Indiens Eisenbahn in wenigen Jahren fast vollständig elektrifiziert.

99,2 % elektrifiziert. Das ist das gesamte(!) Netz abzüglich ein paar Touristenbahnen am Rande des Himalayas.
Da wird nicht jahre- bis jahrzehntelang wegen der Kosten herumgedruckst. Da wird gebaut.
Die Schweiz hat es vor über einem halben Jahrhundert vorgemacht. Da fährt abgesehen von der Brienz-Rothorn-Bahn und der Dampfbahn Furka-Bergstrecke alles unter Draht. Werder die Schweiz noch Indien machen halbe Sachen mit Strominseln.
Was der Artikel nicht erwähnt: Auf den neuen Güterzugstrecken des Dedicated Freight Corridors fahren teilweise doppelstöckig mit Containern beladene Güterzüge unter Draht.
Man stelle sich vor, in Deutschland würden Strecken wie Wörth-Neustadt, Hausach - Freudenstadt, Öhringen - Schwäbisch Hall Hessental ( das weit weg von Hessen liegt) oder Nürnberg - Hof elektrifiziert ohne ewig lang wegen der Kosten zu diskutieren.
Wenn Indien die Kohle für eine fast 100-prozentiges Elektrifizierung hat, dann hat da auch Deutschland.
 
Die Schweiz hat es vor über einem halben Jahrhundert vorgemacht. Da fährt abgesehen von der Brienz-Rothorn-Bahn und der Dampfbahn Furka-Bergstrecke alles unter Draht. Werder die Schweiz noch Indien machen halbe Sachen mit Strominseln.
Dass in der Schweiz das gesamte Bahnnetz mit Ausnahme der Brienz-Rothorn-Bahn und der Dampfbahn Furka Bergstrecke elektrisch betrieben wird, wird zwar immer wieder gerne behauptet entspricht aber nicht der Realität. Die Bahnstrecke Staatsgrenze bei Rielasingen - Etzwilen war noch nie elektrifiziert, die Bahnstrecke Sursee - Triengen war auch nie elektrifziert, mehrere Industrieanschlüsse bei Zürich und bei Kleinhüningen und die Rangierbahnhöfe in Muttenz und Chiasso werden zum großen Teil nicht elektrisch befahren.
Zumal Indien etwa 80% des Stroms durch das verbrennen von Steinkohle "erzeugt", was sowohl beim abbau wie auch beim verbrennen sehr viel CO² erzeugt und extrem Umweltschädlich ist, von den Folgeschäden durch den Steinkohleabbau, der in Indien überwiegend im Tagebau erfolgt, ähnlich wie in Deutschland die Braunkohle reden wir lieber gar nicht. Dass bei der Steinkohlevertromung über 60% der enthaltenen Energie "sinnfrei" zum Schornstein rausgeblasen werden, bzw damit das Kühlwasser erwärmt wird und die Energie somit nicht genutzt wird kommt noch erschwerend hinzu. Die Atomkraftwerke, die in Indien fast 10% der Stromversorgung sicherstellen alles andere wie sicher sind nach Europäischen Maßstäben darf man auch nicht vergessen.
In der Schweiz wird der Strom überwiegend aus Wasserkraft erzeugt, dafür werden halt ganze Bergtäler geflutet mit Stauseen darin werden Almen und Dörfer versenkt, bzw vorher abgerissen und dadurch verändert sich die Alpenlandschaft ganz massiv und das nicht zum positiven.
Man stelle sich vor, in Deutschland würden Strecken wie Wörth-Neustadt, Hausach - Freudenstadt, Öhringen - Schwäbisch Hall Hessental ( das weit weg von Hessen liegt) oder Nürnberg - Hof elektrifiziert ohne ewig lang wegen der Kosten zu diskutieren.
Welchen Sinn macht eine durchgehende Elektrifizierung der Strecke Wörth - Neustadt, Hausach - Freudenstadt oder Öhringen - Hessental? Das sind Strecken die man ohne Probleme mit den heutigen Akkuzügen elektrisch befahren kann ohne die ganze Strecke elektrifizieren zu müssen.
Wobei es bei der Strecke Öhringen - Hessental eh ein Wunder ist, dass die Strecke noch nicht stillgelegt wurde, die Reisendennachfrage ist zum großen Teil sehr schlecht, ist aber auch logisch da die Hohenlohe sehr dünn besiedelt ist. In der Schweiz hätte man die Strecke ähnlich wie Biasca - Auquarosse im Blenio Tal oder St Urban - Melchnau oder Solothurn - Hezogenbuchsee schon längst stillgelegt, bzw würde wie bei der Chemins de fer du Jura oder bei der Strecke Le Locle - Les Brenets aktiv über eine Stilllegung mangels Wirtschaftlichkeit nachdenken.
Bei Nürnberg - Hof ist vor allem der Denkmalschutz der Tunnelportale und der Brücken im Pegnitztal ein Problem, weniger das Geld.
Wenn Indien die Kohle für eine fast 100-prozentiges Elektrifizierung hat, dann hat da auch Deutschland.
Da man Geld nur einmal ausgeben kann, ist immer die Frage wo es den "meisten Nutzen" bringt. Es gibt durchaus Gründe warum in Schaffhausen der Trollybusbetrieb zum Dezember 2025 eingestellt wurde und durch einen Akku-/E-Bus Betrieb ersetzt wurde, denn der ist deutlich günstiger, wie die Oberleitung in Stand zu halten und neue Trolleybusse zu beschaffen.
 
Zumal Indien etwa 80% des Stroms durch das verbrennen von Steinkohle "erzeugt"
... was aber auch nicht auf ewig so bleibt, da auch Indien bei Photovoltaik stark investiert.
In der Schweiz wird der Strom überwiegend aus Wasserkraft erzeugt,
Das war m.W.n. auch der Hauptgrund, warum da fast alles elektrisch fährt.
Welchen Sinn macht eine durchgehende Elektrifizierung der Strecke Wörth - Neustadt, Hausach - Freudenstadt oder Öhringen - Hessental? Das sind Strecken die man ohne Probleme mit den heutigen Akkuzügen elektrisch befahren kann ohne die ganze Strecke elektrifizieren zu müssen.
Dann können wir ja anderswo die Strippe abbauen, wenn Akkuzüge so toll sind ...
Das Mehrgewicht bedeutet mehr Technik im Fahrzeug und mehr Gewicht, dass es zu beschleunigen gilt, also Mehrverbrauch.
Bei Wörth - Neustadt und Öhringen - Hessental wären es sinnvolle Lückenschlüsse, damit die Strecke ggfs. auch mit anderen Zügen nutzbar wäre. Man sollte nicht nur an den lokalen Verkehr denken. Bei Hausach - Freudenstadt kann man streiten, da gibt es diesem Netz ja noch mehr nicht elektr. Strecken, wo Akkuzüge sinnvoll fahren können, keine Ahnung, ob es da gemeinsame Umläufe gibt.
 
Welchen Sinn macht eine durchgehende Elektrifizierung der Strecke Wörth - Neustadt
Neustadt-Wörth würde viel Sinn machen (insbesondere zweigleising und in Verbindung mit der Dammerstockkurve) als Güterzugumgehung Knoten Mannheim. Davor haben halt alle Schiß. Aber es macht einfach auch Sinn um moderne E-Fahrzeuge frei einsetzen zu können und nicht dieses rumgekasper mit Ladeinseln zu haben.
 
... was aber auch nicht auf ewig so bleibt, da auch Indien bei Photovoltaik stark investiert.
Cool, noch mehr Stromausfälle wegen Spannungsschwankungen die das Verbundnetz nicht auffangen kann, ist sicherlich eine super Idee...
Dann können wir ja anderswo die Strippe abbauen, wenn Akkuzüge so toll sind ...
Warum sollte man etwas zurück bauen, was es schon gibt? Mal abgesehen davon dass man das auf einzelnen Strecken wirklich gemacht hat, weil der Bedarf nicht mehr da war...
Das Mehrgewicht bedeutet mehr Technik im Fahrzeug und mehr Gewicht, dass es zu beschleunigen gilt, also Mehrverbrauch.
Nein Mehrgewicht bedeutet nicht mehr Technik im Fahrzeug und bei einem Akkutriebwagen schon mal gar nicht, weil auch jeder elektrische Triebwagen schon Akkus im Fahrzeug verbaut hat, nur halt nicht so viele. Ein Siemens Miro wiegt als Akkufahrzeug gerade mal 18 Tonnen mehr wie als rein elektrisches Fahrzeug. Der Mehrverbrauch durch das höhere Fahrzeuggewicht ist geringer wie man meint, da durch die höhere Achslast das Fahrzeug besser beschleunigt und besser bremst, wegen dem niedrigen Haft-Reibungs-Koeffizient von Stahl auf Stahl.
Bei Wörth - Neustadt und Öhringen - Hessental wären es sinnvolle Lückenschlüsse, damit die Strecke ggfs. auch mit anderen Zügen nutzbar wäre. Man sollte nicht nur an den lokalen Verkehr denken. Bei Hausach - Freudenstadt kann man streiten, da gibt es diesem Netz ja noch mehr nicht elektr. Strecken, wo Akkuzüge sinnvoll fahren können, keine Ahnung, ob es da gemeinsame Umläufe gibt.
Mir fallen bei Wörth - Neustadt jetzt keine anderen rein elektrischen Fahrzeuge ein, die auf der Strecke sinnvoll einsetzbar sind. Die Fahrzeuge der S-Bahn Rhein-Neckar passen von der Einsteigehöhe her nicht, bzw man müsste alle Bahnsteige für viel Geld umbauen, die Stadtbahnen der AVG sind von den Betriebskosten her viel zu teuer und die meisten Elektrotriebwagen sind an den meisten Tagen völlig überdimensioniert für die Nachfrage auf der Strecke.

Öhringen - Hessental hat doch schon mit den aktuellen Dieseltriebwagen zum großen Teil Durchbindungen, die Triebwagen fahren in der Regel mit Zugnummernwechsel Heilbronn - Crailsheim - Lauda - Miltenberg - Aschaffenburg durch. Die Strecke über Heilbronn ist aus quasi allen Richtungen so langsam, dass eine Durchbindung da keinen Sinn macht.
 
Neustadt-Wörth würde viel Sinn machen (insbesondere zweigleising und in Verbindung mit der Dammerstockkurve) als Güterzugumgehung Knoten Mannheim. Davor haben halt alle Schiß. Aber es macht einfach auch Sinn um moderne E-Fahrzeuge frei einsetzen zu können und nicht dieses rumgekasper mit Ladeinseln zu haben.
Es gibt schon eine zweigleisige und elektrifizierte Strecke um mit Güterzügen den Knoten Mannheim zu umgehen, das ist die Strecke Ludwigshafen - Germersheim - Wörth - Karlsruhe. Da wäre die Strecke über Neustadt ein sehr großer Umweg, mal abgesehen davon dass die Strecke Ludwigshafen - Neustadt jetzt schon überlastet ist und man in Neustadt die Fahrtrichtung wechseln muss, da die Güterzugkruve in Neustadt schon lange abgebaut und entwidmet ist und demnächst mit Häusern überbaut wird im Zusammenhang mit den Landesgartenschau.
 
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