Quereinstieg realistisch?

Hey,

Es steht eine berufliche Neuorientierung an und ich bin mir nicht sicher, ob ich meinen bisherigen Bürojob weiterhin machen will (auch weil die Optionen in der Region doch mau sind).

Nun bin ich (mal wieder) am Spielen mit dem Gedanken, es doch noch einmal mit etwas anderem zu versuchen, auch wenn es vermutlich ein Rückschritt in der Bezahlung wäre.

Deswegen meine Frage: Wäre ein Quereinstieg bei der AVG überhaupt realistisch mit Ende 30 und ohne eine Ausbildung/Studium im technischen Bereich?

Danke für jede Antwort.
 
Hatte damals im Fdl Quereinstieg einen 54 jährigen, der war davor reiseverkehrskaufmann… Probieren geht über studieren, wenn dich das wirklich interessiert merken die Recruiter das hoffentlich schon!!
 
Hey,

Es steht eine berufliche Neuorientierung an und ich bin mir nicht sicher, ob ich meinen bisherigen Bürojob weiterhin machen will (auch weil die Optionen in der Region doch mau sind).

Nun bin ich (mal wieder) am Spielen mit dem Gedanken, es doch noch einmal mit etwas anderem zu versuchen, auch wenn es vermutlich ein Rückschritt in der Bezahlung wäre.

Deswegen meine Frage: Wäre ein Quereinstieg bei der AVG überhaupt realistisch mit Ende 30 und ohne eine Ausbildung/Studium im technischen Bereich?

Danke für jede Antwort.
Wenn du alle Vorraussetzungen erfüllst und Lernbereitschaft hast, na klar! Mit Motivation kann das eine tolle Sache werden!
 
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Deinen Beiträgen entnehme ich, dass Du dich intensiv mit dem Thema ÖPNV beschäftigst. Dir fallen bereits jetzt viele Missstände auf. Als Mitarbeiter würden dir noch viele weitere Missstände auffallen, da der Einblick natürlich viel tiefer ist.

Im öffentlichen Dienst ist die Arbeitsweise eine völlig andere als in der freien Wirtschaft. Du bist an strenge Regeln und Gesetze gebunden. Es ist also mehr oder weniger Dienst nach Vorschrift, die Möglichkeit der persönlichen Entfaltung ist daher limitiert. Aussagen wie "geht nicht, gibt es nicht, haben wir schon immer so gemacht" sind an der Tagesordnung.

Viele werfen daher nach wenigen Jahren entnervt das Handtuch. Andere schaffen es den Kopf auszuschalten, Dienst nach Vorschrift zu schieben, und nach Feierabend alles auszublenden. Störungen, Verspätungen, Umleitungen, Falschparker, Fahrgäste die die Türen blockieren, all dies kann und muss dir egal sein.

Falls Du ein Mensch bist, der nicht abschalten kann nach Feierabend, dann lass es lieber bleiben. Falls doch, dann ist es ein lockerer Job.
 
Deinen Beiträgen entnehme ich, dass Du dich intensiv mit dem Thema ÖPNV beschäftigst. Dir fallen bereits jetzt viele Missstände auf. Als Mitarbeiter würden dir noch viele weitere Missstände auffallen, da der Einblick natürlich viel tiefer ist.

Im öffentlichen Dienst ist die Arbeitsweise eine völlig andere als in der freien Wirtschaft. Du bist an strenge Regeln und Gesetze gebunden. Es ist also mehr oder weniger Dienst nach Vorschrift, die Möglichkeit der persönlichen Entfaltung ist daher limitiert. Aussagen wie "geht nicht, gibt es nicht, haben wir schon immer so gemacht" sind an der Tagesordnung.

Viele werfen daher nach wenigen Jahren entnervt das Handtuch. Andere schaffen es den Kopf auszuschalten, Dienst nach Vorschrift zu schieben, und nach Feierabend alles auszublenden. Störungen, Verspätungen, Umleitungen, Falschparker, Fahrgäste die die Türen blockieren, all dies kann und muss dir egal sein.

Falls Du ein Mensch bist, der nicht abschalten kann nach Feierabend, dann lass es lieber bleiben. Falls doch, dann ist es ein lockerer Job.
Danke dir (und allen anderen) für die Antworten. Haben mir doch bei der Entscheidung weitergeholfen. Ich denke, ich werde mich bewerben.

Bezüglich Dienst nach Vorschrift: Das ist interessanterweise bei meiner momentanen Stelle nicht viel besser. Alles durch nationale/internationale Regelwerke durchreguliert, dann noch eine Prise DIN oben drauf. Kombiniert mit Kunden, die die gleiche Methodik immer schon so hatten und nicht bezahlen wollen, die Methode auf neue Technik zu übertragen.

Warum ich den Quereinstieg überlege: In den 20+ Jahren, die ich zur Schule/Ausbildung/Uni/Beruf pendle, bin ich immer mit der Bahn unterwegs gewesen. Ich glaube, aus Fahrgastsicht habe ich so ziemlich alles mitgemacht, was es gibt.

Gleichzeitig bin ich nicht die Person, die in eine Bahn sitzt und abschaltet. Das ganze System interessiert mich (offenbar scheint das ja in meinen Beiträgen hier hervorzuscheinen). Ich will mich jetzt sicherlich nicht mit einem Betriebseisenbahner vergleichen vom Wissen her. Aber ich würde jetzt nicht bei Null anfangen, wenn es um Dinge wie Zugsicherungssysteme und Betriebsabläufe geht. Natürlich mit der Gewissheit, dass ich da sicherlich auch noch viele Details nicht weiß und noch lernen müsste.
 
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