Entgleisung S2 in Büchig

Heute morgen ist eine S2 in Büchig entgleist und hat dadurch den Betrieb lahmgelegt. Passiert ist das ganze im Bereich der Haltestelle in Fahrtrichtung Karlsruhe, das Unglücksfahrzeug war ein GT8-70D/N und genau auf der Kreuzung mit der Waldstraße zum Stehen gekommen, mit dem letzten Drehgestell im Schotter und genau da, wo der gepflasterte Gleisbereich anfängt.

Die ganze Strecke nördlich vom Reitschulschlag war bereits von allen eingeschlossenen Fahrzeugen freigeräumt (muss also übers Gegengleis gegangen sein), stattdessen hatte man einen Hochflurzweisystemer herangeschafft, der zwischen Spöck und Tolna-Platz pendeln sollte. Zwischen Blankenloch und Reitschulschlag war anschließend auch der Strom abgeschaltet.
Prinzipiell ist bei Störungen südlich von Blankenloch ein Pendelverkehr nach Spöck keine schlechte Idee, da in Friedrichstal die Stadtbahnhaltestellen nur schlecht bis gar nicht direkt mit dem SEV anfahrbar sind, was für die einsteigenden Fahrgäste natürlich immer äußerst ungünstig ist, da nicht klar ist, wo man dann warten soll. Wenn ich nichts übersehen habe, war allerdings nur eine einzige Bahn im Pendelverkehr im Einsatz, und selbst im Normalfall braucht man fast 15 min zwischen Spöck und Tolna-Platz, sodass bestenfalls nur ein 30-min-Takt möglich gewesen wäre. Zu allem Überfluss hatte man aber noch gleichzeitig mit vereister Fahrleitung zu kämpfen (was durch die reduzierte Fahrtenhäufigkeit bestimmt auch nicht besser wurde), sodass sich die Fahrzeit fast verdoppelte. Nachdem dann noch gleichzeitig der Schienen-/Weichenreiniger in Blankenloch herumgefuhrwerkt hat [1] und die Signalanlage auch noch ein paar Minuten gekostet hat (entweder weil sie der Schienenreiniger blockierte, oder weil durch das außerplanmäßige Wenden am Tolnaplatz der Abschnitt blockiert wird und die Anlage manuell zurückgesetzt werden muss), dürfte effektiv dann irgendwas zwischen 60- und 90-Minuten-Intervallen draus geworden sein.
Insofern hatte ich persönlich dann Glück, dass die Bahn fast genau zu meiner üblichen Abfahrtszeit aufgetaucht ist.

In Blankenloch hat es dann auch noch ungefähr eine Viertelstunde gedauert, bis ein Bus aufgetaucht ist, immerhin war es dann aber auch ein Gelenkbus. Da in Blankenloch kein Bus in Gegenrichtung zu sehen war (auch wenn im Norden von Blankenloch der Fahrweg der Bahn nicht immer in Sichtweite des SEV-Fahrwegs verläuft - dem Gegenbus sind wir dann in der Nähe von Büchig begegnet), und am Reitschulschlag keine gute Wendemöglichkeit besteht, frage ich mich, ob man da vielleicht einen Ringverkehr über die L560 eingerichtet hat, der Gelenkbus dann also immer im Uhrzeigersinn in Lastrichtung und der Solobus dann entgegengesetzt?

[1] Ebenfalls eigentlich keine schlechte Idee, den reduzierten Betrieb zur Reinigung zu nutzen, aber muss der dann trotzdem ausgerechnet dann im Einsatz sein, wenn die einzige Bahn breit und weit gerade in Blankenloch ist?
 
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