Ausbau Murgtalbahn

Gerade ist mir noch aufgefallen, dass in den letzten beiden ÖPNV-Sachstandsberichten des Landkreises Rastatt eine Machbarkeitsstudie zum weiteren Ausbau der Murgtalbahn erwähnt wurde, mit der die AVG offenbar zwischenzeitlich beauftragt wurde.

Um im zukünftigen Fahrplan einen Halt des Expresszuges in Kuppenheim zu ermöglichen, sowie weitere Kapazitäten für ggf. zusätzliche Verstärkerfahrten, Güterverkehr und stabilere Fahrpläne zu schaffen, sollen die Abschnitte Kuppenheim – Rastatt Beinle (einschließlich, 2,9 km) und Gernsbach – Hörden (ausschließlich, 1,1 km) zweigleisig ausgebaut werden, sowie in Bischweier eine zusätzliche Überleitstelle erstellt werden (vermutlich, um das Anschlussgleis an beide Streckengleise direkt anzubinden – das wären dann vielleicht die zusätzlichen Kapazitäten im Güterverkehr, die angesprochen wurden?).
 
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Die Zweigleisigkeit Hörden - Gernsbach dient insbesondere dazu die Eigenkreuzung der zukünftigen RB-Leistungen so nah wie möglich an Gernsbach heranzubringen, um dort weiterhin einen Nullknoten mit guten Busanschlüssen zu haben. Derzeit ist die Eigenkreuzung der RB im Betriebsbahnhof Hörden verplant, da die Kreuzungen im weiteren Verlauf mit der S8 und dem RE nur wenig Spielraum bieten. Durch die Zweigleisigkeit kann die Kreuzung einigermaßen fliegend erfolgen und es entfallen die geringeren Ein- und Ausfahrgeschwindigkeiten bzw. der notwendige Betriebshalt ohne Fahrgastwechsel. Die RB könnte dann auch in Obertsrot halten, da dieser Halt zur Kompensation der Kreuzung in Hörden derzeit nicht vorgesehen ist.

Fahrplan aktuelle Infrastruktur:
Ist.png


Fahrplan mit Zweigleisigkeit:
Soll.png

Rot jeweils der RE und blau jeweils die RB
 
Wo ist da zwischen Gernsbach und Hörden Platz für ein zweites Gleis? Schaut euch doch mal ein Luftbild vom Streckenabschnitt an, da ist zwischen der Papierfabrik und der B462 auf der einen Seite, sowie dem Gewebegebiet und der Schwarzwaldstraße auf der anderen Seite gerade so Platz für ein Gleis, geschweige denn, die Ortsdurchfahrt in Hörden ermöglichen ohne den Abriss von Gebäuden in Hörden und einer gewaltigen Umgestaltung des Verkehrsraumes kein Platz für ein zweites Gleis.
Dafür könnte man allerdings den Abschnitt von Kuppenheim durchgehend bis in den Rastatter Bahnhof zweigleisig ausbauen, da in Kuppenheim in Fahrtrichtung Rastatt oft Verspätungen durch abwarten eines Gegenzuges aus Richtung Rastatt entstehen, hier wäre genug Platz, so dass man durchgehend aus Richtung Ettlingen, durch den Rastatter Bahnhof, bis nach Bad Rotenfels zweigleisig fahren kann, da ja seit dem es wieder die Weichenverbindung zwischen Gleis 10 und Gleis 6 im Rastatter Bahnhof gibt konfliktfrei gleichzeitig in beide Richtungen gefahren werden kann, wäre das der nächste Schritt.
 
Also momentan ist der Streifen zwischen B462 und der Schwarzwaldstraße um die 10,2 m wenn ich mich nicht großartig vermessen habe. Die Schwarzwaldstraße wird demnächst eh zur Tempo 30-Zone und ist mit 7,8 m Fahrbahnbreite recht großzügig bemessen. Wenn ich mir da das zweigleisige Stück zwischen Grötzingen und Oberausstraße anschaue, dann benötigen die zwei Gleise der S4 und S5 um die 9,2 m und an einer normalen DB-Strecke liegt der Regelquerschnitt auch bei 11 m. Das würde also dort locker passen und zur Not kann man sich bei der Schwarzwaldstraße noch einen Meter zugusten der umweltfreundlichen Mobilität holen, denn selbst 6,50 m Fahrbahnbreite sind ausreichend für eine Begegnung von 2 Bussen. Macht dann also in Summe um die 11 m Breite die zur Verfügung stehen würden. Dass die Zweigleisigkeit nicht nach Hörden rein führt sondern an dem BÜ vor dem Ortseingang enden wird ist klar aber das wären um die 800 m mehr Begegnungsstrecke und das macht in der Fahrplangestaltung schon was aus.
 
Wobei man isch
Also momentan ist der Streifen zwischen B462 und der Schwarzwaldstraße um die 10,2 m wenn ich mich nicht großartig vermessen habe.
Nicht unbedingt durchgehend, wobei man abschnittsweise die B462 auch eventuell noch ein bisschen näher an die Fabrik rücken lassen könnte.
das zweigleisige Stück zwischen Grötzingen und Oberausstraße
…ist allerdings auch vielleicht auch nicht die perfekte Vorlage, da man dort mit der Begründung, dass das 2. Gleis dort ohnehin nur von Stadtbahnfahrzeugen befahren werden kann (da man Richtung Westen ohne Möglichkeit unterwegs noch irgendwo abzubiegen zwangsläufig im BOStrab-Bereich des Bahnhofs Grötzingen landet), die Regelmaße etwas unterschritten hat.

Grundsätzlich würde ich aber mit dir mitgehen, bis zum BÜ Baccarat-Straße ließe sich da schon was machen.
Dass die Zweigleisigkeit nicht nach Hörden rein führt sondern an dem BÜ vor dem Ortseingang enden wird ist klar aber das wären um die 800 m mehr Begegnungsstrecke und das macht in der Fahrplangestaltung schon was aus.
In den Sitzungsunterlagen war allerdings wie oben geschrieben von 1,1 km die Rede, man scheint also prinzipiell auch noch das Stück zwischen Baccarat-Straße und Klingelbergstraße bis unmittelbar vor den Hp Hörden im Sinn zu haben. Die dürften dann in der Tat interessant werden, aber dazu macht man ja eben genau die Machbarkeitsstudie um dann konkrete Aussagen zu erforderlichen Maßnahmen, Auswirkungen und Kosten zu haben, und dann kann man sich immer noch überlegen, ob es einem die letzten 300 m auch noch wert ist, oder man sich doch nur auf den kürzeren Abschnitt beschränkt, oder es ganz sein lässt.
 
…ist allerdings auch vielleicht auch nicht die perfekte Vorlage, da man dort mit der Begründung, dass das 2. Gleis dort ohnehin nur von Stadtbahnfahrzeugen befahren werden kann (da man Richtung Westen ohne Möglichkeit unterwegs noch irgendwo abzubiegen zwangsläufig im BOStrab-Bereich des Bahnhofs Grötzingen landet), die Regelmaße etwas unterschritten hat.
Ja deswegen ja auch der Verweis auf das Regelprofil der DB mit 11 m, wobei man da ggf. auch noch auf einer Seite 0,8 m Sicherheitsraum weglassen könnte.

In den Sitzungsunterlagen war allerdings wie oben geschrieben von 1,1 km die Rede, man scheint also prinzipiell auch noch das Stück zwischen Baccarat-Straße und Klingelbergstraße bis unmittelbar vor den Hp Hörden im Sinn zu haben.
Die Frage die sich mir da direkt stellt ist, ob wirklich die Rede von 1,1 km zusätzlich ist oder hinterher ein Abschnitt von insgesamt 1,1, km Zweigleisigkeit vorhanden sein soll, denn die Bahnhofsgleise in Gernsbach sind so um die 300 m. Das würde dann nämlich mit 800 m neu auch die 1,1, km ergeben, denn ich kann mir irgendwie nicht wirklich weiter als bis zur Baccarat-Straße vorstellen, ohne da ein paar Häuser wegzuräumen.
 
Bei Kuppenheim ist es eindeutig die auszubauende Länge, die angegeben wurde, von daher würde ich bei Gernsbach eigentlich ähnliches vermuten…
ohne da ein paar Häuser wegzuräumen.
oder sehr (allerdings nicht völlig ausgeschlossene) radikale Eingriffe in den Straßenquerschnitt. (Zwischen Landstraße 36 und 38 ist auch noch eine kleine Lücke, also dort über den Bach und dann quer rüber als alternativer Anschluss an die Kanalstraße :p)
 

Mueck

aus Karlsruhe
Der Durchgangsverkehr auf der Landstr. könnte viel früher auf die B462. Wer da partout nicht drauf will, kann die Kanalstr. nutzen, daher kann man den bahnparallelen Teil der Landstr. zum Radweg verschmälern, dann kommt man mit dem 2. Gleis noch locker bis in Höhe Landstr 83/85 +/- und hätte damit gerundet 1,1 km zusammen incl. Weichenstraßenumbau Gernsbach.
 
…ist allerdings auch vielleicht auch nicht die perfekte Vorlage, da man dort mit der Begründung, dass das 2. Gleis dort ohnehin nur von Stadtbahnfahrzeugen befahren werden kann (da man Richtung Westen ohne Möglichkeit unterwegs noch irgendwo abzubiegen zwangsläufig im BOStrab-Bereich des Bahnhofs Grötzingen landet), die Regelmaße etwas unterschritten hat.
In Grötzingen betrifft das doch nur die Schallschutzwand, die an einer Stelle geringfügig (m. W. nur wenige Zentimeter) im EBO-Lichtraumprofil steht?
 
In Grötzingen ist das verlängerte Gleis 1 bis kurz vor die Oberrausstraße nach BoStrab gewidmet, dadurch gelten ganz andere Regeln
 
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