Eigene Ideen S-Bahn, Stadtbahn und Straßenbahn.

Hallo,
ich wollte mal hören was Ihr an Eigene Ideen für S-Bahn, Stadtbahn und Straßenbahn habt.
Ich hoffe auf sehr viele Beiträge.
 
Durch die Corona-Pandemie und die Finanzkrise wird in den nächsten Jahren wohl weniger Schotter für Projekte da sein.
Daher würde ich folgende Prioritäten setzen:
  1. Barrierefreier Ausbau aller Bahnhaltestellen. Wenn das im nahen gefühlten Ausland, also in Stuttgart schon seit Jahren fertig ist, warum nicht hier?
  2. Fertigstellung der Kombilösung
  3. Bahn von der Heide nach Kirchfeld.
  4. Lückenschluss Rintheim-Hauptfriedhof sollte langfristig die Gleise in Rintheim retten
  5. Lückenschluss Brauerstraße-Europahalle und statt des 55er-Busses Bahnen fahren lassen. Die Busse fahren eh weitgehend parallel zu Gleisen.
  6. S31 und S32 in die City führen. Da die DB beteiligt ist, wird das am längsten dauern.
  7. S-Bahn-Gleis Hauptbahnhof - Forchheim Bahnhof. Langsame Tram und schneller ICE auf den gleichen Schienen ist Murks.
Wer mehr will, sollte gegen den Umbau des Staatstheaters demonstrieren. Da geht locker ne halbe Milliarde drauf.
 

Matti

Administrator
aus Stutensee
5. Lückenschluss Brauerstraße-Europahalle und statt des 55er-Busses Bahnen fahren lassen. Die Busse fahren eh weitgehend parallel zu Gleisen.
Das sehe ich nur teils-teils.
Ein Beipass von (H) Welfenstraße geradeaus zur Europahalle würd ich für sinnvoll erachten.
Für kurzfristige Umleitung und Sonderveranstaltungen wie das Fest.

Aber die Buslinie 55 zu ersetzen würde eigentlich nur zu einer Angebotsverschlechterung führen.
So wie die Linienführung aktuell ist, ist sie eine gut Verbindungsstrecke. Gleise kriegt man wohl kaum exakt 1:1 so gelegt.
Zumal die Linie 55 im Berufsverkehr das Industriegebiet hinter Karlsruhe West anbindet und vorallem direkt von den Eingängen der St. Vincentius Kliniken hält (Südendstr. und Steinhäuserstr.).

Hinzu kommt, dass die Busse größtenteils nicht einmal voll ausgelastet sind. Bis auf den den morgentlichen Schülerverkehr fahren die Busse meist nur halb gefüllt herum. An Wochenenden wird mehr heiße Luft als Fahrgäste befordert.

Warum sollte man hier das Geld in die Hand nehmen und eine Straßenbahntrasse bauen um den Bus zu ersetzen, wenn man kein entpsrechendes Fahrgastaufkommen hat? Und es ist nicht absehbar, dass das Fahrgastaufkommen höher wird. Dafür ist die Gegend schon zu gut von mehreren Straßenbahnlinien erschlossen.
 

Matti

Administrator
aus Stutensee
Wenn es um eigene Ideen geht, könnte ich mir bspw. sehr gut mehr Querverbindungen vorstellen.

Bspw. Knielingen Rheinbergsr. - Neureut Kirchfeld (Nord) - Europäische Schule.
Dadurch würde bspw. die Linie 72 ersetzt und eine schnellere umsteigefreie Verbindung zwischen den nördlichen Stadtteilen ermöglicht.
Theoretisch wäre es ein weiterer Gedanke die Linie noch weiter über Hagsfeld bis Durlach durchzubinden, aber vermutlich ist das allgemein nicht so sinnvoll oder nicht sinnvoll realisierbar, wenn man nicht ausschließlich auf Busse setzen will.

Ansonsten die Querverbindungen, insbesondere im nördlichen Landkreis, verbessern/verlängern.
 
Daher würde ich folgende Prioritäten setzen:
  1. Barrierefreier Ausbau aller Bahnhaltestellen. Wenn das im nahen gefühlten Ausland, also in Stuttgart schon seit Jahren fertig ist, warum nicht hier?
  2. Fertigstellung der Kombilösung
  3. Bahn von der Heide nach Kirchfeld.
  4. Lückenschluss Rintheim-Hauptfriedhof sollte langfristig die Gleise in Rintheim retten
  5. Lückenschluss Brauerstraße-Europahalle und statt des 55er-Busses Bahnen fahren lassen. Die Busse fahren eh weitgehend parallel zu Gleisen.
  6. S31 und S32 in die City führen. Da die DB beteiligt ist, wird das am längsten dauern.
  7. S-Bahn-Gleis Hauptbahnhof - Forchheim Bahnhof. Langsame Tram und schneller ICE auf den gleichen Schienen ist Murks.
Punkt 6 wird hoffentlich nicht am längsten dauern, daran wird ja schon konkret geplant im Gegensatz zu Punkt 4 und 5. Zum Vergleich erfolgte z.B. die Realisierung der Rampe am Albtalbahnhof innerhalb von nur zweieinhalb Jahren, trotz DB-Beteiligung. Und Punkt 7 ist ja ohnehin Teil der NBS/ABS Mannheim-Karlsruhe, deren Planung dieses Jahr beginnt.

Die von Mueck angesprochene Dauer-Langfristplanung Pulverhausstraße leidet wohl irgendwie unter der geringen Wirtschaftlichkeit, denn sie würde ja nur die Linie 62 ersetzen, die im 20-Minuten-Takt mit 12m-Bussen bedient wird. Da ist nicht so wahnsinnig viel Fahrgastpotential. Die Frage ist, wie man das Fahrgastpotential erhöhen könnte und zu weiteren Einsparpotentialen im Busbereich käme, um die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Eine Idee wäre, Bulach mit anzubinden z.B. über eine Führung Ebertstraße - Stephanienbad - über den Edeltrudtunnel - irgendwie durch Bulach - Pulverhausstraße. Würde 2700 EInwohner zusätzlich anbinden und man könnte auf die Buslinien 50/51 mit ihren Spezialbussen größtenteils verzichten. Klar, die Durchquerung Bulachs wäre nicht ganz einfach, aber in Linkenheim, Blankenloch, etc. hat man ja auch Lösungen gefunden. Eine Messeschleife an der Leichtsandstraße (evtl. mit einer kurzen Stichstrecke zur B36) könnte außerdem die Messe-Shuttlebusse ersetzen.

Aus meiner Sicht wären außerdem folgende Ausbauprojekte interessant:
  • Verlängerung Linie 1 in Durlach entlang der Pfinz bis zur Gewerbeschule, um die auf dem heutigen Sportgelände geplante Wohnbebauung zu erschließen
  • Ettlinger Nord- und Südstrecke, aber notgedrungen ohne DB-Anbindung, sprich Ettlingen Seehof - Karlsruher Straße - Schillerstraße - Rastatter Straße - Ettlingenweier - Bruchhausen
  • Mingolsheim - Östringen
Und natürlich gibt es altbekannte Ideen, die man immer mal wieder in Erwägung ziehen sollte:
  • Spöck - Bruchsal - Forst (- Waghäusel)
  • Baden-Oos - Leopoldplatz - Lichtental
  • Bretten - Knittlingen - Oberderdingen
 
Super was alles hier rein kommt, will aber mehr gerne eigene Ideen sehen, weil jeder seine eigene Vorstellungen hat. Können auch gerne Pläne reingestellt werden.
 
denn sie würde ja nur die Linie 62 ersetzen
Nicht mal das vollständig - der Schlenker durch den südlichen Teil von Grünwinkel und auch die Haltestellen in der Durmersheimer Straße werden durch eine Straßenbahn entlang der Pulverhausstraße nicht wirklich adäquat ersetzt. (Und wie ich neulich erwähnt hatte, ersetzt in Kirchfeld eine verlängerte Straßenbahn von der Heide aus den 73er auch nicht komplett.)

Ettlinger Nord- und Südstrecke, aber notgedrungen ohne DB-Anbindung
Interessanterweise taucht diese Variante auch in den Rückmeldungen der VBK zur Fortschreibung des Flächennutzungsplanes auf: "Stadtbahn-Verknüpfungsstrecke Ettlingen Erbprinz – DB-Strecke bei Bruchhausen oder ggf. mit Wendeschleife ohne direkte Verbindung an die DB-Strecke"
 
Hallo zusammen,

sinnvoll fände ich auch in Knielingen eine Verbindung zwischen der bisherigen Trasse in der Rheinbrückenstraße und der neuen Trasse Richtung Knielingen Nord bzw. Siemensallee. Rein für eine Innerortslinie in Knielingen würde sich das natürlich nicht lohnen aber als Betriebsstrecke wäre das meiner Meinung nach eine sinnvolle und wertvolle Ergänzung.

MfG
 
aus dem Parallelthread heraus:
Im Sinne einer Weiterentwicklung des jetzigen quasi tiefergelegten S- und Straßenbahnnetzes zu einer Ubahn wäre ein Nord-Süd-Tunnel die logische Ergänzung zum bestehenden Ost-West-Tunnel unter der Kaiserstraße. Ich glaube aber nicht das die zur Zeit gebaute Ettlinger Straßen Achse zum Marktplatz sich dahingehend weiter entwickeln läßt. Da wird eine ganz neuer tieferer Tunnel vom Hbf in Richtung Europaplatz und weiter zum Klinikum fällig werden, der sich eher quer zur bekannten Fächerstruktur verhält. Eine Haltestelle "Schloß" fände ich unvernünftig.
 
Im Sinne einer Weiterentwicklung des jetzigen quasi tiefergelegten S- und Straßenbahnnetzes zu einer Ubahn wäre ein Nord-Süd-Tunnel die logische Ergänzung zum bestehenden Ost-West-Tunnel unter der Kaiserstraße.
Wie wäre es denn dabei mit einem Vollbahn-Tunnel? Über den könnten ja dann zum Beispiel auch die Linien des Netz 7b (also die neuen, reinen EBO-Linien) unter der Innenstadt durchgeführt werden bzw. immer noch die Innenstadt erreichen. Den könnte man ja (natürlich nicht unbedingt als Tunnel) dann irgendwo Richtung Norden weiterführen.
 

gt670dn

aus Karlsruhe
Hm, Vollbahn-Tunnel von der Ettlinger Strecke mit Halt am Hbf, Marktplatz, durch den Hardtwald an der Waldstadt entlang, Hp Karlsruhe Waldstadt-West, Hp Karlsruhe Europäische Schule, Hp Blankenloch Süd (Übergang zur S2), dann irgendwie nach Weingarten einfädeln... - oder quer durch nach Jöhlingen für die Heilbronner Linie.


Ich hatte im alten Forum auch schonmal meine Visionen für Karlsruhe-Durlach geschrieben: Errichtung eines Gleises 13, jetzt wo die Schnellstraße nur noch einbahnig befahren wird sollte das ja gehen, Wiederaufbau Gleis 10. Die beiden Gleise werden im Norden an die Bruchsaler Strecke angeschlossen, natürlich höhenfrei zur S4/S5, also Gleis 13 erst auf Höhe Hubstraße. Das Gleis 10 kann man dann auch per Unterführung an die andere Seite schwenken, wobei trotzdem ein direkter Gleiswechsel über den Ostkopf möglich sein sollte um Grötzingen zu erreichen. Im Stadtbahn-Ostkopf noch eine Wendeanlage zum Abstellen, Wenden, Verstärken, Schwächen, die Wendeschleife muss aber erhalten bleiben für Umleitungszwecke von VBK-Bahnen. Auf der Weststeite werden die beiden Gleise unabhängig vom Rest bis Gleisbauhof geführt und dann nach Bestandsplanung Einschleifung S31/S32 in die Südostbahn eingefädelt. Ein Gleiswechsel von DB auf AVG vom Hbf gesehen ist auch hier vorzusehen.
Die S12 von (Graben-Neudorf) - Hochstetten - Neureut - Mühlburg - Hbf könnte dann nämlich bis Durlach fahren und so die lang geforderte "Südtangete" auch im Schienenverkehr herstellen, mit Bahnsteiggleichem Anschluss von S4 oder S5.

Dann baut man noch die Rheinbrücke ab der Einfädelung im Bf Rheinbrücke viergleisig bis zum Bf Wörth, sodass die S5 unabhängig von den Regionalbahnen von Knielingen nach Wörth Badepark fahren kann. Dann wären zusätzliche Kapazitäten frei, die man zum einen für einen 10-Minuten-Takt der S5 nach Wörth nutzen kann - und perspektivisch für eine Verlängerung nach Bad Bergzabern. Andererseits ließe sich eine S53 Durlach - Wörth einrichten die wiederum die S12 verstärkt...
 
Um so einen gigantischen Vollbahn-Tunnel halbwegs ausgelastet zu bekommen, müsste man mehr oder weniger allen noch verbliebenen EBO-Nahverkehr da durch führen, und das würde sowohl bezüglich Linienführung als auch Betrieb teilweise wohl zu ein paar Verrenkungen führen, um alle Strecke aus allen Richtungen da auf eine gemeinsame Achse zu bekommen. Anschlussknoten am Hbf kann man dann auch vergessen, da man die Züge irgendwie kontinuierlich ohne längere Aufenthalte durch den Tunnel schieben muss - einen 15-min-Takt auf den einzelnen Linienästen (nicht bloß in der Stammstrecke), damit das dann auch egal wäre, sehe ich aber auch nicht unbedingt.

Interessanterweise gab es ja tatsächlich schon mal Gedankenspiele zu irgendeiner Art Vollbahn-Tunnel - genauere Details bitte hier ab S. 302 nachlesen.
 
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