[Netz 7b] Fahrplanentwürfe für die Umstellung ab 2022

#1
Hallo zusammen,

zunächst wünsche ich euch noch ein gutes neues Jahr!
Ich bin froh das Forum "wiederentdeckt zu haben", nachdem das alte ja in der Versenkung verschwunden ist.

Auf der Seite der NVBW bin ich zufällig über folgende Datein gestolpert: https://www.nvbw.de/fileadmin/nvbw/...kehrsvertrag_mit_Anlagen/VV_Anlagen_1_-_2.zip
(Datei geht auf -> VV Anlage 1 -> Fahrplan Los 1 und Fahrplan Los 2).

Das sind die Fahrplanentwürfe für die Neuordnung des Stadtbahnnetzes ab 2022ff in mehreren Schritten. Bisher habe ich die Tabellen nur grob überflogen, muss mich mal noch genauer einlesen. Finde das Dokument eigentlich ganz interessant!

Viele Grüße aus dem oberen Tal der Murg,


Tobi
 
Gefällt mir: fpf
#2
Bezüglich Karlsruhe - Heilbronn: So viel also zum Versprechen, dass es "In der Summe [...] nicht weniger Fahrten in die Innenstadt geben [wird] als bisher". In Karlsruhe wird die S4 nach der morgendlichen HVZ konsequent auf zwei Fahrten pro Stunde beschränkt.

In Heilbronn fahren ja momentan bis Schwaigern als Überrest des früheren 20-min-Taktes ja immer noch drei Bahnen pro Stunde, wenn auch in einem dämlichen 10-20-30-min-Abstand (angenähert 20-10 an den beiden Eilzughalten), weil man ja unbedingt in einer Hau-Ruck-Aktion auf ein 30er-Raster umstellen musste ohne dafür a) das Geld für einen sauberen 15-min-Takt und/oder b) die nötige Infrastruktur (eingleisige Strecken) zu haben (Heilbronn Nord hat ja das selbe Problem, wobei bis Neckarsulm die Infrastruktur noch nicht mal ein Problem wäre).

Zukünftig soll der ex-Eilzug/neu-RE nicht mehr in Leingarten halten und zudem sieht der neue Basisfahrplan nach der Morgen-HVZ nur noch einen 30-min-Stadtbahntakt Heilbronn-Schwaigern vor, anders als am Karlsruher Ende allerdings wenigstens noch mit einzelnen Zusatzfahrten mittags und spätnachmittags.
Der einzige Lichtblick ist der geplante zweigleisige Ausbau Leingarten-Schwaigern, dann soll nämlich zusätzlich zum RE in der Nachmittags-HVZ auch ein sauberer 15-min-Takt bei der Stadtbahn gefahren werden - den restlichen Tag über bleibt es aber beim 30-min-Takt.

Der einzig offene Punkt ist, inwieweit beim hier dargestellten 7a-Fahrplan schon Mitfinanzierungen des Angebotes durch die Kommunen und Landkreise mitberücksichtigt sind, oder ob der Fahrplan momentan nur den vom Land bezahlten Standard wiedergibt - laut Vorwort sind "die Züge aus Netz 7a [...] mit Erstellung der Ausschreibung noch nicht endgültig und sind mit einem Arbeitsstand der Ausschreibung zur Orientierung mit aufgenommen worden."

Nachtrag: Zeitungsartikel zum Thema Leingarten, und aktuell soll der zweigleisige Ausbau bis Ende 2022 erfolgen, sodass der Phase-3-Fahrplan für mindestens ein Jahr zum tragen käme.
 
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#3
Nur ein unqualifizierter Seitenhieb:
Ein wichtiges Argument für die Kombilösung war ja, dass alle in die Stadt müssen.
Pünktlich zur Tunneleinweihung fährt dann der Eilzug in den Hbf .

Schau mer mal

Nachschlag: 03.01.2018
Eigentlich finde ich die Anbindung direkt an den Hauptbahnhof nicht so schlecht. So bekommt man eine schnelle Anbindung dorthin.
Meiner Frau wird das aber nicht gefallen
 
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#4
In Karlsruhe wird die S4 nach der morgendlichen HVZ konsequent auf zwei Fahrten pro Stunde beschränkt.
Wobei leider andererseits die eingleisigen Streckenabschnitte zwischen Grötzingen und Bretten vermutlich auch nicht mehr hergeben - ein 20-min-Takt der Stadtbahn in beiden Richtungen hätte bereits Eigenkreuzungen an allen Kreuzungsmöglichkeiten (Grötzingen, Jöhlingen/Wössingen und Bretten), sodass ein zusätzlicher RE nur noch schwer durchzubekommen wäre.
Und im Fahrplanentwurf aus dieser Ausschreibung liegt der RE dann auch genau in der Zeitlage der theoretisch dritten Stadtbahntrasse.
 
#5
Eigentlich finde ich die Anbindung direkt an den Hauptbahnhof nicht so schlecht. So bekommt man eine schnelle Anbindung dorthin.
Meiner Frau wird das aber nicht gefallen
Natürlich ist eine direkte Anbindung des Hauptbahnhofes eine gute Idee. Dass ein anderes Angebot dadurch ausfällt, ist aber großer Mist.

Was mich auch stört, ist der 20/40-Takt. Was spräche gegen einen 30-Minuten-Takt., solange 20 nicht möglich ist?

Warum der RE nicht in Leingarten hält, ist mir unbegreiflich. Selbst wenn man den RE als Verbesserung betrachtet, ist das doch ein gravierender Nachteil.
 
#6
Danke für die Pläne.

Soweit ich die S7/S71/S8/S81 überflogen habe:

Phase 1: Fahrplan weitestgehend wie bisher, allerdings werden die meisten Fahrten der S71/S81 durch RBs in ähnlicher Fahrplanlage ersetzt.

Phase 2-4:
S7 nur noch bis Baden-Baden, S8 nur noch bis Forbach. Dadurch wird der Fahrplan völlig neu gestaltet:
Dabei scheint das Grundkonzept nachdem die S8 während der gesamten Bedienungszeit des "Rastatter Netzes" bedient wird und die S7 zu den Abendstunden und Wochenendmorgen wegfällt, bestehen zu bleiben. Ähnlich wie die S8 die gesamte Zeit Forbach - Durmersheim - Marktplatz bedient, wird eine der RBs (exS71) künftig die gesamte Betriebszeit Bühl - Muggensturm - Karlsruhe Hbf bedienen. Zur morgendlichen Spitze wird es auch einzelne RBs geben, welche auf der Durmersheimer Strecke überall halten. Aus S8 und S81-Eilzug wird der stündliche RE, welcher von Freudenstadt bis Forbach überall hält und dann nur noch an den Eilzug-Halten. Zudem taucht sporadisch ein "NPX" auf, welcher auf dem Weg von Freudenstadt über Muggensturm nach Karlsruhe Hbf überall hält. Zwischen Bondorf und Freudenstadt-Stadt verkehrt künftig eine RB.

Feststellung zum 00er-Knoten am Karlsruher Hbf: Wird vom RE aus Freudenstadt sowie den tagsüber verkehrenden Linien S7 und der RB Forbach - Muggensturm - Karlsruhe Hbf (exS81) erreicht. Im Stundentakt wird der ICE-Knoten von den Linien, die überall halten, verfehlt. Für Sinzheim und Baden-Baden Rebland besteht dieser Umstand den gesamten Tag. Da bleibt nur zu hoffen, dass die interessanten Züge auch in Baden-Baden halten und somit ggf. doch erreicht werden.

Durch den nach hinten verschobenen Grundtakt der S8 besteht zumindest aus dem ICE, welcher nach Mitternacht aus Berlin eintrefft , wieder Anschluss Richtung Durmersheim - sofern die Fahrzeit hier bestehen bleiben sollte. Außerdem scheint die nächtliche Betriebspause unter der Woche und in Nächten auf Sonntag kürzer zu werden.

Es ist wohl nicht mehr vorgesehen, den Abendlichen S8-Takt aufgrund der Anpassung an Schichtzeiten des Mercedes-Werks in Gaggenau aufzugeben.

Anschlüsse in Rastatt bestehen von der S7 auf die RB (exS81) und von der RB (exS71) auf die S8. Andersrum klappt es bei Ersterem nur vielleicht (Ankunft/Abfahrt zur selben Minute), bei Zweiterem bei Einhaltung des Fahrplans Anschlussverlust mit fünf Minuten schon relativ deutlich.
 
#7
Für die S4 gibt es jetzt doch leicht positive Zeichen: AVG, Land und Landkreis sind anscheinend in Gesprächen darüber, zusätzlich zum RE doch weiterhin drei Fahrten pro Stunde in die Karlsruher Innenstadt anzubieten. Nachdem ja noch 2014 keine weiterer Bedarf gesehen wurde (Zitat "Kurzbericht „Umgesetzte Maßnahmen des Weißbuches von 1993“": Der heutige Betrieb zeigt ein zusätzliches Erfordernis für einen zweigleisigen Ausbau zwischen Schwaigern und Leingarten, während andere Abschnitte für einen Ausbau derzeit als nicht notwendig erachtet werden.), scheint damit einhergehend auch wieder etwas Schwung in die Planungen für einen weiteren Streckenausbau zwischen Grötzingen und Bretten zu kommen. Einziger Wermutstropfen ist, das selbst im Idealfall ein Streckenausbau noch vor Inbetriebnahme des Netzes 7b unrealistisch sein dürfte und die Fahrgäste daher wohl eine Weile mit dem reduzierten Angebot in Richtung Innenstadt leben müssten.
 
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