Berücksichtigung der Zuglänge beim Beschleunigen

So geht es bei der großen Bahn:

Frage: Wie geht das bei der AVG? Wenn z.B. ein Zugverband von der Poststraße nach Norden abbiegt. Wie weiß der Lokführer, ob er beschleunigen darf, weil auch das letzte Drehgestell die Kurve nach der Haltestelle verlassen hat?
Wobei es bei den gelben Bahnen nur 4 mögliche Längen gibt: 1 Sechsachser, 2 Sechsachser, 1 Achtachser, 2 Achtachser. Die Kombination aus 8-Achser und 6-Achser habe ich zuletzt bei Hochflur-Stadtbahnen der S1/S11 gesehen. Und das ist schon ein paar Jahre her.
 
Wie geht das bei der AVG? Wenn z.B. ein Zugverband von der Poststraße nach Norden abbiegt. Wie weiß der Lokführer, ob er beschleunigen darf, weil auch das letzte Drehgestell die Kurve nach der Haltestelle verlassen hat?
Psst! Nicht weiter erzählen! Die Wahrheit würde das Volk verunsichern! Geheimtipp exklusiv für AVG und VBK: Rückspiegel! 😇

Wobei es bei den gelben Bahnen nur 4 mögliche Längen gibt: 1 Sechsachser, 2 Sechsachser, 1 Achtachser, 2 Achtachser.
Obacht: 8-Achser neue Nf und Mf = 75/2 != 8-Achser alte Nf = 40 m!
 
Die Kombination aus 8-Achser und 6-Achser habe ich zuletzt bei Hochflur-Stadtbahnen der S1/S11 gesehen. Und das ist schon ein paar Jahre her.
Letztes Jahr bei der Sperrung der Strecke nach Neureut fuhren die Ersatz-Busse ab Heidehof (Linie 1). Eine Teil des Ersatzverkehrs war außerhalb der Schulferien. In dieser Zeit fuhr die Linie 1 mit 6+8 = 70 Meter (fiel auf, da die Haltestelle Friedrichschule zu kurz ist, und die Kreuzung Bienleinstorstrasse dann zugestellt wurde)
 
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Frage: Wie geht das bei der AVG? Wenn z.B. ein Zugverband von der Poststraße nach Norden abbiegt. Wie weiß der Lokführer, ob er beschleunigen darf, weil auch das letzte Drehgestell die Kurve nach der Haltestelle verlassen hat?
Wobei es bei den gelben Bahnen nur 4 mögliche Längen gibt: 1 Sechsachser, 2 Sechsachser, 1 Achtachser, 2 Achtachser. Die Kombination aus 8-Achser und 6-Achser habe ich zuletzt bei Hochflur-Stadtbahnen der S1/S11 gesehen. Und das ist schon ein paar Jahre her.
Auch bei der AVG gibt es im BoStrab Bereich Definitionsgemäß keinen Lokführer, da ein Lokführer in Deutschland nur auf EBO Strecken fährt. Im BoStrab Bereich gibt es nur Fahrer, ein Lokführer kann zwar eine Zusatgzausbildung nach BoStrab machen, er ist dann trotzdem im BoStrab Bereich kein Lokfüher.

Einen Wegimpulsgeber, so heißt die Funktion offiziell, hat nicht jedes Eisenbahnfahrzeug, entweder es gibt die entsprechenden Hektometertafeln entlang der Strecke oder man merkt sich im Rahmen der Streckenkunde markante Punkte an denen man sicher weiß, dass man den Bereich mit Geschwindigkeitsbeschränlung geräumt hat.
 
Beim Zweisystemer auch links
Aber eigentlich nicht während der Fahrt, und insbesondere nicht bei Gegenverkehr. (De facto müsste es sich in der Geraden eigentlich ausgehen, insbesondere wenn nicht beide Fahrzeuge den Spiegel ausgeklappt haben, aber formell gibt es für links ausgeklappte Spiegel keine garantierte Profilfreiheit, und in engeren Gleisbögen würde es auch tatsächlich nicht funktionieren, beschädigungsfrei aneinander vorbeizukommen – bei allem was nicht in den letzten Jahren neugebaut wurde, klappt es ja nicht mal mit eingeklapptem Spiegel vollständig, Stichwort Gabelfahrten.)
 
Manchmal spürt man eben hinten Fliehkräfte deutlich ... 😇
Bedeutet höheren Verschleiß an Rad und Schiene, verursacht also Kosten.
Man könnte ja Schilder aufstellen, die das Fahrpersonal darauf hinweisen, dass der komplette Zugverband aus der Kurve raus ist.
Das wäre die billigste Lösung. Etwas teurer wäre die Erzeugung von Pieps-Tönen in Abhängigkeit von der Zuglänge.
 
Wobei es bei den gelben Bahnen nur 4 mögliche Längen gibt:
Wie oben bereits erwähnt sind die alten NF 8 Achser knapp 40m lang, die neuen NF 8 Achser (NET) knapp 37,5m. Die NF 6 Achser sind knapp 30m lang. Es gibt also folgende Längen bei der VBK:

1x NF(6): 30m
1x NET: 37,5m
1x NF(8): 40m
2x NF(6): 60m
NF(8) + NF(6): 70m (häufig bei Das Fest im Einsatz)
2x NET: 75m

Bei der AVG gibt es nur etwa 37m Lange Fahrzeuge, passen also mit den Längen von 1x/2x NET zusammen.

Es gibt also im Netz 6 mögliche Zuglängen. Für alle Schilder aufzuhängen wäre vermutlich ein bisschen Overkill. Und in der Praxis merkt man ja, dass man im hinteren Fahrzeug einer Doppeltraktion gerne mal ein bisschen in die Kurve geschleudert wird.
 
Einen Wegimpulsgeber, so heißt die Funktion offiziell, hat nicht jedes Eisenbahnfahrzeug,
Der Wegimpulsgeber ist das Bauteil, welches die Radumdrehungen misst. Das braucht man u. A. für Tacho, Gleitschutz, Schleuderschutz. Jedes Eisenbahnfahrzeug hat deshalb irgendeine Art von Wegimpulsgeber. Die Funktion nennt sich Zuglängenmessung und nutzt logischerweise die Daten vom Wegimpulsgeber.
 
Es gibt also im Netz 6 mögliche Zuglängen. Für alle Schilder aufzuhängen wäre vermutlich ein bisschen Overkill. Und in der Praxis merkt man ja, dass man im hinteren Fahrzeug einer Doppeltraktion gerne mal ein bisschen in die Kurve geschleudert wird.
Man kann es mit dem Komplizieren übertreiben! Da genügen 2 Schilder, eines für einfache Bahnen und eines für Zugverbände.
Das "bisschen in die Kurve geschleudert" ist für Fahrgäste eine Zumutung, bedeutet erhöhten Verschleiß an Rad und Schiene und kann bei sportlichen Fahrern zur Entgleisung führen. Es gibt nicht ohne Grund Höchstgeschwindigkeiten.
 
Ich behaupte, es gibt 4 verschiedene Typen, die in den Gleisbögen zu schnell fahren.

Typ 1: kann und weiß es nicht besser. In der Minderheit

Typ 2: möchte schnell an die Endhaltestelle kommen, um der Nikotinsucht zu frönen. Oder die Blase drückt ständig. VBK und S1 Fahrer haben oftmals kurze Wendezeiten.

Typ 3: der "mir ist alles egal" Typ. Ständig an der Schwelle zum Burnout

Typ 4: sieht, dass die Bahnen sich stauen, und möchte schnellstmöglich die Weiche freifahren, damit der nächste nachziehen kann. Aber gut gemeint ist nicht immer gut gemacht

Wie auch immer, wenn etwas passiert, interessiert sich niemand für die oben beschriebenen Ausreden. Die KWR Auswertung ist erbarmungslos. :D
 
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