Reaktivierung (stillgelegter) Strecken wird vom MVI untersucht

Es ist zwar keine echte Reaktivierung, aber die Verlängerung der Zweigleigkeit zwischen Graben-Neudorf Nord und Rheinsheim wäre sinnvoll. In Philippsburg würden sich die RE4 im Stundentakt kreuzen. Vor Ort findet man noch die Reste der früheren Zweigleisigkeit.
Die Strecke Rheinsheim - Graben Neudorf war nie durchgehend zweigleisig ausgebaut. Lediglich die "Pfälzer Seite" zwischen Rheinsheim und Germersheim war mal zweigleisig, als Rheinsheim Betrieblich noch ein Bahnhof war. Es gab in Philippsburg mal noch ein verlängertes Ausziehgleis (war vor allem für die Züge zum ehemaligen KKW relevant) und Huttenheim war mal Bahnhof und hatte ein Kreuzungsgleis. Die "Badische Seite" ist ähnlich wie die Strecke Wörth - Winden zwar für ein zweites Gleis trassiert worden, vorhanden war es nie.

Man sollte sich eher mal Gedanken darüber machen, woher man das Geld nehmen will um die Eisenbahnrheinbrücke zwischen Germersheim und Rheinsheim neu zu bauen. Die aktuelle Eisenbahnbrücke von 1967 hat das Bundesverteidigungsministerium und die NATO bezahlt, da man die Strecke als Militärstrategisch angesehen hat. Die aktuelle Brücke hält mit Glück noch mal 5-10 Jahre, dann wird es spannend.
 
Zur Hardtbahn Neureut – Mühlburg gibt es außerdem eine aktuelle Kleine Anfrage. Eigentlich klingt die gar nicht schlecht: hohes Nachfragepotenzial, Vorplanung seit 2025 fertig, geplant ist eine (teilweise) zweigleisige Strecke und eine neue Linie Leopoldshafen – Mühlburg – Hbf im 30-Minuten-Takt. Der Haken (und vermutlich Grund das Verschwinden aus den Tranchen):
Wie wäre es mit einem digitalen Knoten Karlsruhe, damit reicht es sicher locker /s
 
Vorher müssen wir aber erst einen 30-gleisigen (14*2+2) unterirdischen Kopfbahnhof im 90-Grad-Winkel bauen um die Bahnhofskapazität zu halten.
Bitte davon aber mindestens 2 Gleise in Kapspur, 2 Gleise in Bosnischer Spurweite, 2 Gleise in Meterspur und 2 Gleise mit 750mm Spurweite um auch alle verbreiteten Spurweiten bedienen zu können...
 
Die Strecke Rheinsheim - Graben Neudorf war nie durchgehend zweigleisig ausgebaut. Lediglich die "Pfälzer Seite" zwischen Rheinsheim und Germersheim war mal zweigleisig, als Rheinsheim Betrieblich noch ein Bahnhof war. Es gab in Philippsburg mal noch ein verlängertes Ausziehgleis (war vor allem für die Züge zum ehemaligen KKW relevant) und Huttenheim war mal Bahnhof und hatte ein Kreuzungsgleis. Die "Badische Seite" ist ähnlich wie die Strecke Wörth - Winden zwar für ein zweites Gleis trassiert worden, vorhanden war es nie.
Nie zweigleisig? Wie sah es vor dem 2. Weltkrieg aus?
 
Nie zweigleisig? Wie sah es vor dem 2. Weltkrieg aus?
Auch vor dem 2. Weltkrieg war die Bahnstrecke Graben-Neudorf - Rheinsheim nicht zweigleisig in Betrieb. Es gab zwar schon teilweise verlegte Gleisjoche und anderes Material, ähnlich wie bei der Bahnstrecke Landau (Pfalz) - Pirmasens Nord, aber in Betrieb war das zweite Streckengleis nie. Dafür waren die Stellwerke in Graben-Neudorf (von 1908) und Huttenheim nicht ausgelegt, davon gibt es entsprechende historische Dokumente.
 
Bitte davon aber mindestens 2 Gleise in Kapspur, 2 Gleise in Bosnischer Spurweite, 2 Gleise in Meterspur und 2 Gleise mit 750mm Spurweite um auch alle verbreiteten Spurweiten bedienen zu können...
Wo bleiben die Breitspurgleise? Oberweißbacher Bergbahn: 1800 mm, Indien und Argentinien und Chile und San Francisco: 1676 mm, Spanien und Portugal: 1668 mm, Irland und Australien und Brasilien: 1600 mm, Russland und Ukraine: 1524 mm, Leipzig: 1458 mm, Dresden 1450 mm.
Die 3000 mm-Pläne des gröbsten Postkartenmalers aller Zeiten lassen wir mal weg.
Oder historische Breiten: Great Western Railway 2140mm, Hafenbahn der Azoreninsel Ilha do Faial: 2134mm (Foto: https://64.media.tumblr.com/tumblr_m5fcs47Lqo1rus6vfo1_1280.jpg ), Baden 1600 mm (um Züge aus dem Schwabenland fernzuhalten?)
Wenn es ein paar Meterchen größer sein darf: 8200 mm sind das Maximum im Personentransport. Zu finden beim Lärchwandschrägaufzug bei Kaprun in Österreich. Kaprun ist der Ort, bei dem am 11.11.2000 ein voll besetzter Wagen einer Standseilbahn durch einen defekten Heizlüfter in einem Tunnel verbrannt ist.
wichtigste Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Spurweiten
Wir können uns auch ganz moderat auf Karlsruher Spurweiten austoben:
1000 mm (Turmbergbahn, Lobberle und alte Albtalbahn), 600 mm (Schloßgartenbahn) sowie 7 ¼ Zoll (= 184,15 mm) und 127 mm (Bulach, Dampflokfreunde). (Quelle: https://dampflokfreunde.com/vereinsaktivitaeten/)
Eine größere Schmalstspurstrecke im Personenverkehr gab es vor über 10 Jahren ein paar Tage auf dem Geländer der Karlsruher Messe)
 
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Es gibt Neues aus dem Verkehrsministerium, leider nichts Gutes für Karlsruhe. Das Land hat die Reaktivierungsprojekte wegen der Finanzlage neu priorisiert (Pressemitteilung). Die Projekte in der Gegend von Karlsruhe tauchen in keiner der beiden Tranchen auf.

Zur Hardtbahn Neureut – Mühlburg gibt es außerdem eine aktuelle Kleine Anfrage.
Ebenso existiert als Hürde die Bahnsteigverfügbarkeit im Karlsruher Hauptbahnhof, da dort die Kapazität weitgehend ausgeschöpft ist. Eine Erweiterung ist nur mit umfangreichen Ausbaumaßnahmen möglich.
Die Kapazität der Bahnsteige der Gleise 1-4 ist durch den Einbau von Rolltreppen erheblich verringert worden.
Das konnte man heute gegen 13 Uhr nach der Ankunft des RE aus dem Süden "bewundern". Hunderte von ankommenden Fahrgästen stauen sich an der Rolltreppe. Eine verzweifelte Mitarbeiterin der Bahn versucht das Chaos zu begrenzen. Viele Personen balancieren am Bahnsteigrand entlang, um sich zur Treppe durchzukämpfen. Diese Treppe ist kaum erreichbar, weil der Bahnsteig um die Rolltreppen herum rappelvoll ist.
Das Schlamassel lag auch daran, dass pünktlich zum Stadtfest auf der Strecke KA-Offenburg am Wochenende eine RE-Linie und die S-Bahnen nach Achern gestrichen wurden.
Was kann man für mehr Kapazität am Hauptbahnhof tun?
Kurzfristige Maßnahme: Abfahrt der REs an einem anderen Bahnsteig, als der, an dem die Züge ankommen. Dann drängen nicht mehr wartende Typen in die Züge, bevor alle ankommenden Personen ausgestiegen sind.
Mittelfristige Maßnahme: Rolltreppen entfernen
Langfristige Maßnahme: Ungenutzte Gepäckbahnsteige entfernen, Gleise verschieben, Personen-Bahnsteige und Treppen verbreitern
 
Die Kapazität der Bahnsteige der Gleise 1-4 ist durch den Einbau von Rolltreppen erheblich verringert worden.
[…]
Mittelfristige Maßnahme: Rolltreppen entfernen
Auf keinen Fall!
Ausgerechnet an den ICE-Bahnsteigen die Rolltreppen zu entfernen dürfte Karlsruhe direkt eine weitere Extra-3-Folge bescheren.
Da, wo stündlich mehrere hundert Menschen mit schweren Koffern hoch/runter wollen, die Rolltreppen rauszureißen ist ein Schildbürgerstreich hoch 10.
 
Auch wenn die Umsetzung schwierig wäre, wären Rolltreppen mit wechselbarer Fahrtrichtung sinnvoll. So könnten bei Bedarf beide nach unten fahren. Die Frage ist nur, wie man das steuern könnte.
 
Gab es denn vorher die Treppe zur anderen Seite hin schon?
Nein, aber diese Treppen sind nur schwer zu erreichen, wenn sich Menschenmassen vor der Rolltreppen ballen und den Bahnsteig in voller Breite blockieren. Wer sich auskennt, weicht zum Ostausgang zur Poststraße aus. Wer zum Südausgang will, hat keine Alternative.
Auch an "normalen" Tagen gibt es längere Staus am oberen Ende der Rolltreppen, wenn ein voller ICE ankommt. Weh dem, der zum Umsteigen schnell den Bahnsteig wechseln muss. Am Aufzug kann es auch dauern.
Eine Möglichkeit wäre natürlich, einen weiteren Fußgängertunnel von der Haupthalle zu den ersten 2 Bahnsteigen zu bauen.
Nürnberg hat 3 Fußgängertunnel zu allen 10 Bahnsteigen. Je ein Rolltreppen-Paar haben 3 Bahnsteige.
Ich bin öfters dort. An längere Staus auf den Bahnsteigen wie in KA auf Gleis 1-4 kann ich mich nicht erinnern.
Siehe openstreetmap:
1791747980888.png
 
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Auf keinen Fall!
Ausgerechnet an den ICE-Bahnsteigen die Rolltreppen zu entfernen dürfte Karlsruhe direkt eine weitere Extra-3-Folge bescheren.
Da, wo stündlich mehrere hundert Menschen mit schweren Koffern hoch/runter wollen, die Rolltreppen rauszureißen ist ein Schildbürgerstreich hoch 10.
Früher gab es doch Gepäckbänder neben normalen Treppen
 
Mittelfristige Maßnahme: Rolltreppen entfernen
Also manchmal bin ich mir echt nicht so sicher ob hier der erste April ist, oder das ein ernstgemeinter Vorschlag ist.
Ich fahre regelmäßig (mehr als zweimal pro Woche) dort mit dem ICE und muss nur in den seltensten Fällen warten, bis ich es in die Unterführung schaffe. Höchstens mal 20-30 Sekunden, aber das ist an fast jedem Bahnhof größeren Bahnhof so, oft noch viel schlimmer als in KA. Ich sehe wirklich keinen Grund hier eine massive Komforteinschränkung durchzuführen nur um ein paar Sekunden schneller, aber mit kaputtem Rücken (Köffer sind schwer) in die Unterführung zu gelangen.
 
Ich fahre regelmäßig (mehr als zweimal pro Woche) dort mit dem ICE und muss nur in den seltensten Fällen warten, bis ich es in die Unterführung schaffe. Höchstens mal 20-30 Sekunden, aber das ist an fast jedem Bahnhof größeren Bahnhof so, oft noch viel schlimmer als in KA. Ich sehe wirklich keinen Grund hier eine massive Komforteinschränkung durchzuführen nur um ein paar Sekunden schneller,
Was soll diese verantwortungslose Polemik?
Ein überfüllter Bahnsteig, bei dem sich die Leute an den Bahnsteigkanten drängeln, das bedeutet eine hohe Unfallgefahr. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis da jemand aufs Gleis stürzt oder aufs Gleis gestoßen wird.
Mir ist die Sicherheit der Reisenden wichtiger als die Bequemlichkeit einzelner ICE-Reisender, denen die 10 Meter zum Aufzug zu weit sind.
Von wegen "ein paar Sekunden". Das dauert gelegentlich eine volle Viertelstunde. So sieht es in Wahrheit aus.
 
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