Reste Anschlussgleis Bruker Meerestechnik?

Da sich der TSNV gelegentlich auf dem Gelände von Bruker Meerestechnik, Wikingerstr. 13, trifft, mal ein paar Fragen und Gedanken.
Dort wurden früher einige U-Boote für die Meeresforschung gebaut. Letztes großes Projekt war ein Touristik-U-Boot für die Karibik. Dazu kamen sogar französischsprachige Azubis nach Karlsruhe. Das U-Boot wurde für Exkursionen zu Korallenriffen gebaut. Der Druckkörper wurde in 2 Hälften gebaut. Rohrleitungen wurden per Hand in die richtige Form gebracht. Tauchzellen wurden vor Ort hergestellt. Die Innenverkleidung wurde von einem externen Dienstleister hergestellt und in KA nachgebessert. Die Passagiere sitzen auf zwei Sitzreihen in Längsrichtung Rücken an Rücken mit Blick auf die druckdichten Fenster.
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Übrigens ist am 27. März 2025 ein Touristik-U-Boot vor der Küste von Hurghada, Ägypten, gesunken, wobei 6 Personen ums Leben kamen.

Für den Abtransport von U-Booten gab es einen selten genutzten Gleisanschluss. Sind davon noch Reste zu sehen?

Die "Probefahrt" des Touri-U-Bootes fand übrigens im Rheinhafen Wörth statt.
Die Mitarbeiter wohnten z.T. im Elsass. Da mit Chemikalien gearbeitet wurde, u.a. bei Farben und bei der Erstellung der Tauchzellen, gab es für jeden Mitarbeiter täglich einen Liter Milch. Gibt es vergleichbare Regelungen für Lackierer bei VBK und AVG?

Links:
Forschungs-U-Boot: https://de.wikipedia.org/wiki/Mermaid_(U-Boot)
Das Boot erhielt den Namen "Mobilis"
Das Design des Karlsruher Bootes wurde mehrfach kopiert, u.a. für U-Boote bei Hawaii.

Das spuckt ChatGPT aus:

Allgemeine Einordnung

  • Typ: ziviles Touristik-Tauchboot
  • Entwickler/Bauer: Bruker Meerestechnik
  • Entwicklungszeit: Anfang der 1990er Jahre
  • Einsatzzeit: 1994–1998
  • Einsatzort: Karibik (Saint-Pierre, Martinique)
👉 Damit gehört „Mobilis“ zu den wenigen deutschen U-Booten, die nicht für Forschung oder Industrie, sondern gezielt für Touristenfahrten gebaut wurden.

🚢 Technisches und betriebliches Konzept
  • Kapazität: bis zu etwa 50 Passagiere pro Fahrt
  • Einsatzprofil: geführte Unterwasser-Sightseeing-Touren
  • Besonderheit: großes Druckkörper-Design mit vielen Sichtfenstern für Passagiere (typisch für Tourist-Subs)
  • Antrieb: elektrisch (üblich bei Bruker-Booten, leise und abgasfrei unter Wasser)
  • Sicherheitsprinzip: Druckkörper + Lebenserhaltungssysteme ähnlich Forschungs-U-Booten
➡️ Im Gegensatz zu kleinen Forschungs-Tauchbooten (2–4 Personen) war „Mobilis“ deutlich größer und auf Komfort sowie Sicht ausgelegt.

🌋 Einsatzgebiet und Tourismusbetrieb
  • Stationiert in Saint-Pierre (Martinique)
  • Fahrten führten zu:
    • Wracks der Katastrophe von 1902 (Vulkanausbruch Montagne Pelée)
    • Unterwasserlandschaften und vulkanischen Strukturen
👉 Das Boot fungierte also als „Unterwasser-Ausflugsboot“, vergleichbar mit Glasbodenbooten – nur eben tauchend.
 
Beim Geoportal BW kann man mit alten Luftbildern die Historie de Gleise in der Ecke halbwegs nachvollziehen.
Den heutige Eisenbahnanschluss des Betriebshofes von Westen aus der Gleisgruppe nach Norden weg gab es demnach schon Ende der 60er, also vorm Betriebshof und evtl. auch vorm Bruker (seit wann waren die dort?) und führte aufs freie Feld, evtl. Vorleistung für spätere Gewerbegebietserweiterungen? Von dem Gleis ging ein Gleis rückwärts nach Süden und dann nach Osten, das wohl die Betriebe nördlich des Deiches, äh, Hochwasserschutzdammes anschließen sollte.
Schaltet man weiter, sieht man, dass dieser Gleisbogen Nord->Ost schon an frühen Anfang der 70er durch eine Gebäudeerweiterung von Bruker oder Vorläufer unterbrochen wurde und das Gleis nördlich des Deiches direkt an die Gleisgruppe über eine Stöpe / ein Schart angeschlossen wurde, was heute noch so ist. Die Reste des Bogens mögen so ausgesehen haben, als wäre das ein Anschluss für Bruker, aber ob es wirklich einer war ... Der direkte Nachbar hatte wohl einen echten kleinen Anschluss, die Weiche liegt laut OSM wohl noch, aber stillgelegt. Man könnte heute auch meinen, das wäre mal ein Gleisdreieck gewesen, war aber wohl nie so gedacht.
 
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