AVG Aufforderung an AVG freiwillig Streckenkapazität abzugeben

GT6-80C

aus Kreis Germersheim
CDU Kreistagsfraktion Germersheim schlägt der AVG vor, Streckenkapazität an einen leistungsfähigeren Anbieter abzugeben.

Hier der Eintrag auf Facebook:
https://de-de.facebook.com/notes/cdu-kreisverband-germersheim/aufforderung-an-avg-freiwillig-streckenkapazität-an-leistungsfähigeren-anbieter-/2089793317753386/

CDU-Fraktion im Kreistag Germersheim wendet sich an AVG Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH wegen Neuverhandlung eines Teilumfang.

Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Kreistag Germersheim, Martin Brandl MdL, und Dr. Thomas Gebhart MdB haben sich wegen der anhaltenden Stadtbahnausfälle an den Geschäftsführer der AVG gewandt. Sie monieren, dass die AVG von Beginn an ihren vertraglich zugesicherten Verpflichtungen zur Personenbeförderung nur unzureichend nachkommt. Gerade in diesen für die Stadtbahnnutzer sehr kritischen Zeiten der Rheinbrücken-Sanierung werde dieses Manko immer offensichtlicher und ließe sich nicht mehr wegdiskutieren. Brandl und Gebhart haben die AVG wiederholt auf die Missstände hingewiesen und Abhilfe gefordert - besser geworden ist die Situation allerdings nicht. Den immer wieder angeführten Fachkräftemangel bekommt die AVG augenscheinlich - trotz anderslautender Aussagen - nicht in den Griff.

Die CDU Kreistagsfraktion schlägt der AVG nun vor, von einem Teil der vertraglich eingegangenen Verpflichtungen zur Personenbeförderung zurückzutreten. Die AVG sollte die Option eines Teilrücktrittes mit neuen Verhandlungen überdenken, und dies nicht erst zum Ablauf der laufenden Verträge.

Gebhart und Brandl: "Wir halten eine einvernehmliche Lösung durchaus für denkbar, bei der ein anderer Vertragspartner einen Teil der Verbindungen übernimmt. Eine konstruktive Lösung der bestehenden Probleme würde neben den dringenden Verbesserungen für alle Pendler auch dem Ansehen der AVG nutzen. Es wäre doch im Interesse aller, wenn sich der Anteil der Verpflichtungen der AVG einvernehmlich reduzieren ließe. Wir werden Landrat Dr. Fritz Brechtel bitten, entsprechende Gespräche zu suchen."
 
Welche "Kapazitäten" sollen das dann sein? Oder gehts darum, dass die S9 und die S5 ab Pforzheim früher "abgetreten werden"? Ist das überhaupt möglich?
 

Mueck

aus Karlsruhe
"Streckenkapazität abgeben" ist ein wenig der falsche Begriff, Kapazität hätte die Strecke nach Germersheim noch genug ...
Die AVG soll laut CDU Fahrten abgeben, weil sie die eh nicht fahren kann wegen Fahrermangel.
Nur wo soll ein neuer Betreiber die Lokführer herzaubern ... Und die Fahrzeuge für die Fahrt in die Stadt rein etc. ...
Da wäre es mindestens genauso gut, wenn man Fahrer ausleihen würde, wenn es welche auf dem Markt gäbe ...
Natürlich könnte man auch Fahrer durch Abgabe anderswo Fahrer freischaufeln und in der Pfalz fahren lassen ...
... wenn die wollen. Könnten aber auch zum Nachfolgeunternehmen wechseln und weiter in Baden fahren ...
Davon abgesehen würden andere eher nicht billig fahren ... Muss erst mal wer bezahlen ...
Also eher Schnappsidee der CDU ...
 
Die einzige Alternative, die ich sehe, ist, dass man mehr Fahrten zum Hbf durchführt und dann eben Stadtbahnfahrten kürzt. Dazu müsste die S3 der Rhein-Neckar-Bahn endlich zu einer Ringlinie werden. Aktuell fehlen der AVG circa 20-25 Fahrer für einen stabilen Betrieb. Meines Wissens nach sind die meisten Fahrer, die bei der Kürzung der S5 und der Streichung der S9 betroffen wären, ohnehin nicht direkt bei der AVG angestellt.
 
Mit Sicherheit würde es auch helfen, wenn man Linien, die ohnehin zum Hbf fahren (also S31/S32/S71/S81), nicht mit Stadtbahnwagen befahren lassen würde, sondern mit Vollbahnfahrzeugen, eventuell durch andere Firmen. Die Frage ist eben nur, woher die Kapazitäten kommen sollen, wenn auch Firmen wie die DB Personalmangel haben.
 

gt670dn

aus Karlsruhe
Mit Sicherheit würde es auch helfen, wenn man Linien, die ohnehin zum Hbf fahren (also S31/S32/S71/S81), nicht mit Stadtbahnwagen befahren lassen würde, sondern mit Vollbahnfahrzeugen, eventuell durch andere Firmen.
Wenn du zwischen Ubstadt und Menzingen/Odenheim unbedingt mit 50 zuckeln willst... schneller dürfen Fahrzeuge nach EBO-Regelbauart dort nämlich nicht. Das "Muss" für Stadtbahnen auf der S31/S32 ist fast so groß wie beim Zweisystembetrieb.
 
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Felix

aus Hagsfeld
So wie ich das mitbekommen habe, sind Anfang nächsten Jahres im Bereich Germersheim Neuwahlen in der Politik. Mit dem Thema Zugausfälle lässt sich halt relativ einfach auf Stimmenfang gehen. Dass die Probleme aber so einfach nicht zu lösen sind, steht auf einem anderen Blatt.
 
Praktisch könnte das bedeuten, das man öfter von Germersheim mit einem 425 der DB eine S-Bahn von/nach Wörth und Hbf fährt.
Wenn das zusätzlich zum bestehenden S51/52 - Betrieb möglich wäre, könnte das eine echte Entlastung bringen.

derzeit fährt eine solche Bahn (als Zubringer von/nach LU) morgens allerdings mit Standzeit von gut 10 min in Wörth...
Ab Montag, 15. Oktober 2018 wird durch DB Regio folgende Zusatzleistung angeboten:
S3 von Germersheim (ab 6:03 Uhr) nach Karlsruhe Hbf (an 6:53 Uhr) mit zusätzlichem Halt in Rheinzabern Alte Römerstraße
S3 von Karlsruhe Hbf (ab 18:45 Uhr) nach Germersheim (an 19:31 Uhr), weiter nach Ludwigshafen mit Halten in Rheinzabern Alte Römerstraße und Rülzheim Freizeitzentrum
https://www.kvv.de/fahrplaene/verkehrsmeldungen.html?tx_ixkvvticker_ticker[detailID]=110003651_KVV_ICSKVV&tx_ixkvvticker_ticker[action]=detail&tx_ixkvvticker_ticker[controller]=Ticker&cHash=cc58fcf16839b55fa002f53b54bcde44
 
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