Warum gibt es nur noch 3 Trolleybusbetriebe in Deutschland?


Besonders schade ist, dass Basel nach einer Volksabstimmung den Trolleybus abgeschafft hat.
Die schönste Trolleybusstrecke in Mitteleuropa war meines Erachtens von Thun zur Beatenbucht. Das war der Nachfolger der rechtsufrigen Thunerseebahn, die bis 1939 von Thun bis Interlaken am Nordufer des Thunersees verkehrte. Ab 1939 nur noch bis Beatenbucht, da das Militär die Trasse Beatenbucht-Interlaken als Fahrweg beanspruchte.
 
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Gute Frage. Für die Zukunft glaube ich nicht, dass irgendwo in Deutschland nochmal eine Stadt beschließen könnte, einen Trolleybus einzuführen. Heute ladet man Busse mit Strom. Das ist kostengünstiger als eine Oberleitung.
 
Und auch O-Bussysteme wie Esslingen erweitern ihr Netz auch per Akku statt Strippe ...
Esslingen und Solingen haben richtige Bergstrecken. Da kann der E-Motor bei der Talfahrt wie bei Bahnen als Generator arbeiten.
Vorteil der Oberleitungen: Man muss nicht tonnenweise Batterien mitschleppen.
Die technisch bedingte niedrige Geschwindigkeit ist theoretisch ein Problem für Überlandstrecken. Auf der Krim hat man das trotzdem gemacht, auch bei einer Fahrtdauer von über 2 Stunden.
 
Deswegen hat der O-Bus in meiner alten Heimat also nicht überlebt: Die Deiche waren einfach zu niedrig ... ;)
Meine Großeltern mütterlicherseits könnten ihn noch täglich erlebt haben, denn ich meine, sie waren noch kurz vor Einstellung in ihre Wohnung hinterm Hbf eingezogen, wo der O-Bus aus Schiffdorf in eine Richtung durchfuhr ...
 

Besonders schade ist, dass Basel nach einer Volksabstimmung den Trolleybus abgeschafft hat.
Die schönste Trolleybusstrecke in Mitteleuropa war meines Erachtens von Thun zur Beatenbucht. Das war der Nachfolger der rechtsufrigen Thunerseebahn, die bis 1939 von Thun bis Interlaken am Nordufer des Thunersees verkehrte. Ab 1939 nur noch bis Beatenbucht, da das Militär die Trasse Beatenbucht-Interlaken als Fahrweg beanspruchte.
Der O-Bus vereinigt die Nachteile von Bus und Straßenbahn.
Er ist so unflexibel bei der Streckenführung wie die Straßenbahn durch die Oberleitung.
Und der Komfort ist so schlecht wie beim normalen Omnibus.
 
Der O-Bus vereinigt die Nachteile von Bus und Straßenbahn.
Er ist so unflexibel bei der Streckenführung wie die Straßenbahn durch die Oberleitung.
Und der Komfort ist so schlecht wie beim normalen Omnibus.
Naja, mittlerweile haben sehr viele O-Busse einen Akku (früher war es oft ein Dieselmotor) um kurze Strecken ohne Oberleitung zurückzulegen und sind gerade in Gebieten mit recht steilen Strecken teils deutlich besser geeignet als eine Tram oder ein normaler E-Bus, der hätte dann deutlich schwerere Akkus um die gleiche Strecke zu befahren. Auch kann der Akku eines O-Busses - wenn vorhanden - bequem an der Oberleitung aufgeladen werden. Und das während dem Fahren. Ein großer Vorteil zu normalen E-Bussen mit Depot- oder auch Unterwegsladung, da letztere ja auch an der jeweiligen (End-)haltestelle länger stehen müssen um nachzuladen.
Ein O-Bus hat, denke ich, eine relative Nischenrolle, aber ist perfekt für Städte mit dieser Nische geeignet.
 
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