Feuergefahr durch E-Bikes und sonstige E-Fahrzeuge


Da spricht einiges für ein konsequentes Mitnahmeverbot.
In einer halben Minute wird ein U-Bahn-Wagen durch Rauch gefüllt.


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so sieht ein ausgebrannter Wagen aus, wahrscheinlich nach einem Experiment der Feuerwehr von New York:
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... von Fahrrädern, Handys, Kameras, Powerbanks, ...
Wo halt heute überall Lithium-Akkus drin sind.
Im Velomobilforum hat kürzlich jemand berichtet, dass sein Velomobil ausgebrannt ist durch den Akku seines Scheinwerfers.
Wenn ich mich nicht irre, sind die Akkus in den Mobiltelefonen, Kameras (wer hat so was denn noch?) und Powerbanks deutlich kleiner als bei E-Bikes und E-Scootern.
Im RE höre ich immer die Durchsage, dass die Teile im Zug NICHT aufgeladen werden dürfen. Das macht Sinn, weil das Laden der heikelste Vorgang ist, der am ehesten Brände verursacht.
Da stellt sich die Frage, warum man nicht generell alle Ladevorgänge untersagt und die Steckdosen entfernt.
Restriktionen für Akkus gibt es im Flugverkehr - so ein Akku-Feuer während des Fluges ist genauso übel wie ein Akku-Feuer im Tunnel.
Teslas und andere E-Autos sind in vielen Tiefgaragen verboten.
Hoffen wir mal, dass diese Lithium-Akkus bald durch etwas Sicheres ersetzt werden.

Es geht noch heftiger: Bei der Evakuierung der Juden aus dem Jemen per Flugzeug nach der Gründung Israels gab es Stress mit Flugzeuginsassen, die ihr traditionelles Feuerchen an Bord anzünden wollten.

Ein Video zur Brandgefahr bei Akkus:

Notlandung eines Flugzeuges wegen eines brenneneden Akkus:

Warum die Feuerwehr viel Wasser verwendet? Wegen der Kühlwirkung. Die Prozesse im Akku werden reduziert:

Von anderen Stellen wird empfohlen, brennende Geräte mit Sand zuzuschütten.
Ein Problem ist, dass Batterien beim Zersetzen selbst Sauerstoff erzeugen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ganz ehrlich (und das sage ich als Feuerwehrmann): das tatsächliche Brandrisiko von modernen Lithium-Akkus ist verschwindend gering, da ist jeder Mehrfachstecker genauso gefährlich. E-Autos brennen auch prozentual nicht häufiger als Verbrenner, alles andere ist nen Gerücht.
Hauptursache bei handelsüblichen Akkus ist auch meistens unsachgemäße Verwendung (Beschädigung, starke Temperaturschwankungen, Tiefenentladung, Überladen oder falsche bzw. defekte Netzteile), Technische Defekte sind sehr selten und eher bei Billig-Produkten ein Problem (letzteres gilt generell für Elektroartikel aller Art - es gibt gewisse Dinge an denen sollte man nicht sparen). Außerdem sind bei Elektrofahrzeugen die Akkus oft sehr gut abgeschirmt und geschützt (bzw. bei E-Bikes mit außenliegenden abnehmbaren Akkus entsprechend Robust ausgeführt), da braucht es auch erstmal sehr viel bis überhaupt was passiert.

Ja, die Reaktion ist bei Akkubränden heftiger und der Brand ist auch schwerer zu löschen, das ist ne Herausforderung, aber kein Grund unnötig Panik zu verbreiten.
Nicht dass es nie brennt - es gibt ja auch genügend Wohnungsbrände trotz Rauchmelderpflicht - aber das Risiko ist wirklich gering.

Wenns im Tunnel brennt ist das eh immer unschön, das Hauptproblem ist in unserem Fall die Rauchentwicklung innerhalb des Stadtbahnwagens und die Räumung dessen, da ist aber auch egal ob ein Fahrradakku oder ein Mülleimer brennt. Den Tunnel kriegt man wiederum zügig rauchfrei.

Im RE höre ich immer die Durchsage, dass die Teile im Zug NICHT aufgeladen werden dürfen.
Ich bin kein Elektriker. Aber ich würde mal behaupten dass das vorrangig daran liegt dass die Akkus beim Laden wahrscheinlich zu viel Strom ziehen und die Streckdosen im Zug eine so hohe Last dann nicht mitmachen (-> Was sich wiederum auf das Brandrisiko auswirkt), hat aber mit der Akku-Technik wenig bis gar nichts zu tun, sondern liegt einfach daran dass die Steckdosen für ne eher niedrige Leistung dimensioniert sind (Um eben ein Handy oder einen Laptop zu laden, mehr aber auch nicht). Nen 8er-Mehrfachstecker würde ich im Zug genauso wenig an eine Steckdose hängen wollen.
Diese Überlastung ist ja auch die Hauptursache warum das In-Reihe-Schalten von Mehrfachsteckern ja auch so ein hohes Brandrisiko darstellt.
 
Da stellt sich die Frage, warum man nicht generell alle Ladevorgänge untersagt und die Steckdosen entfernt.
Das ist halt einfach ein absolut lächerlicher Vorschlag. Ich finde es faszinierend, dass ich das überhaupt begründen muss.
Steckdosen sind im 21. Jahrhundert unverzichtbar, da jeder ein Handy hat und Laptops das zentrale Werkzeug für Geschäftsleute, Studenten, usw. geworden ist. Diese Geräte müssen aufgeladen werden können, alles andere wäre maximal Kundenunfreundlich.
 
Ich bin kein Elektriker. Aber ich würde mal behaupten dass das vorrangig daran liegt dass die Akkus beim Laden wahrscheinlich zu viel Strom ziehen und die Streckdosen im Zug eine so hohe Last dann nicht mitmachen (-> Was sich wiederum auf das Brandrisiko auswirkt), hat aber mit der Akku-Technik wenig bis gar nichts zu tun, sondern liegt einfach daran dass die Steckdosen für ne eher niedrige Leistung dimensioniert sind (Um eben ein Handy oder einen Laptop zu laden, mehr aber auch nicht). Nen 8er-Mehrfachstecker würde ich im Zug genauso wenig an eine Steckdose hängen wollen.
Diese Überlastung ist ja auch die Hauptursache warum das In-Reihe-Schalten von Mehrfachsteckern ja auch so ein hohes Brandrisiko darstellt.
So ein Ladegerät für ein E-Bike (36 V,4 A) zieht (mit Verlusten) etwa 1 A aus dem normalen Netz.

Etwas googeln bringt als Ergebnis, dass die Steckdosen (insb. an den Sitzen) in Zügen teilweise nur ca. 0.5 A als Absicherung haben. Damit ist auch klar warum man da nicht laden kann/soll, weil es die Steckdose bzw. der Sicherungsautomat der Steckdose nicht mitmacht.
 
Nicht ohne Grund ist das Rauchen an Tankstellen verboten…
Und selbst das ist ein Überbleibsel aus "der guten alten Zeit".

Flüssigen Treibstoff bekommt man mit einer Zigarette nicht an (Diesel schon gar nicht, aber auch kein Benzin).

Die einzige Gefahr wäre, wenn sich in der Luft ein explosives Gemisch bilden würde. Allerdings ist das bei modernen Tankstellen auch praktisch nicht denkbar, weil die Zapfpistolen auch Dämpfe absaugen.
 
Steckdosen sind im 21. Jahrhundert unverzichtbar, da jeder ein Handy hat und Laptops das zentrale Werkzeug für Geschäftsleute, Studenten, usw. geworden ist. Diese Geräte müssen aufgeladen werden können, alles andere wäre maximal Kundenunfreundlich.
Man kann sein Zeug zuhause aufladen und für lange Strecken eine Powerbank mitnehmen.
Was in Fernzügen ginge, wären USB-Schnittstellen, die Strom mit reduzierter Stärke liefern.
Gut, wo Personal kontrolliert, kann man ungeprüfte Netzteile einziehen.
Ich sehe übrigens immer wieder Leute im RE rumjammern, dass sie ihre digitales Deutschlandtickets nicht vorzeigen könnten, weil der Akku leer sei und niemand ein Kabel und ein Netzteil habe. Erbärmlich!
Das Problem mit Ladegeräten ist, dass da viel Schrott vom Elektromarkt dabei ist, der hin und wieder durchschmilzt. Ladegeräte sind nun mal ein Risiko. Da geht Sicherheit vor Bequemlichkeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenns im Tunnel brennt ist das eh immer unschön, das Hauptproblem ist in unserem Fall die Rauchentwicklung innerhalb des Stadtbahnwagens und die Räumung dessen, da ist aber auch egal ob ein Fahrradakku oder ein Mülleimer brennt. Den Tunnel kriegt man wiederum zügig rauchfrei.
Also kommen wir mal zur Praxis!
In Frankfurt ist es Alltag, dass volle S-Bahn-Züge längere Zeit im Tunnel stehen, weil irgend jemand metallbeschichtete Luftballons in eine Station gebracht und dort losgelassen hat. So ein Teil in der Oberleitung sorgt für Funkenflug und Kurzschluss.
Eine häufige Brandursache sind Kippen, die im Müll auf den Gleisen landen. Da sieht dann so aus: Am Gleis der Station sieht man ein Glimmen, man fährt mit der Rolltreppe zur B-Ebene 10 Meter höher, oben kommt bereits die Feuerwehr entgegen und schon ziehen Rauchschwaden die Rolltreppe hoch. Das dauert nicht Minuten, sondern etwas 30 Sekunden. So schnell geht das. 30 Sekunden später wäre ich nicht mehr bei dieser Rolltreppe hochgekommen.
Bei einer Räumung im Tunnel haben wir das Problem, dass - genau wie in notgelandeten Flugzeugen - jede Menge Leute unbedingt ihr Gepäck mitschleppen wollen und damit andere Personen aufhalten.
Ich wüsste nicht, dass es in Stadtbahnfahrzeugen Hinweise zum Verhalten bei einer Räumung gäbe.
 
Man kann sein Zeug zuhause aufladen und für lange Strecken eine Powerbank mitnehmen.
Was in Fernzügen ginge, wären USB-Schnittstellen, die Strom mit reduzierter Stärke liefern.
Gut, wo Personal kontrolliert, kann man ungeprüfte Netzteile einziehen.
Ich sehe übrigens immer wieder Leute im RE rumjammern, dass sie ihre digitales Deutschlandtickets nicht vorzeigen könnten, weil der Akku leer sei und niemand ein Kabel und ein Netzteil habe. Erbärmlich!
Das Problem mit Ladegeräten ist, dass da viel Schrott vom Elektromarkt dabei ist, der hin und wieder durchschmilzt. Ladegeräte sind nun mal ein Risiko. Da geht Sicherheit vor Bequemlichkeit.
Wenn man wegen der Gefahr von Bränden durch Akkus einen Thread aufmacht und dann vorschlägt, dass die Leute, statt ihre Geräte über die im Fahrzeug vorhandenen Schnittstellen zu laden, lieber einen weiteren Akku mit sich führen sollen, dann ist das für mich leicht widersprüchlich ...

Und der Vorschlag, dass das Personal (mit welcher Rechtsgrundlage und mit welcher Fachkenntnis) Netzteile einziehen soll, ist ja auch nicht wirklich das Gelbe vom Ei. Wenn China-Schrott nämlich eins hat, dann die "richtige" Kennzeichnung. Wobei, ich glaube, ich bin die Ausnahme; ich kann mich nämlich nicht daran erinnern, dass sich in den letzten 2+ Dekaden, in denen ich Ladegeräte aller Art verwende, eins jemals in Rauch aufgelöst hat.
 
Man kann sein Zeug zuhause aufladen und für lange Strecken eine Powerbank mitnehmen.
Was in Fernzügen ginge, wären USB-Schnittstellen, die Strom mit reduzierter Stärke liefern.
Powerbank… Statt einen Akku zu laden willst du also nun einen entladen und einen anderen aufladen. Sehr viel besser. Außerdem kann ich kaum eine Powerbank tragen die genug Energie hat um im Zweifel alle meine Geräte aufzuladen.

„Man kann sein Zeug zuhause aufladen“.
Das ist einfach unrealistisch. Ich habe in meinem Alltag nicht die Zeit und Möglichkeit dies zu tun. Ich muss mich um genug Dinge kümmern, für 24h vorauszuberechnen wieviel Akku ich brauchen werde soll nicht auch noch zu einer Aufgabe werden.

USB-C ersetzt zumindest die Gefahr des Billignetzteils. Und falls mind. 60W Leistung rauskommen ist das ja auch ok. Leider ist das oft nicht der Fall, weswegen USB-C Steckdosen zumindest für Laptops oft ungeeignet sind. Hoffentlich verbessert sich das aber in Zukunft.

Es ist ja schön und gut, dass du die Gefahr reduzieren willst. Aber, auch wenn deine persönliche Erfahrung und Lebensrealität vielleicht eine andere ist, man sollte die Tatsachen mit dem Auge des 21. Jahrhunderts betrachten.
 
Mit dem E Roller oder E Bike in Rinklingen in die volle Bahn reinquetschen, um dann in Bretten wieder auszusteigen. Das sind mir die Liebsten.

Beides am besten verbieten.
Worin unterscheiden sich die E-Roller und die E-Bikes von den normalen Fahrradfahrern, die sich in Bahnen quetschen?
Am Ende ist es doch auch wieder der Nutzer, nicht das Fortbewegungsmittel.

Ich finde einfach diese häufig anzutreffende generelle Ablehnung gegen beides problematisch. Studien z.B. aus der Schweiz haben gezeigt, dass Fahrer von E-Bikes öfter/weiter fahren als normale Fahrradfahrer, was doch für viele eine Verbesserung der Gesundheit darstellt und Autofahrten verringert (eigenes Beispiel: hier im Gebirge fährst du, wenn du nicht sehr durchtrainiert bist, nicht mit dem Fahrrad 10 km zum Einkaufen. Aber mit dem E-Bike geht das).
 
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