Stadtbahn Jöhlingen-Weingarten-Blankenloch

Die CDU hat die Strecken Jöhlingen-Weingarten-Blankenloch ins Gespräch gebracht.

Mich ärgert es, da ich den Eindruck habe, dass man gerne über neue Projekte, möglichst weit in der Zukunft diskutiert, aber gleichzeitig die konkret möglichen Projekte nicht mit der notwendigen Dringlichkeit angeht.

Beispiele:

  • 2-Gleisiger Ausbau Grötzingen - Bretten oder weiter
  • Generelle Elektrifizierung von Eisenbahnstrecken
 

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Leider ist die CDU selten aktiv, wenn es um tatsächliche Verbesserungen im ÖPNV geht. Bei Jöhlingen-Weingarten-Blankenloch habe ich derzeit meine Zweifel, ob da bei der standardisierten Bewertung etwas Brauchbares herauskommt. Bislang hat man ja nicht einmal realistische Projekte wie die Verlängerung der S2 nach Bruchsal hinbekommen. Einen "Nordring" halte ich grundsätzlich nicht für verkehrt. Da müsste man aber schauen, dass man möglichst viele Fahrgäste drüber bekommt, welche an der Karlsruher Innenstadt vorbei wollen. Hier scheinen der CDU dann die Ideen ausgegangen zu sein.
 
Diese Idee würde ich in die Schublade „Ablenkungsmanöver“ einsortieren.
Man gaukelt vor, dass man sich für den ÖPNV einsetzt, damit es nicht auffällt, dass man kurz-/mittelfristig realisierbare Projekte nicht angeht oder mit Blick auf xy nochmal genauer „prüfen“ kann.
 
Naja man hat den Nordring ja durchaus im dauerhaften Vorlaufbetrieb busseitig die letzten Jahre aufgebaut. Linie 195 Leopoldshafen - Blankenloch - Weingarten + Linie 159 Weingarten - Jöhlingen - Berghausen.

Vor 2022 ging Weingarten - Blankenloch nur mit der 121 und großem Umweg via Waldbrücke - Staffort und Weingarten - Jöhlingen nur auf der Schiene mit Umweg via KA-Durlach. Und die 159 fährt noch gar nicht so lange auch am Samstag.
 
Und diese Linien sind "lebensfähig", bedeutet, haben genug Fahrgäste, um bei der nächsten Ausschreibung 1:1 übernommen zu werden. Zumindest bei der 159 macht sich aber niemand Gedanken um eine Verdichtung in der HVZ.

Der nächste Schritt wäre, beide Linien zusammenzulegen, damit nicht mehr umgestiegen werden muss, und schauen, wie sich das auf die Fahrgastzahlen auswirkt.
 
Ja, die wollen durch das Mauertal. Das wäre wohl möglich, allerdings ist das Mauertal ein Naherholungsgebiet. Man käme dann etwa auf Höhe REWE raus. Hätte dafür aber auch außer am Wochenende bei schönem Wetter 0 Fahrgäste abgegriffen. Es hat schon seinen Grund dass die Trasse der Kraichgaubahn damals nach Grötzingen gebaut wurde von Jöhlingen aus.

Das nächste Problem ist, was mache ich, wenn ich die Bahn von Weingarten aus glorreich auf der Kraichgaubahn habe? In Wössingen Kehranlage bauen oder weiterführen nach Bretten? Beides kostet Geld und letzteres ist verkehrlich nicht wirklich sinnvoll.

NB: durch die Verlegung des Haltes der RE45 an den Bahnhof in Jöhlingen bin ich lt. Navigator in 28 bis 32 Minuten mit der 159 von Weingarten Zentrum aus in Bretten und umgekehrt. Auch wenn ich den Bahnhof in Weingarten als Ziel angebe, kommt die 159 ebenfalls, weil es nicht wesentlich langsamer ist als über Durlach / Bruchsal zu fahren. Schade, dass der Bahnhof in Jöhlingen so liederlich anzufahren ist, sonst könnte man den Umstieg noch etwas bequemer machen
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach was, da bauen wir einfach einen Tunnel, wenn wir schon beim Geldverbrennen sind. Apropos Tunnel, die Linie ist m.E. genauso notwendig wie der Stadtbahntunnel in Karlsruhe. Im Übrigen wollten die begnadeten Verkehrsplaner der CDU dann auch noch quer durch KIT-Nord fahren und dann das Anschlussgleis nutzen, um auf der Hardtbahn aufzuschlagen. Viel Spaß dabei, das deren Werksschutz schmackhaft zu machen...
 
Im Übrigen wollten die begnadeten Verkehrsplaner der CDU dann auch noch quer durch KIT-Nord fahren und dann das Anschlussgleis nutzen, um auf der Hardtbahn aufzuschlagen. Viel Spaß dabei, das deren Werksschutz schmackhaft zu machen...
Dass sich Bahnhöfe mitten in einem Werksgelände befinden, ist jetzt aber kein absolutes Unikat. Gaggenau Mercedes-Benz-Werk oder Ingolstadt Audi seien mal so als Beispiele genannt.
Wenn es dort funktioniert, wieso dann nicht auch am KIT?
 
Dass sich Bahnhöfe mitten in einem Werksgelände befinden, ist jetzt aber kein absolutes Unikat. Gaggenau Mercedes-Benz-Werk oder Ingolstadt Audi seien mal so als Beispiele genannt.
Wenn es dort funktioniert, wieso dann nicht auch am KIT?
Sowohl Gaggenau Mercedes-Benz-Werk wie auch Ingolstadt Audi haben öffentliche Zugänge zum Bahnsteig, bei Ingolstadt Audi gibt es am öffentlichen Zugang auch einen kleinen Busbahnhof. In Gaggenau Mercedes-Benz-Werk gibt es einen Fußweg zur Hans-Thoma-Straße.
Ein Bahnsteig muss einen öffentlichen Zugang haben, sonst ist eine Mitfahrt nur mit Werksausweis gestattet, da kein Fluchtweg besteht, wie in die BASF in Ludwigshafen oder das KIT Campus Nord.
 
Ah, erst mal 50 m den Buckel nuff, dann 100 m den Buckel nunner, Steilstreckenzulassung hammse ja alle ...
Wieso willst du hoch? Mit zwei mittelhohen Brücken (gleiche Größenordnung wie am anderen Ende von Jöhlingen für die B293 geplant) bist du am Heuberg und kannst dann auf ungefähr gleicher Höhe Richtung Mauertal fahren. Wird vielleicht ein bißchen kurvig, aber das geht schon... :cool::D
 
Wieso willst du hoch?
hoehendaten.de sagt, die Bahnstrecke am Ende Jöhlingens läge bei 17x m, Bogen raus Richtung Mauertal liegt was mit 2xx im Weg, Rheintal ist unter 120 m, das ergibt Berg- und Talfahrt oder teure Tunnel ...

˙˙˙ ǝʞɔǝnɹq ǝu ɥɔnɐ ʇɥǝƃ 'ʇlǝɐɥ ɯnɹ ɥɔslɐɟ ǝʇɹɐʞ ǝıp uɐɯ uuǝʍ
 
Na da wird das KIT ja ganz glücklich sein, wenn plötzlich der Campus Nord in zwei Teile geteilt wird und sie doppelt so viel Sicherheitspersonal für die Ausweiskontrolle oder eine Autobrücke über die Bahnstrecke brauchen…
Oder man macht -wie so ziemlich jedes andere Unternehmen auch- eine Zugangsschleuse mittels Chipkarte, die man an ein Drehkreuz halten muss.
 
Oder man macht -wie so ziemlich jedes andere Unternehmen auch- eine Zugangsschleuse mittels Chipkarte, die man an ein Drehkreuz halten muss.
Dir ist aber schon klar, dass der KIT Campus Nord kein gewöhnliches Unternehmen oder ein gewöhnliches Gelände ist.

Nicht ohne Grund ist der Bereich des JRC extra abgesichert und überwacht und darf auch beim Tag der Offenen Tür nicht betreten oder fotografiert werden. Auch die Mitarbeitenden vom KIT kommen nicht ohne Weiteres in den Bereich des JRC.

Ich empfehle sich Malmö der KRITIS Verordnung auseinander zu setzen.

Mit einem Drehkreuz und einer Chipkarte brauchst du da nicht anfangen.
 
Na da wird das KIT ja ganz glücklich sein, wenn plötzlich der Campus Nord in zwei Teile geteilt wird und sie doppelt so viel Sicherheitspersonal für die Ausweiskontrolle oder eine Autobrücke über die Bahnstrecke brauchen…
Zu Mal Teile des Campus Nord nicht im Eigentum des KIT bzw. der Bundesrepublik Deutschland sind.

Es gibt nicht ohne Grund eine Europäische Schule in Karlsruhe
 
Ein Bahnsteig muss einen öffentlichen Zugang haben, sonst ist eine Mitfahrt nur mit Werksausweis gestattet, da kein Fluchtweg besteht, wie in die BASF in Ludwigshafen oder das KIT Campus Nord.
Wobei anzumerken ist, dass die Strecke zum Kernforschungszentrum maximal 4 Bahnen pro Werktag sieht, morgens 2 hin, nachmittags 2 zurück. Das fällt deutlich unter die 1000 Fahrgäste-Marke für Reaktivierungen in Bayern.
Aber wenn der politische Wille da ist, baut man auch eine Bahn für 4 Zügchen pro Tag aus.
Im Vergleich dazu wäre ein Bahn zum von den "Finanzartisten" der Flowtex mitfinanzierten Karlsruher Flughäfle - egal ob von Baden-Baden-Oos aus oder auf der Trasse der Mittelbadischen Eisenbahn von Rastatt aus - ein richtiger Renner.
Straßenbahnstrecken zu Großbetrieben gab es häufig im Osten Europas und auf dem Balkan - mit Ausnahme Österreichs -.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Strecke zum Campus Nord liegt da nicht wegen der Stadtbahn sondern hat die Wiederaufbereitungsanlage angebunden bzw. bindet immer noch das Atommüllzwischenlager an. Lässt sich ganz gut auf z.B. OpenRailwayMap erkennen. Die Stadtbahn ist nice-to-have für eine Strecke, die man so oder so hat.
 
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