Professionell: Bauen unterm rollenden Rad statt monatelanger Sperrungen

Hier erklärt der Direktor der Rhätischen Bahn, wie man in Graubünden in hochalpinem Gelände unter schwierigen geologischen Bedingungen Strecken- und Tunnelerneuerung macht, ohne ewig lang den Betrieb der Strecken einzustellen:
Dass man eine Strecke wie in der Gartenstraße ein halbes Jahr dicht macht und keinen SEV einrichtet, anstatt in Abschnitten zu erneuern, oder die Strecke durch die Fritz-Erler-Straße monatelang sperrt (aber die Straße frei lässt), um eine drittklassige Pizzeria - ich habe EIN Mal den Fehler gemacht, dort zu essen - zu renovieren, das geht bei Profis nicht, die primär für die Fahrgäste arbeiten.
Was übermäßiger Spätzle-Konsum anrichtet: In der "Landeshauptstadt" wird jedes Jahr die Stammstrecke der S-Bahn viel Wochen lang für die Basteleien der DB gesperrt.
 
Ist dann eben doch ein gewisser Unterschied ob man in der Schweiz baut wo es keine Alternative gibt, oder in Karlsruhe wo bis auf die Otto-Sachs-Straße alle Haltestellen durch die von Dir genannten Maßnahmen noch angefahren werden, und selbst die geht noch Recht komfortabel im Einzugsradius von Arbeitsagentur und Mathystraße auf.
 
Dass man eine Strecke wie in der Gartenstraße ein halbes Jahr dicht macht und keinen SEV einrichtet
Wo soll denn da realistischerweise ein SEV fahren? Wenn der bloß zwischen Mathystraße und Weinbrennerplatz hin- und herpendeln würde, wären die Fahrgastmassen vermutlich so gigantisch, dass zwei Großraumtaxen sie bewältigen könnte (eins pro Umlauf bei T10).
Selbiges gilt auch für die Fritz-Erler-Straße, wobei da wohl sogar ein einziges Taxi ausreichen würde.

Ich würde mal behaupten, dass die nicht ganz so üppig vorhandenen Finanzmittel an anderen Stellen in der Stadt besser aufgehoben sind, als einen solchen Alibi-SEV zu bedienen.
 
Zuletzt bearbeitet:
um eine drittklassige Pizzeria - ich habe EIN Mal den Fehler gemacht, dort zu essen - zu renovieren
Alle Tage wieder, der Kommentar zur Pizzabrücke von @Baustellenversteher 😂
Mittlerweile hat es fast schon komödiantische Züge…

Aber wir kommen der Sache näher auf die Spur, die Fehde liegt wohl tatsächlich an einem unglücklichen Besuch dort
 
und selbst die geht noch Recht komfortabel im Einzugsradius von Arbeitsagentur und Mathystraße auf.
Wobei es nicht nur auf die reinen Einzugsbereiche ankommt, sondern auch auf die Konnektivität – auch wenn z.B. Arbeitsagentur und ZKM nach wie vor bedient werden, ist die Erreichbarkeit trotzdem deutlich schlechter geworden – nur wer ohnehin im Bereich Hauptbahnhof ein- oder umsteigt, hat Glück gehabt und merkt fast nichts, aber aus allen anderen Richtungen muss man jetzt spürbare Umwege und ggf. zusätzliche Umstiege einlegen.

Das war schon zu Bauzeiten der Kombilösung jahrelang ärgerlich, als die 2 nicht über den Europaplatz, sondern über die Schillerstraße gefahren ist…
 
Das Problem für einen SEV wird wohl eher auch die gesperrten Abschnitte im Straßenverkehr und damit der Staudruck am Knoten Brauerstr./Kriegsstr. sein. Denn rein theoretisch wären zwei SEV-Linien Hbf. - ZKM - Karlstor und Hbf. - ZKM - Weinbrennerplatz im überlagernden 20-Min-Takt auch nicht teurer als unsre Linie 6. Nur die stünden halt im Stau.
 
Das Problem für einen SEV wird wohl eher auch die gesperrten Abschnitte im Straßenverkehr und damit der Staudruck am Knoten Brauerstr./Kriegsstr. sein. Denn rein theoretisch wären zwei SEV-Linien Hbf. - ZKM - Karlstor und Hbf. - ZKM - Weinbrennerplatz im überlagernden 20-Min-Takt auch nicht teurer als unsre Linie 6. Nur die stünden halt im Stau.
Ein Pendel-SEV zwischen "Karlstor" und Weinbrennerplatz" wäre angesagt. Immerhin war das mal ein Streckenabschnitt des Lobberle. Und es gibt ja sogar Visionen, da Straßenbahngleise zu legen, um eine leistungsfähige Ost-West-Achse zu schaffen, was freilich an den fehlenden Finanzen scheitern dürfte.
 
Ein Pendel-SEV zwischen "Karlstor" und Weinbrennerplatz" wäre angesagt. Immerhin war das mal ein Streckenabschnitt des Lobberle. Und es gibt ja sogar Visionen, da Straßenbahngleise zu legen, um eine leistungsfähige Ost-West-Achse zu schaffen, was freilich an den fehlenden Finanzen scheitern dürfte.
Das Problem Stau bleibt. Und streng genommen haben wir den Pendel ja - nennt sich auch Tram 4. Dürfte in der HVZ auch nicht langsamer sein. Dann würde ich eher einen Pendel zwischen MTO und ZKM andenken. Dummerweise haben wir keine Buslinie an die man was anhängen kann. Am Kronenplatz hätte ich die 30 genommen mit Kopfwende an der Baumeisterstraße, dann wäre die 3 zumindest im 20-Min-Takt ersetzt.

Nicht falsch verstehen, von der Idee halte ich einen SEV entlang der 5 mit Anbindung der Arbeitsagentur für eigentlich nötig, wenn ich den verlässlich über die Kreuzung Kriegsstraße/Brauerstraße kriege. Sehe ich aber nicht, selbst jetzt in den Freien zeigt google regelmäßig "Rotausleuchtung"
 
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