AVG Bahnsteiglänge Ettlingen Wasen

Elias der Karlsruher

aus Pfinztal
Hallo zusammen,

ich wollte mich mal Erkundigen ob es zu der Situation mit dem zweiten Zugteil in Ettlingen Wasen eventuell schon irgendwelche Planungsunterlagen gibt, Die dazu dienen das Problem mit den 2. Zugteil in Ettlingen Wasen auf Dauer zu lösen?

Oder ist die Haltesituation in Ettlingen Wasen aktuell eine dauerhafte Lösung?

(Falls es so ein Thema schon irgendwo bereits gibt, bitte ich diese neugemachte Diskussion zu entfernen.)
 
Die ganze Situation ist mit den 3 Büs und der Albbrücke sehr komplex und lässt sich nachhaltig nur mit einem gesamthaften Umbau dieses Knotens in Kombi mit dem barrierefreien Ausbau lösen. Da aber weder Land noch Kreis noch Kommunen aktuell irgendwo Geld übrig haben und das dort sicher nicht mal eben geplant und gebaut ist wird das auch nicht ganz billig. Der Landkreis hat meine ich auch den barrierefreien Ausbau im AVG-Netz vorerst zurückgestellt. Insofern sollte es nicht mehr als Ideenskizzen unter der Schreibtischmatte geben mit der Folge, dass dort so schnell nichts passiert.
 
Nein. Die Projekte werden nur nochmal erneut geprüft.
Woher nimmst du diese Info? Im Beschlussprotokoll der Kreistagssitzung im Mai heißt es:
3. Im Bereich Schienenverkehre
3.4 wird der weitere barrierefreie Ausbau der AVG-Schienenhaltepunkte vorläufig eingestellt.
Überprüft werden sollten Ausbaumaßnahmen, d.h. Zweigleisigkeit Kraichgaubahn (mit positivem Ergebnis), Verbindung Ettlingen Stadt – Ettlingen West usw. (noch mit unklarem Ergebnis).
 
Aus der Pressemitteilung, die im Anschluss an die Sitzung veröffentlicht wurde:
Das finde ich dann aber schon sehr dreist von der Kreisverwaltung, denn das Beschlussprotokoll ist das, was wirksam ist. Dass man da in der Pressemitteilung so trickst, finde ich wirklich unehrlich … es reiht sich aber leider in die bestehende Kommunikation ein (keine Verschlechterung im Vergleich zum Bestand = Einstellung der Linie 149, denn die ist ja kein Bestand, sondern nur ein Probebetrieb).
 
Die seit Jahren mangelhafte Situation rund um den Bf. Wasen zeigt die eindeutige Priorisierung der Verkehrspolitik Ettlingens:
Das Auto steht ganz oben und kann praktisch alles tun was es will, alle anderen Verkehrsmittel müssen sich mit dem Platz zufrieden geben, den das Auto übrig lässt.

Das Ordnungsamt duldet rechtswidrigerweise das Gehwegparken, sodass die Ettlibger Gehwege nicht mehr barrierfrei sind, wenn Busse durch Falschparker blockiert werden, wird kurzerhand die Buslinie entweder in eine Parallelstraße verlegt, oder der Takt drastisch ausgedünnt, sodass sich dort ja keine 2 Busse begegnen.
Wenn sich Rad- und Autofahrer in die Quere kommen, soll der Radverkehr einfach von der Straße verschwinden und stattdessen den Gehweg nutzen. Geht ja bur auf Kosten der Fußgänger, die sind ja aber egal.

Auch der uneingeschränkte Autoverkehr auf der Rhein- und Wasenstraße ist unantastbar und weil der Platz dazwischen eben nicht für eine Doppeltraktion ausreicht, kann der hintere Zugteil eben dort nicht halten.

Immer, wenn das Thema mal wieder auf die politische Tagesordnung rutscht, kommt auch gerne der Zwischenruf, dass man die Problematik auch dadurch lösen könne: Indem alle Züge südwärts mit planmäßig 2 Zugteilen dort durchfahren sollen, denn der hintere Zugteil steht ja auf dem Bahnübergang und behindert den Autoverkehr…

Wirklich was ändern wird sich eigentlich erst dann, wenn der halbe Gemeinderat durch eine nachfolgende Generation ersetzt wird.
Der Bf. Wasen wird solange noch ein Dauerprovisorium bleiben.
 
Ist Ettlingen nicht gerade erst wiederholt als eine der fahrradfreundlichsten Kleinstädte in ganz Baden-Württemberg ausgezeichnet worden? 🤔
Das ist schön meckern auf hohem Niveau.

Bei weitem ist in Ettlingen nicht alles perfekt, mich stören vor allem immer wieder plötzlich endende Radstreifen, aber insgesamt ist es wirklich im Vergleich überdurchschnittlich hinsichtlich Rad und ÖPNV....

Und in Richtung Schwarzwald kräht auch kein Hahn danach, ob ALLE Türen barrierefrei sind, oder sogar nur die ersten beiden.
 
Ist Ettlingen nicht gerade erst wiederholt als eine der fahrradfreundlichsten Kleinstädte in ganz Baden-Württemberg ausgezeichnet worden? 🤔
Das ist schön meckern auf hohem Niveau.

Bei weitem ist in Ettlingen nicht alles perfekt, mich stören vor allem immer wieder plötzlich endende Radstreifen, aber insgesamt ist es wirklich im Vergleich überdurchschnittlich hinsichtlich Rad und ÖPNV....

Und in Richtung Schwarzwald kräht auch kein Hahn danach, ob ALLE Türen barrierefrei sind, oder sogar nur die ersten beiden.
Wenn das der Fall sein sollte, möchte ich gar nicht erst wissen, wie der Rest aussieht.

Natürlich gibt es ein paar sehr schöne Radwege, aber sobald der Straßenquerschnitt etwas enger wird und der Autoverkehr sagt „Nö, wir können hier nichts mehr abgeben, wir brauchen das alles selbst, dann geht der Radweg entweder in einen Fußweg, Fahrräder frei über, oder hört ganz auf.
Wo die Straßen breit genug für 2 Fahrspuren und 1-2 Parkstreifen sind und immer noch Platz übrig ist, da gibt es in Ettlingen auch schöne Radwege. Aber wenn ein UND nicht möglich ist und stattdessen das ODER im Raum steht, schlägt das Pendel stets in Richtung des Autoverkehrs zu Lasten des Radverkehrs aus.

Gleiches gilt beim ÖPNV: Ja, er ist gut. Aber wenn es zwischen Auto und ÖPNV Konflikte gibt, dann wird meist eher der ÖPNV so zurecht „optimiert“, bis das Problem verschwunden ist.
Es gibt genügend Bushaltestellen, die in keinster Weise barrierefrei sind, da ein barrierefreier Ausbau auf Kosten von Parkplätzen gehen würde. Oft ist es einfach nur ein Schild am Straßenrand.
Ein besonders bezeichnendes Beispiel hierfür ist die Haltestelle „Am Lindscharren“ im Bereich der Kaserne: Dort hat man auf den ~1m breiten Grünstreifen zwischen Einfahrt und Parkplätze einen Haltestellenmast gesetzt, die Parkplätze stehen natürlich auch senkrecht zur Fahrtrichtung.
Es wäre dort problemlos möglich, 3 Parkplätze zu streichen und stattdessen eine barrierefreie Bushaltestelle hinzusetzen, schließlich ist es
a) mit 6 Fahrten pro Stunde nicht gerade eine unwichtige Haltestelle
b) für die Stadt ohnehin verpflichtend, den ÖPNV barrierefrei auszubauen, und zwar hat dies eigentlich schon seit dem 1.1.2022 erledigt zu sein.

Wenigstens hat man eine Straße weiter die Haltestelle Huttenkreuzstraße barrierefrei ausgebaut.
Allerdings hat man dabei vergessen, dass die Busse dort ein paar Minuten Standzeit haben und die Busbucht im Rahmen des barrierefreien Ausbaus verschwunden ist.
Was passiert dort nun? Die Busse halten ~100 m vorher auf dem Radschutzstreifen an und warten dort die Standzeit ab.
Aber das scheint niemanden zu interessieren, betrifft ja nur die Radfahrer, die Autos kommen ja drum herum.

Ach so: Im Rahmen der aktuellen Haushaltsdebatte gibt es selbstverständlich mehrere Politiker, die eine „Optimierung“ des Busangebots fordern.
Unter der Überschrift des Haushaltsdefizits würde ich mal nicht von einer Optimierung im Sinne der Fahrgäste ausgehen.
Allerdings hat man selbstverständlich von keinem Politiker die Forderung gehört, dass die Haushaltslücke mal durch höhere Parkgebühren oder ein etwas strikteres Ordnungsamt ausgeglichen werden soll.


Kurzgesagt: Wenn die Autofahrer zufrieden sind und dann noch was übrig ist, dann ist der ÖPNV oder das Radnetz in Ettlingen gut. Aber wo immer es zu Konflikten kommt, wird in Ettlingen stets dem Willen der Autofahrer entsprochen und alle anderen können sich hinten anstellen.
 
Wenn das der Fall sein sollte, möchte ich gar nicht erst wissen, wie der Rest aussieht.

Natürlich gibt es ein paar sehr schöne Radwege, aber sobald der Straßenquerschnitt etwas enger wird und der Autoverkehr sagt „Nö, wir können hier nichts mehr abgeben, wir brauchen das alles selbst, dann geht der Radweg entweder in einen Fußweg, Fahrräder frei über, oder hört ganz auf.
Wo die Straßen breit genug für 2 Fahrspuren und 1-2 Parkstreifen sind und immer noch Platz übrig ist, da gibt es in Ettlingen auch schöne Radwege. Aber wenn ein UND nicht möglich ist und stattdessen das ODER im Raum steht, schlägt das Pendel stets in Richtung des Autoverkehrs zu Lasten des Radverkehrs aus.

Gleiches gilt beim ÖPNV: Ja, er ist gut. Aber wenn es zwischen Auto und ÖPNV Konflikte gibt, dann wird meist eher der ÖPNV so zurecht „optimiert“, bis das Problem verschwunden ist.
Es gibt genügend Bushaltestellen, die in keinster Weise barrierefrei sind, da ein barrierefreier Ausbau auf Kosten von Parkplätzen gehen würde. Oft ist es einfach nur ein Schild am Straßenrand.
Ein besonders bezeichnendes Beispiel hierfür ist die Haltestelle „Am Lindscharren“ im Bereich der Kaserne: Dort hat man auf den ~1m breiten Grünstreifen zwischen Einfahrt und Parkplätze einen Haltestellenmast gesetzt, die Parkplätze stehen natürlich auch senkrecht zur Fahrtrichtung.
Es wäre dort problemlos möglich, 3 Parkplätze zu streichen und stattdessen eine barrierefreie Bushaltestelle hinzusetzen, schließlich ist es
a) mit 6 Fahrten pro Stunde nicht gerade eine unwichtige Haltestelle
b) für die Stadt ohnehin verpflichtend, den ÖPNV barrierefrei auszubauen, und zwar hat dies eigentlich schon seit dem 1.1.2022 erledigt zu sein.

Wenigstens hat man eine Straße weiter die Haltestelle Huttenkreuzstraße barrierefrei ausgebaut.
Allerdings hat man dabei vergessen, dass die Busse dort ein paar Minuten Standzeit haben und die Busbucht im Rahmen des barrierefreien Ausbaus verschwunden ist.
Was passiert dort nun? Die Busse halten ~100 m vorher auf dem Radschutzstreifen an und warten dort die Standzeit ab.
Aber das scheint niemanden zu interessieren, betrifft ja nur die Radfahrer, die Autos kommen ja drum herum.

Ach so: Im Rahmen der aktuellen Haushaltsdebatte gibt es selbstverständlich mehrere Politiker, die eine „Optimierung“ des Busangebots fordern.
Unter der Überschrift des Haushaltsdefizits würde ich mal nicht von einer Optimierung im Sinne der Fahrgäste ausgehen.
Allerdings hat man selbstverständlich von keinem Politiker die Forderung gehört, dass die Haushaltslücke mal durch höhere Parkgebühren oder ein etwas strikteres Ordnungsamt ausgeglichen werden soll.


Kurzgesagt: Wenn die Autofahrer zufrieden sind und dann noch was übrig ist, dann ist der ÖPNV oder das Radnetz in Ettlingen gut. Aber wo immer es zu Konflikten kommt, wird in Ettlingen stets dem Willen der Autofahrer entsprochen und alle anderen können sich hinten anstellen.

Wie gesagt, mich stören natürlich auch einige Punkte, egal ob sich Vorfahrtsregeln für Radler je Kreuzung unterscheiden (Karlsruher Str.), oder ob Radstreifen einfach aufhören oder ich auf einmal von Rechts-außen nach ganz links kreuzen muss (Rastatter Str.), aber Fakt ist nun einmal, dass der Rest (zumindest) Deutschlands nicht schlechter ist. Quelle ist übrigens der ADFC selbst: Fahrradklima Test 2024 - Städte 20.000 bis 50.000 Einwohner.
 
Wenigstens hat man eine Straße weiter die Haltestelle Huttenkreuzstraße barrierefrei ausgebaut.
Allerdings hat man dabei vergessen, dass die Busse dort ein paar Minuten Standzeit haben und die Busbucht im Rahmen des barrierefreien Ausbaus verschwunden ist.
Ja das ist grober Unfug was da gebaut worden ist aber was man so hört waren hier die Bäume das Problem und da muss der ÖPNV dann halt mind. für die nächsten ~ 50 Jahre infrastrukurell zurückstecken...
 
Wie gesagt, mich stören natürlich auch einige Punkte, egal ob sich Vorfahrtsregeln für Radler je Kreuzung unterscheiden (Karlsruher Str.), oder ob Radstreifen einfach aufhören oder ich auf einmal von Rechts-außen nach ganz links kreuzen muss (Rastatter Str.), aber Fakt ist nun einmal, dass der Rest (zumindest) Deutschlands nicht schlechter ist. Quelle ist übrigens der ADFC selbst: Fahrradklima Test 2024 - Städte 20.000 bis 50.000 Einwohner.
Die Karlsruher Straße würde ich eigentlich als sehr gut bezeichnen, abgesehen vom Stück zwischen Huttenkreuzkreisel und Lauerturmkreisel in Fahrtrichtung Süden (dort nur Gehweg, Radfahrer frei), das ist so eine der Stellen, die ich mit dem „Im Zweifel wird das Auto priorisiert“.
Abgesehen von der Einmündung Am Lindscharren haben Radfahrer auf der Karlsruher Straße auch an jeder Kreuzung Vorrang. Die drei dortigen Kreisverkehre sind für Fußgänger und Radfahrer sehr angenehm.

Ich finde es doch interessant, dass in der ADFC Auswertung bei den Schwächen im Prinzip alles angesiedelt ist, was ich kritisiere.

Ja das ist grober Unfug was da gebaut worden ist aber was man so hört waren hier die Bäume das Problem und da muss der ÖPNV dann halt mind. für die nächsten ~ 50 Jahre infrastrukurell zurückstecken...
An sich ist die Planung infrastrukturell gut, aber wenn man im Rahmen eines Umbaus die Pausenmöglichkeit entfernt, muss man aber auch den Gedanken zu Ende denken und auch die Fahrpläne anpassen, sodass dort keine Standzeiten geplant sind.
 
An sich ist die Planung infrastrukturell gut, aber wenn man im Rahmen eines Umbaus die Pausenmöglichkeit entfernt, muss man aber auch den Gedanken zu Ende denken und auch die Fahrpläne anpassen, sodass dort keine Standzeiten geplant sind.
Falscher Ansatz, denn es kann mir keiner erzählen, dass das so gewollt war im laufenden Betrieb die mit wichtigsten Haltestellenbuchten in Ettlingen dem ÖPNV unterm Hintern weg zu ziehen. Und die Infrastruktur hat sich bei sowas nach dem Bedarf zu richten und nicht andersherum nur ist da wahrscheinlich das Problem, denn für die Haltestelle ist die Stadt Ettlingen der Straßenbaulastträger aber die scheren sich natürlich gar nicht um die Fahrpläne. Man hat die Haltestelle umgebaut wie man dachte und auf der Liste einen der bisher wenigen Haken machen können.

Aber barrierefreier Umbau ist in Ettlingen scheinbar eh schwierig und kommt auch nur langsam voran. Erst der Zirkus an der Durlacher/Pforzheimer Straße bei der Kirche nun hat man an der sanierten Straße nach Spessart ja die Haltestelle Wilhelmshöhe umgebaut aber da fehlt bspw. der Kontrastreifen beim Leitsystem und die Anordnung dessen erschien mir beim Vorbeifahren auch fragwürdig.
 
Falscher Ansatz, denn es kann mir keiner erzählen, dass das so gewollt war im laufenden Betrieb die mit wichtigsten Haltestellenbuchten in Ettlingen dem ÖPNV unterm Hintern weg zu ziehen. Und die Infrastruktur hat sich bei sowas nach dem Bedarf zu richten und nicht andersherum nur ist da wahrscheinlich das Problem, denn für die Haltestelle ist die Stadt Ettlingen der Straßenbaulastträger aber die scheren sich natürlich gar nicht um die Fahrpläne. Man hat die Haltestelle umgebaut wie man dachte und auf der Liste einen der bisher wenigen Haken machen können.

Aber barrierefreier Umbau ist in Ettlingen scheinbar eh schwierig und kommt auch nur langsam voran. Erst der Zirkus an der Durlacher/Pforzheimer Straße bei der Kirche nun hat man an der sanierten Straße nach Spessart ja die Haltestelle Wilhelmshöhe umgebaut aber da fehlt bspw. der Kontrastreifen beim Leitsystem und die Anordnung dessen erschien mir beim Vorbeifahren auch fragwürdig.
Natürlich war das nicht so gewollt.
Aber wie du schon selbst sagst: Der ÖPNV steht in Ettlingen nicht im Fokus. Er ist etwas, woran man einen Haken macht und sich anschließend anderen Themen widmet.

Wenn sich Ettlingen wirklich für einen guten ÖPNV interessieren würde, wäre jemandem aufgefallen, dass man an einer Endhaltestelle mit Standzeit nicht die Busbucht wegnehmen kann, ohne sich Gedanken zu machen, wo die Busse sann ihre Pause abwarten müssen.

Wenn man die Fahrpläne entsprechend geändert hätte, sodass die Pause woanders abzuwarten wäre (z.B. am Rathaus oder -mein Favorit- am Friedhof), hätte man das ruhig so bauen können
 
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