auch immer genau der Grund für diese halbherzige Einschleifung ist, die beste Möglichkeit ist es meiner Meinung nach nicht. Und man verliert u. U. mehr, als man gewinnt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Für die 2018er-Machbarkeitsstudie wurden auch Fahrgastströme erhoben, die Ergebnisse finden sich auf Seite 39ff. der verlinkten Studie. Als weitere Diskussionsgrundlage vielleicht nicht schlecht, die Zahlen im Hinterkopf zu behalten…
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