Fehlplanung beim Rastatter Tunnel - Rampen zu steil

Die Rampen des im Bau befindlichen Tunnels unter Rastatt sind zu steil für schwere Güterzüge. Diese sollen weiterhin bei Tag und Nacht oberirdisch durch Rastatt rollen.
https://bnn.de/nachrichten/politik/...zuege-ist-zu-schwer-fuer-den-rastatter-tunnel
Mein Vorschlag: Umplanen, Umbauen, und die Rechnung an die Versager, die das verbockt haben.
In diesem Lande ist bei allen Konzernen mit dem Kürzel DB eine gewisse Skepsis angesagt:
Dresdner Bank - untergegangen und von der Commerzbank verschluckt
Deutsche Bank - gilt als die gefährlichste Bank der Welt
Daimler-Benz - hat Fahrzeuge mit 4 Sitzen ausgeliefert, in denen das Gewicht von 2 Insassen zulässig war
Deutsche Bahn - zu steile Rampen beim Rastatter Tunnel, Abbau von Überholgleisen und ....
 
Sven Andersen, pensionierter Eisenbahningenieur und passionierter Bahnkritiker
Ah ja.
Halte ich tendenziell für Wichtigtuerei nach dem Motto des anderen Herrn (interessanterweise ebenfalls pensioniert), der sich über den Gleistausch am Konzerthaus echauffiert hat, obwohl nach seinen eigenen Messungen ein Fahrzeug mit neuen Rädern mit dem Spurkranz fast schon auf dem Rillenboden aufgesetzt hätte.

Hier ist es genau so: Bei einzelnen Rampen, in denen Güterzüge aber normalerweise nicht zum Halten kommen, ist die Annahme von Schwungfahren zulässig, sodass die behauptete Grenzlasteinschränkung so nicht greift.
 

ralf

aus Südstadt
Es war doch nie geplant, 100% der Güterzüge durch den Tunnel fahren zu lassen. Das schwerste Drittel über die Bestandstrecken zu leiten, scheint mir nun kein sooo großes Drama zu sein.
 

Mueck

aus Karlsruhe
Warum?
Der Tunnel wird gebaut, weil die scharfe Kurve im Rastatter Bahnhof den Fernverkehr ausbremst, der m.W.n. irgendwann mindestens einen Halbstundentakt bekommen soll. Da muss man ja nicht ewig viel Güterzüge in den schnellen Fernverkehrstunnel pressen, auf das der Fernverkehr nun durch diese ausgebremst wird ....
 
Mindestens 12,5 Promille Steigung gibt es auf der "Achse Rotterdam-Genua" übrigens nicht nur im Tunnel bei Rastatt. Sondern auch ( allerdings ausserhalb Deutschlands) z.B. auf der Betuwe-Route. Insofern ist der BNN-Artikel sachlich falsch

Und der Tunnel wird zukünftig tagsüber ohnehin vom Personenfernverkehr weitgehend ausgelastet. Der Deutschlandtakt sieht da 3 Fernverkehrszüge pro Stunde ( 2 nach Basel , einer nach Straßburg) vor. Da bleibt nicht mehr viel Platz für Güterverkehr. Da kann man dann auch planmäßig nur leichtere Züge durch den Tunnel führen und bei den wenigen schwereren Zügen, die außerplanmäßig durch den Tunnel gehen, durch passende Disposition sicher stellen , das kein Halt auf dem steilen Abschnitt erforderlich ist.

Es steht ja auch noch die alte Strecke über Ettlingen und Rastatt Bahnhof zur Verfügung. Da hat man im Planfeststellungsverfahren 1990 vorgesehen, das schwere Züge über diese Strecke fahren. Der eigentliche Skandal ist, das der Tunnel auch 30 Jahre nach dem Planfeststellungsverfahren nicht fertig ist.
 
Nur zur Info: Bereits in den 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts haben die Grünen im Regionalverband eine Umfahrung von Rastatt parallel zur Autobahn gefordert, aber die örtlichen Politiker der anderen Parteien wollten, dass die Bahn in einem Tunnel verschwindet. Alle Argumente der Grünen nützten nichts, die Mehrheit setzte sich durch. Schon damals interessierte sich niemand für die verkehrspolitischen Nachteile eines Tunnels.
 
Der Grund , woran die autobahnnahe Umfahrung gescheitert ist, war meiner Erinnerung nach Lärmschutz.
Denn diese Umfahrung hätte eine Überquerung der Autobahn auf einer langen Brücke in einem relativ spitzen Winkel erforderlich gemacht. Und da waren dann die zukünftigen Anwohner wegen des befürchteten Lärms strikt dagegen.
 

Mueck

aus Karlsruhe
Warum keine Unterführung der Autobahn?
Ich hatte das mal vor ewigen Zeiten (Da war Im Baisert womöglich noch nicht bebaut...?!) diese grobe Skizze dazu gemacht, würde man nun wohl etwas verschieben. Evtl. kommt es ja eines Tages doch noch als Güterumfahrung mit kleineren Radien und somit weniger spitze Winkel ... ;-)
 
Am südlichen Ende kommst du da auf der für den Schnellverkehr falschen Seite an -> weiteres Kreuzungsbauwerk.
Im Norden wäre eine Kreuzung mit der B36 erforderlich, entweder vor (wie angedeutet) oder nach der Ausfädelung. Auch die Ettlinger Strecke muß tief genug gekreuzt werden. Wie waren da noch die Grundwasserstände ?
Da könnte ich mir vorstellen, das die errechneten Kosten nicht niedriger geworden wären wie für die verwirklichte Variante.
 
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