AVG "Fernverkehr" (DPF) auf AVG-Strecke

Kurioser Fund aus "Zug um Zug - Geschichten vom Hauptbahnhof Karlsruhe", Minute 41:38: Ein Bildschirmfoto aus der Betriebszentrale, das den Hauptbahnhof Karlsruhe und Umgebung zeigt.

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Es ist der 4.2.2019, 12 Uhr. Bei Kleinsteinbach Richtung Karlsruhe fährt gerade DPN-L 85616 (S5) in Richtung Karlsruhe, auch im vollbesetzten Hbf Karlsruhe stehen mehrere Stadtbahnen herum. Und auf dem AVG-Gleis zwischen Söllingen und Grötzingen fährt ein Zug namens DPF 84765, also ein Fernverkehrszug von Dritten, der kein Stadtbahntriebwagen (-L) ist. Was ist das für ein Zug?

Zugegebenermaßen eine ziemlich nerdige Frage, aber vielleicht weiß ja jemand Bescheid (oder die Antwort ist ganz banal).
 

Matti

Administrator
aus Stutensee
Sicher, dass das ein Fernverkehrszug von Dritten ist?

Die Zugnummer trifft zumindest auf einen S5 Kurs zu, wenn ich die Nummer einfach mal in Google schmeiße.
Aber ich kenne mich da auch nicht wirklich aus...
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Ich bin schon realistisch genug um zu glauben, dass es letztlich nur eine popelige Stadtbahn ist :) Trotzdem interessant, dass sie in den Systemen der DB auftaucht wie ein Fernverkehrszug.
 
Es wird sicher kein Fernverkehrszug sein.
Denn als ich mal wieder Streckenkunde gemacht habe, wollte ich über das AVG Gleis fahren, um den Azubis mal etwas zu bieten.

Aussage FDL Grötzingen, seit einigen Jahren dürfen nur noch Stadtbahnen da lang fahren, da es keine PZB Magneten gibt. Irgendwo gibt's dazu ne Weisung, die ich bis heute nicht gefunden haben.

Und ja, die Frage ist echt nerdig.
Womit sich manche Menschen befassen, sagenhaft. Ich würde nie auf die Idee kommen, den Film anzuhalten und alle vorhanden Züge zu kontrollieren. 🙄😬
 
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Dürfte wohl eine Folge des Unfalls von Hordorf sein, in Folge dessen die Ausrüstungspflicht für PZB verschärft wurde und auch die Albtal-/Hardtbahn für die paar Vollbahnzüge entsprechend ausgestattet wurde.
 

Marc

aus Knielingen
Laut https://www.avg.info/geschaeftskunden/infrastruktur/eisenbahnstrecken/pfinztalbahn.html und https://www.avg.info/geschaeftskunden/infrastruktur/eisenbahnstrecken/kraichgaubahn.html liegt PZB nur in der in Grötzingen Oberaustraße abzweigenden Strecke nach Bretten. Die Parallelstrecke zur DB bis Söllingen ist, wie die Albtalbahn, mit IMU (also Straßenbahntechnik) ausgerüstet. Was ich aber nicht weiß ist, wie die IMU im Netz der AVG bzw. auch bei den VBK eingesetzt wird. Lt. Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Induktive_Meldeübertragung) gibt es neben der zumindest bei der VBK verwendeten Weichen- und Signalsteuerung (inkl. unterschiedlicher Behandlung von Eilzügen) auch Fahrsperren.

Edit: Was ich vergessen habe: es gibt auch eine Beschränkung der Zuglänge auf 75m wegen der Begegnungsstellen.
 

Mueck

aus Karlsruhe
Zudem hatte doch mal ein privater Fernverkehrsanbieter versucht, einen Fernzug zwischen Grötzingen und Bretten fahren zu lassen (und weiter nach Stuttgart und, ähm, Berlin? Oder ging's auf Karlsruher Seite weiter? Weiß nicht mehr ...), was die AVG dann aber ablehnen musste, weil ihr die passende Zertifizierung für Fernverkehr fehlte (von ggfs. entstehenden Fahrplanproblemen mal abgesehen auf dieser überlasteten Strecke ...)
 

Marc

aus Knielingen
Was heißt an der Stelle fehlende Streckentauglichkeit für den Fernverkehr? Was man da begrenzen kann ist doch nur das Lichtraumprofil (wg. der Tunnel), die Zuglänge (wg. der Begegnungsstellen) und die Bahnsteighöhe? Wobei man im Fernverkehr ja auch nicht an den S-Bahnhalten einen Ausstieg hat und die Bahnsteighöhe vernachlässigbar ist. Die maximale Zuglänge beträgt 500m lt. Informationsblatt der AVG. Das sollte ja hinreichend lang sein. Ich weiß nicht, wie es mit Fernverkehr auf Nebenbahnen ist, aber die Strecke ist ja eine Hauptbahn. Trotz allem steht im Infomrationsblatt der AVG, dass die Strecke nicht für den Personenfernverkehr zugelassen ist.

Kann jemand das Rätsel lösen?
 

Mueck

aus Karlsruhe
Da der Zug vermutlich eh in Bretten und Eppingen hätte halten sollen (wenn ich die kleinen Punkte in der alten Liniengrafik richtig interpretiere), hätte man das Teilstück ja auch RE-Vorlauf nennen können, wäre ja nicht der erste FV-Zug gewesen, der einen NV-Vorlauf hat ...
 
Hallo zusammen,

Wie lief es eigentlich bei der BTE-Umleitung durchs Murgtal? Galt das (wegen der kurzzeitigen Umleitung) nicht als Fernverkehr? Oder per Ausnahme?

Ich meine die AVG hätte nämlich mal auf der HP geschrieben dass auch im Murgtal kein Fernverkehr möglich sei.

Vielleicht weiss jemand mehr?

Grüsse,

Tobi
 
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